Im Namen des Atheismus wurden noch nie Kriege geführt!

Im Frühjahr 2015 wurde von der Regionalgruppe Stuttgart/Mittlerer Neckar der „Giordano-Bruno-Stiftung“ über „Freies Radio für Stuttgart“ eine dreiteilige Sendung zur Geschichte des Atheismus ausgestrahlt. Autor dieser Geschichte ist Heinz Boemer. Da dieses Freie Radio aber nur in einem geografisch sehr eng begrenzten Raum zu empfangen ist, entstand die Idee, die damals vorgestellten Inhalte einem breiteren Publikum anzubieten. Realisiert wurde diese Idee nunmehr in Buchform bei der „edition Spinoza“.

weiterlesen:

[http://www.freigeist-weimar.de/beitragsanzeige/im-namen-des-atheismus-wurden-noch-nie-kriege-gefuehrt/

  1. #1 von dezer.de am 14. September 2016 - 15:12

    Und was ist bitte schön mit Hitler? Und Stalin? Und Mao? Und Nordkorea? Und den roten Kmer?

    Schachmatt Atheisten!

  2. #2 von user unknown am 14. September 2016 - 15:18

    Man muss ja auch festhalten, dass außer den Religiösen mit dem wahren, richtigen und einzigen Gott, alle anderen an einen falschen Nichtgott glauben, und somit gar nicht wirklich religiös sind, sondern gottlos. q.e.d.

  3. #3 von T.Rick am 14. September 2016 - 15:38

    Hitler, Katholik bis zum Ende und nie exkommuniziert, glaubte fest an die „göttliche Vorsehung“. Stalin und Pol Pot, beide ihr Handwerk bei christlichen Mönchen erlernt. Nordkorea hat seinen eigenen lebendigen Gott anstelle eines Gottes irgendwo in einem mythischen Himmel, ein gewisser Isnogud („Kalif anstelle des Kalifen“) läßt grüßen. Ein wichtiges Vorbild für Mao war Sun Yat-Sen, laut Wiki „an American-educated Christian“. Simple Informationen, überall nachzulesen.
    Wie oft muß man das noch widerholen, bis sie sich bei religiös Gläubigen herumsprechen?

  4. #4 von K.Brückner am 14. September 2016 - 16:36

    @ dezer.de

    Das Thema wurde schon vielfach an dieser Stelle diskutiert. Nur zur Erinnerung Hitler war bekennender Katholik, Stalin Jesuit. Unabhängig davon keiner dieser Jahrhundertverbrecher hat Kriege im Namen des Atheismus für den Atheismus geführt. Auch wenn sie es nicht glauben wollen, Atheismus steht für Wahrheit. Religionen sind das Problem der Menschheit nicht der Atheismus.Und auch das zum wiederholten Male, es kann durchaus sein, dass sich die Menschheit am Ende im Namen irgendeiner Religion selbst zerstört.

    K.Brückner.

  5. #5 von K.Brückner am 14. September 2016 - 16:45

    Das zur Ergänzung wahre, echte Atheisten stehen für Humanismus und Vernunft. Sie würden niemals für ihre Meinung einen Krieg beginnen.

  6. #6 von manglaubtesnicht am 14. September 2016 - 17:01

    Die osteuropäischen Regime waren u.a. deshalb atheistisch und auch antikirchlich, weil sie die Religionen (insb. die Katholiken) als wichtige Wegbereiter des Faschismus sahen. Nicht zu Unrecht.

  7. #7 von drawingwarrior am 14. September 2016 - 17:31

    Herr Brückner, Sie scheinen ein Problem mit der Erkennung von Sarkasmus und Ironie zu haben.
    Dezer’s Posting war eine leicht überzogene Form von ironischer Darstellung eines klassischen theistischen „Argumentes“.

  8. #8 von Michael am 14. September 2016 - 19:31

    Das <a href=“http://www.freies-radio.de/>FRfS hat übrigens einen Webcast. Man muß also nicht in Stuttgart oder näherer Umgebung sein, um es zu hören.

  9. #9 von stephancologne am 14. September 2016 - 21:15

    Als aufmerksamer AMB-Stammkunde müsste man dezer aber schon besser kennen… 😉

  10. #10 von K.Brückner am 14. September 2016 - 22:08

    @ drawingwarrior

    Ihren Hinweis in allen Ehren, so wie sich sich „dezer.de“ ausgedrückt hat, konnte ich nicht erkennen, dass das überspitzter Sarkasmus und Ironie war. Ich kenne „dezer.de“ und seine Meinung persönlich nicht, obwohl ich schon Jahre in diesem Forum unterwegs bin. Natürlich ist mir „dezer.de“ schon begegnet, aber sie erwarten doch nicht ernsthaft von mir, dass ich mir die Einschätzung jedes anonymen Teilnehmers in diesem Forum merke. Im Interesse von uns allen, vor allem aber auch neuer Teilnehmer empfehle ich „dezer.de“ tatsächlich sich so auszudrücken, dass seine Meinung zum angesprochenen Thema nicht nur Freunden und Insidern sofort erkennbar ist. Das Forum ist kein intellektueller Spielplatz, sondern eine Möglichkeit ernsthaft für unsere Meinung einzutreten.

    K.Brückner

  11. #11 von Willie am 14. September 2016 - 22:27

    @mgen

    Die osteuropäischen Regime waren u.a. deshalb atheistisch und auch antikirchlich, weil sie die Religionen (insb. die Katholiken) als wichtige Wegbereiter des Faschismus sahen. Nicht zu Unrecht.

    Ich habe mal gelesen (nur wo?), dass diese Regime eher anti-christlich waren. Gerade die Sovietunion hatte ja einiges an Teilstaaten (-stan) die dem muslimischen Glauben „zugeneigt“ sind/waren und da soll es wenige bis keine Repressalien gegeben haben.

    <@Michael
    Das diese „Redaktion Humanismus und Aufklärung“ bzw. diese Sendungen von der gbs Stuttagrt durchgeführt werden, kann man diese auch bei yt nachhören:
    https://www.youtube.com/user/gbsStuttgart

  12. #12 von dezer.de am 14. September 2016 - 22:51

    Ironie ist zwar langweilig wenn sie kenntlich gemacht wird, aber wenn es zum besseren Verständnis beiträgt werde ich das in Zukunft machen. 😦
    (Und ich dachte ich hätte es genug überspitzt.)

    @K.Brückner: „echte Atheisten stehen für Humanismus und Vernunft.“ Echte? Also ich als Atheist stehe für die Ablehnung dieser aberwitzigen Gotteshypothese.

    Als bekennender Choleriker mit Hang zu Schusswaffen und als Pitbullherrchen stehe ich aber ebenso dafür diese Ablehnung anderen Menschen durch Androhung physischer Gewalt aufzuzwingen bzw. sie erfolgreich sie von meiner Ablehnung zu überzeugen. In meinen Augen absolut vernünftig.

  13. #13 von dezer.de am 14. September 2016 - 22:53

    ein „sie“ zu viel… is schon spät

  14. #14 von Fabian am 14. September 2016 - 23:02

    Man sollte sowas wie Podcasts erfinden.
    Das würde derartige Probleme lösen und schon den Papierverbrauch. ^^

  15. #15 von drawingwarrior am 15. September 2016 - 09:05

    Herr Brückner, ich kann Ihnen nicht ganz folgen!
    Wie wollen Sie hier für Ihre Überzeugungen einstehen, ohne die Nutzung von intellektuellem Spielzeug/Handwerkszeug, wie Sarkasmus, Ironie und ab wann sind Sie in der Lage die Verwendung zu erkennen?
    Ironie und Übertreibungen sind seit je her ein probates Mittel, um dem Opponenten die Absurdität seiner Position vor Augen zu führen.

  16. #16 von Siegrun am 15. September 2016 - 09:36

    …und hier etwas ohne Ironie und Sarkasmus zur Verbesserung des Images des Pitbull:

  17. #17 von Skydaddy am 15. September 2016 - 09:47

    Die Formulierung „Schachmatt, Atheisten!“ (Checkmate, Atheists) ist ein deutlicher Hinweis auf Sarkasmus und Ironie. Es weiß nur noch nicht jeder.

    M.W. wurde diese Phrase von Edward Current geprägt, dessen Videos allerdings so clever sind, dass sie von vielen tatsächlich nicht als Verarsche erkannt werden:

    Diesen Klassiker gibt es sogar auf deutsch, übersetzt von Käptn Kaos:

    Sucht man bei YouTube nach „Schachmatt Atheisten, erhält man zudem eine ganze Serie dieses Titels von 2weifelhaft, m.W. zwei Aktivisten der GBS.

  18. #18 von Fabian am 15. September 2016 - 10:40

    @Brückner

    Das zur Ergänzung wahre, echte Atheisten stehen für Humanismus und Vernunft.

    Inhumane Schotten sind also keine wahren Schotten?

  19. #19 von dezer.de am 15. September 2016 - 11:05

    @Siegrun: Nicht der Pitbull hat ein schlechtes Image sondern seine vornehmlichen Halter. 😉

  20. #20 von sema1rho2rha3ghad am 15. September 2016 - 12:59

    So isses, dezer. Ich denke da an die Pitbullin meines vorigen Tierarzts, die es liebte, wenn Nachbars Dreijährige auf ihr ritt, und vor Katzen davonlief. Aber auch sonst frage ich mich schon öfters, an welchem Ende der Leine das schlauere Hirn wohnt …

  21. #21 von Yeti am 15. September 2016 - 16:47

    (wo kommen eigentlich die Pitbulls auf einmal her, in diesem Thread?)

    Meine erste persönliche Begegnung mit einem Pitbull (eine Meinung von denen hatte ich damals schon und die war nicht gut) war durchwachsen:

    Ich sitze auf dem Grundstück meiner Freundin unten am Bach (ja, das gibt es auf dem Land) und es kamen Bekannte zu Besuch, die einen Pitbull („Egon“) hatten. Mit Schwanz und Ohren.

    „Der tut nix! Der will nur Spielen“ ist ein Spruch, den Hundehalter nicht ablassen sollten. Sie sollten „Platz!“ rufen und der Hund sollte auf der Stelle platzen. „Egon“ rannte aber weiter auf mich zu, kläffend, schwanzwedelnd, ich hatte mir schon ausgemalt, wie ich ihm den Unterarm in den Kiefer ramme, damit er mir nicht an die Gurgel geht.

    (Mundharmonika von „Spiel mir das Lied vom Tod“ …)

    Als er bei mir ankommt, leckt er mir erstmal das Gesicht sauber und legt sich dann vor mir auf den Rücken und möchte bitte den Bauch gekrault bekommen. Nachdem meine Pumpe wieder angesprungen ist habe ich das dann auch getan und hatte einen neuen Freund für’s Leben. „Egon“ halt.

    Es gibt keine Scheiß-Hunde, nur Scheiß-Halter.
    Der Pitbull Blues ist geil. Ein Bekannter von mir hat(te) einen Mastiff, Gentle Giant. Da wechseln die Leute auch unnötigerweise die Straßenseite, wenn sie am Garten vorbeikommen wo sie liegt.

  22. #22 von Siegrun am 15. September 2016 - 21:00

    @21 Yeti: der Pitbull kam aus #12 von dezers Pitbullherrchen.
    Ich finde Pitbulls super, und ja, der Mensch versaut den Hund….leider.
    Mir fällt zu üblen Tierschutzstories immer nur ein, dass der Mensch einfach dass perverseste Tier ist und bleibt, obwohl er meiner Meinung nach eigentlich die, Wahl hätte.
    Aber nun hör‘ ich auf mit off topic! 😉

  23. #23 von user unknown am 16. September 2016 - 03:47

    Neben „Der will nur spielen“ ist der häufigste Spruch eines Hundehalters „das hat er noch nie gemacht!“ sowie „Sie dürfen ihm nicht in die Augen schauen, dann fühlt er sich provoziert“ oder „Zeigen Sie keine Angst, der Hund kann das riechen, einfach fest ins Auge sehen!“

    Hundehaltung ist da wie Esoterik und Fußballwissenschaft. Das Wetter war schlecht, wir hatten zuviel Respekt, wir hätten den Gegner mehr Ernst nehmen müssen, … – irgendwelche Ad-Hoc-Erklärungen die aus der Luft gegriffen werden.

    Im Übrigen ist der Hund nur westliche Form der Burka. http://demystifikation.wordpress.com/2015/10/02/das-problem-hund/

  24. #24 von Siegrun am 16. September 2016 - 08:06

    @ uu: Hundehasser, oder was?

    Es gibt auch Leute, die ihren Hund gewissenhaft ausbilden und führen und nicht diesen krankhaften Wattebauschwerferweg gehen.

    Ich brauche keine Ausreden, ich weiß, dass ich verantwortlich bin.

  25. #25 von user unknown am 16. September 2016 - 16:04

    @Sigrun:
    Rationaler Hundegegner. Hundehasser klingt so irrational emotionsgesteuert.

    Es gibt gewissenhafte Hundeausbilder, ja, aber ich kann dem Hund nicht ansehen, ob er gewissenhaft ausgebildet ist, und Frauchen und Herrchen kann ich es auch nicht ansehen.
    Ich kann, nach einer Begegnung sagen, dass er mich gar nicht gebissen hat, aber ich weiß nicht woran es lag, und ob es das nächste Mal wieder glimpflich abgeht.

    Viele Hunde sind so beschaffen, dass ihr Körper eine gefährliche Waffe ist, und diese Waffe offen mit sich zu führen ist m.E. oft mit ein Grund sich einen Hund überhaupt anzuschaffen.

    Die meisten Hunde zeigen ein ausgeprägtes Revierverhalten und müssen alles beschnüffeln was in ihrer Reichweite ist und ich werde nicht gerne beschnüffelt, womöglich mit Körperkontakt.

    Ich mag es auch nicht wenn eine Dogge, die zweimal so groß wie ein Haus ist, auf mich bellend zugejagd kommt, um 2cm vor mir abzubremsen um mir dann arrogant von oben in die Augen zu schauen und mich weiter anzuknurren, auch wenn ich es überlebe. Würde ich Horror lieben, ich ginge ins Kino, aber ich mag auch keinen Horror zur Unterhaltung.

    Und aggressive Zwerpincher, die sich wie obige Dogge verhalten, ohne von der Größe über einen Schuhkarton zu kommen, mag ich auch nicht. Die Halter erwarten oft, dass ich die Verantwortung für ihren Hund übernehme und mich gemäß ihres Buches vom richtigen Umgang mit Hunden verhalte.

    Viele Hundebesitzer sind Mitglied der Kirche der Hundereligion.

    Sie glauben an ein letztes Gericht, bei dem Bilanz gezogen wird: Hat der Hund nur Leuten Angst gemacht, dass er sie beißen wird, dann aber gar nicht gebissen? Dann ist der Hund unschuldig. Wurde er falsch erzogen? Dann ist er unschuldig. Überhaupt soll für Hunde die Unschuldsvermutung gelten. Solange er nicht auf behördliche Anordnung eingeschläfert wurde hat er offenbar keinen groben Fehler und darf als harmlos gelten.

    Ein Hundehalter hat mich noch nie angekläfft, noch nie vor mir auf die Straße geschissen und ist noch nie freudig erregt an mir hochgesprungen, von daher kann ich mich als alter Empiriker entscheiden, dass Hundehalter nicht das Problem sind. Der Hund ist es.

    Die religiöse Frage der Schuld interessiert mich nicht, sondern das Problem interessiert mich. Das Problem ist der Hund.

    Und wenn ich Hundehaltern glauben kann, dann gibt es sehr viele Hunde, die jahrelang nie was getan haben, mit den Kindern des Hauses immer fröhlich gespielt haben, nicht aggressiv sind und irgendwann haben sie aus heiterem Himmel jemand gebissen. „Das hat er noch nie getan!“. Ja, schön. Ich will da kein Versuchskaninchen sein, ob das, was 1000x gut ging auch 1001x gut geht.

    Aber versteh‘ mich nicht falsch. Es gibt viele nette, interessante, ja, ich möchte sagen wertvolle Menschen, deren einziger Fehler es ist Hunde zu haben. Ich kenne einige.