Benedikt XVI.: Gott ist die „Realität, die alle Realität“ trägt

Benedikt XVI. im Gespräch mit Peter Seewald: Die Gegenwart Gottes sei eine ganz andere. Gott ist die „Realität, die alle Realität“ trägt.

(…)

Auf die Frage von Peter Seewald, wo man diesen Gott denn verorten könne, erklärt das frühere Kirchenoberhaupt, dass es keinen Ort gibt, wo Gott throne, da Gott selber der „Ort über allen Orten“ sei.

weiterlesen:

[http://www.kath.net/news/56684

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  1. #1 von omnibus56 am 14. September 2016 - 10:39

    ‚Phantasie-Überwesen ist die Irrationalität, die alle Irrationalität trägt‘, träfe es IMO besser.

  2. #2 von Charlie am 14. September 2016 - 10:52

    In der Irrenanstalt sitzen Leute für weniger.

  3. #3 von deus ex machina am 14. September 2016 - 11:07

    Klingt schwer nach:“Der Endsieg ist nah.“

  4. #4 von deradmiral am 14. September 2016 - 11:47

    Damit Gott real ist, muss man nur den Begriff „Realität“ umdefinieren. Das ist eine klassische Religioten-Strategie, die schon beim Wort „Wahrheit“ funktioniert hat. Statt also Aussagen der Kirche auf Wahrheit zu überprüfen, wird erst der Begriff „Wahrheit“ als das definiert, was offensichtlich falsch ist und aber von der Kirche postuliert wird. Es ist die „Wahrheit“, die hinter der scheinbaren Wahrheit steht und die man nicht begreifen kann, weil jeder zu doof ist (außer natürlich diejenigen, die den heiligen Geist mit Löffeln gefressen haben).

    Das Hauptmotiv bleibt, dass hier mit rhetorischen Geschützen auf die Gläubigen Worthülsen gefeuert werden, die sich stirnrunzelnd am Kopf kratzen.

  5. #5 von dezer.de am 14. September 2016 - 12:10

    Definieren sie Gott: Gott ist per Definition undefinierbar.

  6. #6 von Rene am 14. September 2016 - 12:29

    Damit hat B16 dieses undefinierbare Etwas komplett aus dem Universum gekickt.

  7. #7 von Skydaddy am 14. September 2016 - 13:08

    Erinnert an die Schildkröten, die dafür sorgen, dass die Erde nicht runterfällt.

  8. #8 von schiffmo am 14. September 2016 - 13:43

    Ist das jetzt die „Theoretisierung des Glaubens“, die Herr Ratzinger hier:
    [https://blasphemieblog2.wordpress.com/2016/09/08/benedikt-xvi-bricht-sein-schweigen/
    beklagt hat, oder glaubt er, dass er damit was gegen einen „Mangel an einer lebendigen Dynamik“ (ebd.) tut?

    Gott ist die „Realität, die alle Realität“ trägt.

    Wenn man mich fragt, ist das pseudo-philosophischer Schwachsinn.
    Das klingt hochgradig theoretisch, ohne tiefsinnig zu sein, „Theoretisierung des Glaubens“ paßt also. Einen „Mangel an einer lebendigen Dynamik“ hat der Satz für mich auch, denn das ist völlig statisch und kein bißchen dynamisch.
    Beklagt der Ratzi seine eigenen Schwächen bei der kath. Kirche in Deutschland, die er immerhin selbst entscheidend mit geprägt hat?

  9. #9 von Lando Schmidt am 14. September 2016 - 15:25

    Naja, nach 60 Jahren als Priester sollte man das wolkig-sinnlose Fabulieren ja auch langsam gelernt haben…

  10. #10 von Quax am 14. September 2016 - 19:19

    „Auf die Frage von Peter Seewald, wo man diesen Gott denn verorten könne, erklärt das frühere Kirchenoberhaupt, dass es keinen Ort gibt, wo Gott throne, da Gott selber der „Ort über allen Orten“ sei.“
    Das sagen ja auch viele Muslime. Wie auch viele Christen widersprechen würden.
    „https://youtu.be/qE5_eshRDlk“

  11. #12 von Noch ein Fragender am 15. September 2016 - 14:43

    Gott ist die „Realität, die alle Realität“ trägt

    Alle Realität wird getragen von einer Realität.

    Ist die „tragende Realität“ Teil von „alle Realität“?

    Und von welcher „Realität“ wird die „tragende Realität“ getragen?

    Hat sich hier jemand in die mittelalterliche Philosophie des „ens realissimum“ vergallopiert?

    Interessant dazu Schopenhauer:

    Das ens realissimum (allerrealste Wesen) der Scholastiker — diese groteske Vorstellung eines Inbegriffs aller möglichen Realitäten ist von Kant zu einem der Vernunft wesentlichen und notwendigen Gedanken gemacht worden. Es ist aber so weit davon entfernt, ein der Vernunft wesentlicher und notwendiger Gedanke zu sein, dass er vielmehr zu betrachten ist als ein rechtes Meisterstück von den monströsen Erzeugnissen eines durch wunderliche Umstände auf die seltsamsten Abwege und Verkehrtheiten geratenen Zeitalters, wie das der Scholastik war. Bei den Philosophen des Altertums ist vom ens realissimum nirgends eine Spur. (W. I, 602—605.)

    http://www.schopenhauers-kosmos.de/Ens%20realissimum

  12. #13 von awmrkl am 15. September 2016 - 15:34

    Gott ist die „Realität, die alle Realität“ trägt

    da Gott selber der „Ort über allen Orten“ sei

    religiöser Dadaismus in Perfektion 🙂