Bosbach: ‚Wir haben eine christlich-jüdische Tradition‘

CDU-Politiker: Er könne den Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ „nicht unterschreiben“ – Fordert nach CDU-Wahldebakel in Mecklenburg-Vorpommern einen Kurswechsel in Flüchtlingspolitik

[http://www.kath.net/news/56587

  1. #1 von manglaubtesnicht am 7. September 2016 - 22:33

    Die jüdischen Leute, die ich kenne, sehen das mit der „christlich-jüdischen Tradition“ nach 2000 Jahren christlichen Hasses eher skeptisch.

  2. #2 von user unknown am 8. September 2016 - 00:19

    Eher haben wir eine christlich-antisemitische Tradition. Luther, Wagner.

    Die Juden werden hier doch missbraucht, um sich gegen Rassismusvorwürfe zu immunisieren.

    Vor allem haben wir die Freiheit unsere Traditionen zu hinterfragen und aufzugeben, was uns nicht gefällt (Christentum) und eklektizistisch herauszupicken, was uns gefällt (Marzipankartoffeln).

    Kartoffeln sind auch keine urgermanische Tradition sondern via Sir Walter Raleigh (and curse Sir Walter Raleigh he was such a stupid get – Lennon/McCartney, womöglich aber auf den Tabak gemünzt, den er auch nach Europa führte) und Friedrich II nach Deutschland gelangt.

    Wer sich nur auf Traditionen beruft, der hat womöglich keine rationalen Argumente, sonst könnte er die ja bringen.

  3. #3 von Skydaddy am 8. September 2016 - 05:30

    „Christlich-jüdusche“ Tradition meint wohl, dass jahrhundertelang Juden von Christen ermordet wurden.

    Stichwort Judensäue, Ecclesia und Synagoga.

  4. #4 von Skydaddy am 8. September 2016 - 05:31

    Jüdisch-christlich wird ganz klar als Abgrenzung zum Islam verwendet.

    Der Begriff als solcher macht, wie die anderen Kommentatoren schon ausgeführt haben, keinen Sinn.

  5. #5 von Skydaddy am 8. September 2016 - 05:37

    Im Übrigen sind „Traditionen“ genau der Grund, weshalb es überhaupt bestimmte Gesetze braucht, die diese verbieten. Z.B. zur Gleichberechtigung von Mann und Frau, Gleichstellung unehelicher Kinder, gegen die Züchtigung von Kindern, Tierkämpfe usw. Hoffentlich irgendwann auch Beschneidung und Schächten ohne Betäubung.

    De Erwähnung von „Tradition“ ist kein Argument, sondern ein Alarmsignal.

  6. #6 von deradmiral am 8. September 2016 - 09:01

    Der Islam hat auch eine christlich-jüdische Tradition. Also Buddhisten ausweisen und Muslime einreisen lassen, oder?

  7. #7 von Jesinchen am 8. September 2016 - 09:28

    Ekelhaft wie Bosbach den christlichen Antisemitismus als schützenswerte Tradition glorifiziert.

    Ja, Deutschland hat eine christlich-jüdische Tradition, und wer nur ein Funken Verstand und Menschlichkeit besitzt bricht mit dieser Tradition und verbannt sie in Geschichtsbücher und Museen. Nie wieder soll diese Tradition ihre Schrecken hier im Land verbreiten können.

  8. #8 von Yeti am 8. September 2016 - 11:56

    @Jesinchen: RAmen!

  9. #9 von Cassie am 8. September 2016 - 19:20

    Ich kenne viele orthodoxe Juden und Jüdinnen, aber kaum jemand von ihnen würde jemals den Begriff „jüdisch-christlich“ verwenden – wiewohl orthodoxe Juden oft mit christlichen Gruppen zusammenarbeiten, wenn es um gesellschaftspolitische Themen geht.

    Siehe z. B. hier:

    http://religion.orf.at/stories/2693854