Hexenprozesse: Nicht nur Sache der Kirche

Kommt man auf Partys auf das Thema Christentum zu sprechen, folgt irgendwann so sicher wie das Amen in der Kirche der Spruch, die Kirche habe doch ganz viel Dreck am Stecken. Da wurden im Mittelalter Millionen weiser Frauen und Kräuterweiblein als Hexen verbrannt. Stimmt, aber es waren keine Millionen, und es war auch nicht unbedingt die Kirche, die sie verurteilte.

(…)

Selbst wenn der Bamberger, der Würzburger oder der Eichstätter Fürstbischof in Sachen Hexen tätig waren, so waren sie es nicht als Bischöfe, sondern als Fürsten.

[http://www.evangelisch.de/inhalte/137467/18-09-2016/hexenverfolgung-stand-der-neueren-forschung

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  1. #1 von Gerry am 21. September 2016 - 21:04

    Die Hexenverfolgungen hatte nichts mit dem Christentum zu tun !1!einself1!

  2. #2 von Yeti am 21. September 2016 - 22:18

    Selbst wenn der Bamberger, der Würzburger oder der Eichstätter Fürstbischof in Sachen Hexen tätig waren, so waren sie es nicht als Bischöfe, sondern als Fürsten.

    Soso. Die konnten also zwischen kirchlich und weltlich wechseln, wie sie wollten.
    Kirchlich, wenn es um das Anklagen und Beschuldigen ging.
    Weltlich, wenn es um die Bestrafung (Verbrennung, …) ging.

    Erinnert mich an den Klappentext von Ratzingers „Eschatologie“ (7. Auflage):

    Kardinal Ratzinger bezeichnete es als sein am besten durchgearbeitknalltestes [Mach]Werk

    und dann:

    Wie wichtig auch Papst Benedikt dieses Buch [noch?] ist, zeigt sein ausführliches Vorwort zu dieser 7. Ausgabe
    [aus dem Gedächtnis]

    Hat was von gespaltener Persönlichkeit. Nicht der Beteiligten, sondern der Kommentierenden.

  3. #3 von oheinfussel am 21. September 2016 - 22:31

    Gibt’s da nicht ne stelle im offiziellen Märchenbuch, die klärt, wie man mit Hexer umzugehen hat – ich meine ja nur…

  4. #4 von Friedensgrenze am 21. September 2016 - 23:11

    Selbst wenn der Bamberger, der Würzburger oder der Eichstätter Fürstbischof in Sachen Hexen tätig waren, so waren sie es nicht als Bischöfe, sondern als Fürsten.

    Ein Grund mehr, daß Religion und Staat strikt getrennt sein müssen.

  5. #5 von itna am 21. September 2016 - 23:31

    Allein wenn ich das Wort „Hexen“ schon höre.
    Das waren FRAUEN,ganz normale Menschen !

    Die wurden gequält und verbrannt.

    Weltlich? Ich lach mich schlapp-ALLES geschah im Namen Gottes (Urteil, Anklage,Folter,Hinrichtung♧ ♬ ➺ ↬ ◡̈ ⇏ ⇍.)♧ ♬ ➺ ↬ ◡̈ ⇏ ⇍

  6. #6 von user unknown am 22. September 2016 - 00:54

    Wenn sie aber enteignet wurden, dann natürlich wieder als Bischöfe. Hat was von Hase und Igel bzw. religiösem Hütchenspiel.

  7. #7 von Deus Ex Machina am 22. September 2016 - 06:14

    „Nicht nur“! Merkt ihr was? Wie ein kleines Kind, das auf frischer Tat ertappt wurde, zeigt die Kirche jetzt auf andere und kreischt:“Der Kevin hat aber auch mitgemacht!“

  8. #8 von Kunibert am 22. September 2016 - 08:08

    Waren die Fürsten damals nicht durch Gottes gnaden überhaupt erst zum Fürsten geworden? Also dann sind doch ihre Urteile auch durch Gottes gnaden zustande gekommen.

  9. #9 von drawingwarrior am 22. September 2016 - 23:16

    Apologetik…der Versuch, seinen Glauben gegen jede Vernunft mittels aus dem Arsch gezogener Erklärungsversuche zu entschuldigen.
    Hexenprozesse? Nö, dass waren weltliche Gerichte und Richter…die auf der Grundlage welcher Texte Recht sprachen?
    Zu blöd, ich komm grad nicht drauf…war irgendwas mit B!?
    Das Schlimmste an diesen Behauptungen ist nicht dass sie verbreitet, sondern geglaubt werden.

  10. #10 von stephancologne am 23. September 2016 - 02:44

    Wann war die Trennung von Staat und Kirche?