Christentum: Die durchkritisierte Religion

Das Christentum ist in den vergangenen fünf Jahrhunderten einmal komplett durchkritisiert worden: von den Naturwissenschaften, der Aufklärung und aus den eigenen Reihen. Ist die Kritik damit abgeschlossen oder bleibt noch etwas übrig, das sich zu bemängeln lohnte?

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[http://www.deutschlandfunk.de/christentum-die-durchkritisierte-religion.886.de.html?dram:article_id=366051

  1. #1 von Hal am 21. September 2016 - 15:55

    Die Kritik scheint bei den Berufschristen aber nicht angekommen zu sein, wie kann das denn sein?

    Der Antijudaismus hatte über Jahrhunderte hinweg die christliche Lehre durchwirkt. Jetzt, vor dem Hintergrund der Shoa, wird er weginterpretiert, an die braunen Ränder der Kirchen verdrängt. Ein bemerkenswerter selbstkritischer Akt.

    Ach. Nur zu oft behaupten klerikale Geschichtsverdreher der Nationalsozialismus wäre gottlos gewesen, obwohl dieser auf den Mist des Christentums gewachsen ist. Das ist keine Selbstkritik, sondern es sind dreiste Lügen. Die Mitschuld der Kirchen an Hitlers Machtergreifung, die Rolle des Vatikans und der Evangelen wird einfach verdrängt. Der christliche Antijudaismus steht da nicht alleine, daneben stehen Bischöfe mit den „deutschen Gruß“, Propaganda von der Kanzel und die hohe Parteimitgliedschaft unter Klerikalen (~50%, wenn ich mich recht erinnere).

    Der Herr Röhter scheint in einer anderen Welt zu leben.

  2. #2 von Charlie am 21. September 2016 - 15:59

    Solange es das Christentum gibt, gibt es auch berechtigte Kritik daran!!

  3. #3 von user unknown am 22. September 2016 - 01:48

    Zu bemängeln bleibt, dass das Christentum weitermacht und die Aufklärung selektiv ignoriert.

    Papst Franziskus räumt jetzt auf? Mit Zölibat, Homosexualität und Frauen im Priesteramt? Wer so blind ist, der darf auch das falsche Zitat, wonach die Religion Opium fürs Volk sei, nicht des Volkes, weiterverbreiten.

  4. #4 von uwe hauptschueler am 22. September 2016 - 09:58

    „Religion ist Opium fürs Volk.“ die Erkenntnis wird nicht dadurch falsch, dass sie sich nicht einen Prominenten zuschreiben lässt.

  5. #5 von Charlie am 22. September 2016 - 10:23

    Im Text ist wieder ein typischer Fehler enthalten, „Religion ist Opium fürs Volk“ stammt von Lenin und nicht von Marx, dieser schrieb „Religion ist das Opium des Volkes“.

  6. #6 von Rene am 23. September 2016 - 17:42

    Ja, es bleibt noch etwas übrig. Der Gnadenschuss.