Religion trägt mehr zu US-Wirtschaft bei als Konzerne wie Apple

Religion ist „ohne Zweifel nach wie vor eine wichtige Komponente in der US-Wirtschaft“. Das ist das Ergebnis einer Studie der Georgetown University aus Washington. Die Forscher haben darin versucht, das Geschäft mit dem Glauben zu beziffern. Allein die Einkünfte religiöser Organisationen betragen demnach 378 Milliarden US-Dollar jährlich. 1,2 Billionen sind es, wenn man das Geschäft mit „religiösen“ Gütern (wie zum Beispiel den boomenden Halal-Markt) dazu rechnet. Das ist immerhin fast das Dreifache des österreichischen Bruttoinlandsprodukt.

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[http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/5086540/Religion-traegt-mehr-zu-USWirtschaft-bei-als-Konzerne-wie-Apple

  1. #1 von manglaubtesnicht am 17. September 2016 - 18:10

    Sollte die Überschrift nicht heißen „Religion konsumiert mehr Werte als Apple erzeugt“?

  2. #2 von user unknown am 17. September 2016 - 22:12

    Haha, wenn ich beim Gemüsetürken 3 Paprika, ein Kilo Tomaten, und wo ich schon da bin eine Tüte Halalgummibärchen kaufe, dann laufen die Halalgummibärchen unter religiöse Wirtschaftsleistung?

    Und die ganzen Hammel- und Rindesser… . Wenn es jetzt einen Preisaufschlag für Halalfleisch gäbe, dann könnte man sagen, gut, der Imam hat sein Weihwasser drüber geträufelt, die Dienstleistung kostet was extra. Nur ist Halalrindfleisch bei meinem Gemüsetürken nicht teurer als bei Lidl und Aldi. Ohne Religion würden die Konsumenten ja ordinäres Rindfleisch essen – es entsteht also kein zusätzlicher Mehrwert.

    Gut – verkaufte Bibeln, da lasse ich mit mir reden. Wer keine Bibel kauft kauft nicht unbedingt einen Harry-Potter stattdessen. Wallfahrtflug nach Mekka – man weiß nicht, was ohne diesen geschähe. Vielleicht weniger Überstunden und mehr Freizeit. Aber wie Mgen schon schreibt, das sieht doch weitgehend nach Konsum von Waren aus, die schlicht verzichtbar sind, deren Wegfall die Wohlfahrt nicht schmälert, wenn man nicht dran glaubt.

    Am besten ist aber, dass sie überhaupt aufs BIP zurückgreifen, um den Wert der Religion zu unterstreichen. In 8 Wochen beheulen sie dann wieder die Kommerzialisierung des Wintermarzipanfestes, aber der einzig verlässliche Wert, den sie kennen, ist der Geldwert.

  3. #3 von Friedensgrenze am 18. September 2016 - 08:50

    In Irland hat Apple für 1 mio Gewinn 50 € Steuern gezahlt. das ist tatsächlich nicht viel aber immer noch mehr als die gänzlich steuer- befreiten aber an der Steuerung der Gesellschaft entscheidend beteiligten US Religionsgemeinschaften.

    „Der Mensch denkt und Gott lenkt “ in seiner ekelhaftesten Art und Weise.

  4. #4 von Skydaddy am 18. September 2016 - 12:49

    Man könnte das als „Dummensteuer“ betrachten. Nur leider mit dem Unterschied, dass die Steuereinnahmen nicht der Allgemeinheit zugutekommen, sondern Scharlatanen.

  5. #5 von dezer.de am 19. September 2016 - 17:35

    Wieviel Umsatz macht eigentlich die Kristall/Astrologie/Homoöpathie-Branche? Und die viel wichtigere Frage, welche Relevanz hat das? Als würde weniger Fleisch verzehrt werden, wenn es diesen Halal/Koscher-Schwachsinn nicht gäbe. Als würde es weniger Patienten und Kranke geben wenn christlichen Krankenhäuser plötzlich staatlich wären.
    Absolute Milchmädchenrechnung.