Benedikt XVI. bricht sein Schweigen

  • In einem neuen Buch über den emeritierten Papst Benedikt XVI. versucht Joseph Ratzinger, sich selbst und sein Pontifikat der Welt zu erklären.
  • Darin räumt Benedikt ein, er habe die politische Bedeutung seiner Regensburger Rede unterschätzt.
  • Mit der katholischen Kirche in Deutschland geht er hart ins Gericht.

(…)

Immerhin habe er Hunderte pädophile Priester entlassen und eine Schwulen-Seilschaft im Vatikan zerschlagen. „Ob sich wieder was bildet, weiß ich nicht.“

weiterlesen:

[http://www.sueddeutsche.de/politik/vatikan-bekenntnisse-eines-papstes-1.3151805

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  1. #1 von user unknown am 8. September 2016 - 11:02

    Eine Schwulen-Seilschaft im Vatikan zerschlagen? Sancto subito!

    Er beklagt einen „etablierten und hochbezahlten Katholizismus“ – wir wollen Namen hören! – samt „Überhang an ungeistlicher Bürokratie“ – Namen, mein Gutster – eine „Theoretisierung des Glaubens“ – Namen!

  2. #2 von schiffmo am 8. September 2016 - 11:31

    „Theoretisierung des Glaubens“ – das ist der Kerl doch selber. Kommt mit seinem pseudowissenschaftlichen Gelabere und Geschreibsel daher, füttert damit seine ganzen akademischen Theologentrolle, die nehmen das willig auf, und am Schluss beschwert er sich. Könnte er gerne, wenn er nicht damit „angefangen“ hätte.
    Und was zum Teufel soll eine „Schwulen-Seilschaft im Vatikan“ sein? Solange sich erwachsene katholische Kleriker gegenseitig und auf Augenhöhe lieb haben, kann daran doch nichts auszusetzen sein. Wenn es aber um Menschen geht, die Beziehungen ausnutzen (das Spektrum möglicher Straftaten könnte Erpressung umfassen) oder andere Umstände dazu ausnutzen, um andere sexuell zu nötigen oder schlimmer, dann gehört das juristisch verarbeitet. Eventuell vorkommende Beziehungen von Klerikern untereinander können da zwar eingebaut, aber nicht das eigentliche Problem sein. Warum schreibt er es also den Schwulen zu?

  3. #3 von Yeti am 8. September 2016 - 11:45

    Ratzinger schreibt ein Buch über Benedikt. Oder war’s andersrum?

  4. #4 von Noch ein Fragender am 8. September 2016 - 12:28

    … mit der katholischen Kirche in Deutschland ins Gericht. Er beklagt einen „etablierten und hochbezahlten Katholizismus“ samt „Überhang an ungeistlicher Bürokratie“,

    Nicht klagen, einfach das mit Hitler geschlossene Konkordat kündigen.

  5. #5 von ichglaubsnicht am 8. September 2016 - 21:09

    Das ZdK schlägt zurück
    [http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/sternberg-verteidigt-mitarbeiter-gegen-papst-kritik
    Sind Ex-Päpste der katholischer Lehrmeinung nach eigentlich auch noch unfehlbar oder ist die Unfehlbarkeit mit dem Rücktritt abgelaufen?

  6. #6 von user unknown am 8. September 2016 - 22:33

    Der Papst ist nur unfehlbar, wenn er Ex-Kathedra spricht, was m.W. soviel heißt, dass er sich im großen Pomp hinstellt und verkündet, dass das, was er jetzt gleich verkündet, eine unfehlbare Aussage ist, wobei die Aussage, dass er jetzt gleich unfehlbares verkünden wird daran krankt, nicht selbst unfehlbar zu sein, was sich auch nicht dadurch heilen lässt, dass er zuvor erklärt, dass die folgende Unfehlbarkeitserklärung selbst unfehlbar ist, aber für Katholiken reichts.

  7. #7 von Hal am 9. September 2016 - 09:21

    @uu

    Wenn ich mich recht erinnere ist das erst seit achtzehnhundertschlagmichtot so. Ob die Verkündung der besonderen Unfehlbarkeit nicht auch daran krankt, dass der Papst der diese erfunden hat in dem Augenblick Unfehlbar gewesen sein soll. Empirisch gibt es genug Hinweise auf klerikale Fehlbarkeit, vom obersten Kleiderständer bis zum kleinen Kinderschänder, alle behaupten regelmäßig groben Unfug.

  8. #8 von schiffmo am 9. September 2016 - 09:52

    @uu, #6: Soweit ich weiß, ist er nur dann unfehlbar, wenn er entsprechend den Stallregeln seiner Vereinigung dort rumsitzt:
    [https://de.wikipedia.org/wiki/Lateran#/media/File:Rom,_San_Giovanni_in_Laterano,_Apsis_mit_Kathedra_des_Papstes.jpg
    Ich gehe mal schwer davon aus, dass in den Stallregeln steht, dass das nur der Bergoglio, der sich Franzi nennt, darf, also: abgelaufen. Er hat das Abo gekündigt.