Bedford-Strohm beklagt kirchliche Judenfeindschaft

Kirchlicher Antisemitismus ist nach den Worten des obersten Protestanten Heinrich Bedford-Strohm bis in die Gegenwart verbreitet. Es sei „besonders schmerzlich“, dass man auch in den christlichen Gemeinden auf Judenfeindschaft stoße, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Montagabend in München.

[http://de.radiovaticana.va/news/2016/09/13/bedford-strohm_beklagt_kirchliche_judenfeindschaft/1257700

  1. #1 von Unechter Pole am 13. September 2016 - 23:25

    Wie kann man als Protestant so dreist sein und sich von der Lehre des Obervaters Luther ausgerechnet im Vorfeld des Lutherjahrs loszusagen?

  2. #2 von Torchy am 14. September 2016 - 03:51

    Judenfeindlichkeit ist also „besonders schmerzlich“, wenn sie in Christengemeinden vorkommt?

    Nein, Herr BS, Judenfeindlichkeit ist immer gleich schmerzlich! Aber Ihre Aussage zeigt wunderbar, dass Ihnen Verbrechen ziemlich egal sind, wenn keine Christen involviert sind, und Ihnen das Image Ihrer Organisation wichtiger ist als die Gefühle Andersdenkender! Es geht Ihnen NUR um die Vernebelung der antijudäischen Gesinnung ihres Sektengründers!

  3. #3 von Skydaddy am 14. September 2016 - 07:18

    Ich stimme Torchy zu, will aber hinzufügen:

    Es mag ja besonders „schmerzlich“ sein, wenn Judenfeindschaft bei Christen vorkommt. Es ist aber auch besonders naheliegend. Denn nur im Christentum werden die Juden als Gottesmörder präsentiert. Heute in Europa sicher weitgehend nicht mehr verbal, aber im Neuen Testament eben schon. So schmerzlich, dass man deswegen sein heiliges Buch ändern würde, ist die christliche Judenfeindschaft dann wohl doch nicht.

  4. #4 von Gerry am 14. September 2016 - 08:14

    @ Skydaddy

    Wobei ich die Sache mit den „Gottesmördern“ schon lange ziemlich putzig finde. Ohne diesen „Gottesmord“ würde ja DAS zentrale Element des Christentums fehlen.
    Zudem ja die „Gottesmörder“ auch noch den Plan dieses Gottes ausgeführt haben.

    Von daher sollten die Christen also nicht für eine Bekehrung der Juden beten und mindestens einen Feiertag derselben Bedeutung wie Ostern zugunsten der Juden einführen.

    Aber hey, wären Religioten gut in Logik, wären sie nicht mehr lange Religioten 🙂

  5. #5 von deus ex machina am 14. September 2016 - 08:38

    „Kirchliche Judenfeindschaft“ – im Gegensatz zu welcher anderen denn? Atztekische Judenfeindschaft? Der Mann beklagt sich über eine der Grundsäulen seiner Religion, die auch ein lange Zeit exklusives Merkmal dieser war Religion war.

  6. #6 von deus ex machina am 14. September 2016 - 09:55

    „Beide Religionen sollten heute ihre geschwisterlichen Ursprünge öffentlich deutlich machen.“

    –> Ich lese wohl nicht richtig? Der Mann muss ja sehr interessante Familienverhältnisse haben, wenn er die Nachkommen von etwas als dessen Geschwister bezeichnet. Das Christentum ist ein Kind des Judentums, eine außer Kontrolle geratene Abspaltung, die ihre eigenen Urspruenge als solche nicht wahrhaben will.

  7. #7 von klafuenf am 14. September 2016 - 09:58

    So so. Ist er da auch endlich draufgekommen? Vielleicht will er sich auch unsere Ausstellung zum Thema ausleihen? http://gbs-rhein-neckar.de/golgatha-auschwitz