Gipfelkreuze: Kardinal Schönborn stellt kritische Gegenfrage an Messner

Kardinal Christoph Schönborn hat dem früheren Extrembergsteiger Reinhold Messner nach dessen Äußerung „Gipfelkreuze gehören nicht auf den Berg!“ eine Reihe kritischer „Gegenfragen“ gestellt: „Haben wir die Berge erschaffen? Sind wir die Eigentümer dieser Welt? … Ist es nicht eine Freude, am Gipfel des Berges dem Schöpfer zu danken?“ Das hätten unsere Vorfahren gewusst, die die Gipfelkreuze errichteten, so der Wiener Erzbischof. „Sind wir so viel gescheiter geworden als sie?“

(…)

„Das Kreuz ist das christliche Symbol schlechthin. Die Gipfel aber, die doch der ganzen Menschheit gehören, sollen nicht mit dieser einen Weltanschauung besetzt werden“, so der Standpunkt des Südtirolers. Dem hält der Kardinal entgegen: „Gerade heute tut es uns gut, an den Schöpfer erinnert zu werden. Wem verdanken wir die Schönheit der Berge?“

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[http://www.kathpress.at/goto/meldung/1416269/schoenborn-stellt-kritische-gegenfrage-an-messner

  1. #1 von heiße Luft am 10. September 2016 - 10:22

    Ist es nicht eine Freude, am Gipfel des Berges dem Schöpfer zu danken?“
    Wer das will kann das gerne tun, aber das geht auch ohne die christlichen Piss marken.

  2. #2 von Charlie am 10. September 2016 - 10:27

    Ist es nicht eine Freude, am Gipfel des Berges dem Schöpfer zu danken?“ Das hätten unsere Vorfahren gewusst, die die Gipfelkreuze errichteten, so der Wiener Erzbischof. „Sind wir so viel gescheiter geworden als sie?“

    Verdammt, Ja!!! Und wem danken die, die abgestürzt sind?

    Die Gipfel aber, die doch der ganzen Menschheit gehören, sollen nicht mit dieser einen Weltanschauung besetzt werden“, so der Standpunkt des Südtirolers. Dem hält der Kardinal entgegen: „Gerade heute tut es uns gut, an den Schöpfer erinnert zu werden. Wem verdanken wir die Schönheit der Berge?“

    Die Menschheit hat gefälligst den christlichen Gott anzubeten, gelle. Schönheit ist immer subjektiv! Und die Alpen verdanken wir Italien!

  3. #3 von omnibus56 am 10. September 2016 - 11:01

    @heiße Luft und Schönborn

    Wenn „der Schöpfer“ ‚Plattentektonik‘ heißt…, bitte sehr, dankt ihr so viel ihr wollt. Aber was die Plattentektonik mit dem christlichen Kreuz, dem islamischen Viertelmond (fälschlicherweise genannt ‚Halbmond‘), dem Buddha, einem Indianer-Totem oder was auch immer ein Religiot auf den Berggipfel pflastern will, zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

    @Schönborn
    Die Schönheit der Berge ist ein Gefühl von Bergfreunden und entsteht in deren Kopf. Aus sich selbst ist nichts schön. Die Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters und wird daher erst von diesem „geschöpft“ (erschaffen). Wollte man also dem „Schöpfer der Schönheit der Natur“ danken, müsste jeder, der irgendwo vorbeikommt, wo es ihm besonders gut gefällt, sich selbst ein Denkmal setzen. Da wäre es schnell vorbei mit Schönheit schöpfen.

    Und ja, wir sind sehr viel klüger geworden – zumindest einige von uns.

  4. #4 von Skydaddy am 10. September 2016 - 11:42

    Die christlichen Pissmarken erinnern nicht an den „Schöpfer“ (als ob die „Schöpfung“ dazu nicht ausreichte …), sondern an die penetrante Aufdringlichkeit der Christen.

  5. #5 von Gerry am 10. September 2016 - 12:07

    Sind wir so viel gescheiter geworden als sie?

    Ich schon, du nicht Schönborn!

    Gerade heute tut es uns gut, an den Schöpfer erinnert zu werden.

    Und in wiefern erinnern Gipfelkreuze an das FSM?

  6. #6 von user unknown am 10. September 2016 - 13:22

    Haben wir die Berge erschaffen? Sind wir die Eigentümer dieser Welt?

    Nein, Ihr Christen habt die Berge nicht geschaffen, seid nicht die Eigentümer der Berge und dürft sie deswegen nicht okkupieren.

    Sammelt die Kreuze ab, fahrt aufs Meer, zu den großen Untiefen, die ihr auch nicht geschaffen habt, und werft dort Eure Kreuze in die See.

  7. #7 von Noch ein Fragender am 10. September 2016 - 14:07

    „Gerade heute tut es uns gut, an den Schöpfer erinnert zu werden. Wem verdanken wir die Schönheit der Berge?“

    Während der Herr Kardinal noch die Schönheit der Schöpfung lobt, hat der Schöpfer bereits eingesehen, dass das Ganze doch nicht so gut gelungen ist und plant, alles in die Tonne zu kloppen und einen neuen Himmel und eine neuen Erde (diesmal eine ohne Meer!) zu schaffen.

    1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr. …Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. 5 Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.

    Offenbarung 21, 1 ff

    http://www.bibleserver.com/text/EU/Offenbarung21

  8. #8 von Michael am 10. September 2016 - 14:24

    Wem verdanken wir die Schönheit der Berge?

    Kennt jemand ein paar gute und verständlich geschriebene Bücher zur Einführung in Geophysik, Klimageschichte etc., welche man dem Herrn Bischof empfehlen kann?

  9. #9 von oheinfussel am 10. September 2016 - 17:47

    „Haben wir die Berge erschaffen?

    Berge sind lediglich die komprimierte Form von Fusseln – die Antwort erübrigt sich also 😀

    Sind wir die Eigentümer dieser Welt?

    Steht nicht in ihren Märchenbuch, der Mensch solle sich die Erde untertan machen?

    Ist es nicht eine Freude, am Gipfel des Berges dem Schöpfer zu danken?

    Nein. Da steht man so schön auf einen berg, genießt die Aussicht, atmet frische Luft – und dann steht da so ein Ding mitten in der Gegend rum -.-

    Das hätten unsere Vorfahren gewusst, die die Gipfelkreuze errichteten, so der Wiener Erzbischof. „Sind wir so viel gescheiter geworden als sie?“

    Du kannst gerne für dich sprechen – andere sind über die Bronzezeit schon hinaus 😛

  10. #10 von Elvenpath am 10. September 2016 - 18:42

    „Kritische Gegenfrage“ ist jetzt aber satirisch gemeint, oder?

  11. #11 von Diamond Mcnamara am 10. September 2016 - 19:31

    Und der liebe Gott erschuf die tektonischen Platten noch v o r dem Menschen und der Rippenfrau. Was lehrt uns das? Wenn es ihn gäbe, wäre er ein ziemlich berechnender Sadist.

  12. #12 von Friedensgrenze am 10. September 2016 - 20:39

    Scheiß Schöpferideologie !

  13. #13 von Deus Ex Machina am 10. September 2016 - 22:36

    Der Artikel ist ein einziges großes Facepalm-Festival.
    An Schönborn sind rund 200 Jahre naturwissenschaftlicher Bildung spurlos vorbeigegangen. Wie Gebirge aufgefaltet werden ist längst bekann, und doch bringt er gleich wieder seinen „Schöpfer“ ins Spiel. Dieser Mann ist höchstwahrscheinlich auch ein Kreationist im Schafspelz.

  14. #14 von Charlie am 11. September 2016 - 01:26

    @DEM

    Vor vielen Jahren hat er sich als dummer Kreationist geoutet und ruderte nach berechtigter Kritik zurück. Unter Seinesgleichen ist er natürlich weiterhin ein ID-Anhänger.

  15. #15 von user unknown am 11. September 2016 - 03:53

    Die meisten sind Teilzeitcreationisten. Sie können in den Naturwissenschaftsmodus umschalten und alle Erkenntnisse der NaWis annehmen, aber wenn es ihnen in den Kram passt, dann wird die Schöpfungstheorie wieder aus dem Koffer geholt. Keinesfalls werden die Begriffe Schöpfer, Schöpfung und Geschöpfe in Frage gestellt.

    Die Schöpfungsgeschichte soll eine Art Gleichnis sein, für das, was Gott wirklich getan hat um den Menschen zu schöpfen. Vielleicht die Naturgesetze und -konstanten erschaffen und vorab wissen, was daraus folgt.

    Es gibt natürlich auch die Hardcorecreationisten, die doch glauben, es war wie in der Bibel geschrieben, und die Erkenntnisse der NaWis sind eine Prüfung Gottes, also Gott hat Dinoknochen geschaffen, die er künstlich hat altern lassen – ein Wunder halt.

  16. #16 von Skydaddy am 11. September 2016 - 05:22

    ALLE Christen sind Kreationisten – die Frage ist nur, ob ihr Kreationismus evolutionskompatibel ist oder nicht.

    Das Glaubensbekenntnis beginnt schließlich mit den Worten:

    Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den SCHÖPFER DES HIMMELS UND DER ERDE.

  17. #17 von Yeti am 11. September 2016 - 10:24

    Schönborn ist Vollzeit-Kreationist.
    In dem schmalen Bändchen „Evolution und Schöpfung“, das sind ein paar Vorträge auf einer „Tagung“ auf CastelGandolfo outet er sich ganz wunderbar.
    Hört sich den ganzen Tag Vorträge von richtigen Wissenschaftlern an und sagt hinterher „ja, aber Gott!“.
    m-(

  18. #18 von user unknown am 11. September 2016 - 16:25

    @Yeti
    Kein Widerspruch. Ich kenne diesen Schönborn und seine Aussagen nicht näher – gut möglich, dass er weit tiefer in der antiwissenschaftlichen Suppe drinsteckt als andere.

    Vielleicht kann man mehrere Stufen kreationistischer Ideologie unterscheiden, von unbekümmertem Sprach- und Metapherngebrauch (Schöpfer, Schöpfung) über ideologische Legitimierung (Gott hat man Mann und Frau geschaffen, deswegen soll es keine Homoehe geben) hin zu „Die biblische Schöpfungsgeschichte ist Wort für Wort wahr“.

  19. #19 von manglaubtesnicht am 11. September 2016 - 21:00

    Je nach Umfrage sind in D-A-CH 13-18% Junge-Erde- und 20-25% der Leute Alte-Erde-Kreationisten, also sehen 30-40% die Welt – und damit auch die Berge, Herrn Schönborn und Lungenkrebs – als Schöpfung Gottes an.

    Darunter werden fast alle Kardinäle sein.

  20. #20 von Netizen am 11. September 2016 - 21:59

    „Gerade heute tut es uns gut, an den Schöpfer erinnert zu werden. Wem verdanken wir die Schönheit der Berge?“

    Ob ein Verschütteter diesem „Schöpfer“ wohl auch für die Lawine dankt? Oder ein Krebskranker für den Tumor?

  21. #21 von drawingwarrior am 12. September 2016 - 19:17

    Das sind keine kritischen Gegenfragen, dass ist das wütende Aufstampfen eines Kleinkindes, wenn es seinen Willen nicht kriegt.
    Diesen Creationistenscheiß kann sich der Herr Kardinal hinter den Spiegel stecken.
    An Messners Stelle hätte ich gesagt, dass ich wohl gerne die Schönheit der Berge genoessen will, aber diese blöden Balkengestelle verbauen einem total die Sicht.
    Im Übrigen gehören die Berge nicht einer bestimmten Religion, die ihre Jagdgründe mit Kreuzen markiert. Wie wäre es statt dessen mit der jeweiligen Landesflagge, und wenn zwei Länder an dem Berg liegen auch gern gemeinsam.
    Total schön fänd ich die Idee, die Gipfel dieser Welt so zu lassen, wie wir sie vorgefunden haben. Denn wenn es einen Gott gibt, bin ich sicher, dass er seine perfekte Creation nicht mit Holzbalken verunstaltet sehen möchte.