Vom Glauben und Unglauben

Anselm Grün und Tomas Halik über die Frage nach Gott in einer gott-losen Zeit.

(…)

Halik pointiert über den Atheismus: „Wenn es in der Welt Atheisten und ihren Atheismus gibt, muss in ihr auch die zweite Möglichkeit, nämlich der Glaube, existieren, sonst würde das atheistische Leugnen keinen Sinn ergeben.“

[https://www.erzdioezese-wien.at/site/nachrichtenmagazin/magazin/buecher/article/51938.html

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  1. #1 von oheinfussel am 4. September 2016 - 20:38

    Was für eine gequirlte – na ihr wisst schon 😀

  2. #2 von deradmiral am 4. September 2016 - 20:40

    Halik behauptet, dass Atheisten nicht an den Glauben glauben, dabei glauben Atheisten einfach nicht an Götter. Der Templeton-Preisträger ist entweder doof oder lügt dreist. Außerdem „leugnen“ Atheisten nicht. Leugnen kann man nur etwas, von dem man weiß, dass es es gibt. Und bei Göttern ist es halt so, dass es für sie keinen Beweis gibt. Sonst müsste man nicht daran glauben. Man wüsste dann von Ihnen. (Arg!)

  3. #3 von K.Brückner am 4. September 2016 - 20:46

    Was für eine Logik, weil es Atheismus gibt muss es auch Glauben geben. Selten einen solchen Schwachsinn gehört. Er begründet seinen Glauben mit der Existenz des Atheismus. Raffinierter geht es nicht. Mit den Argumenten des Atheismus braucht man sich dann nicht mehr auseinandersetzen. Es gibt keine logische Erklärung für einen Gott, aber viele Argumente gegen seine Existenz.

    K.Brückner

  4. #4 von omnibus56 am 4. September 2016 - 22:52

    Aha, weil es Leute gibt, die ‚2+2=4‘ für richtig halten, muss es auch Leute geben, die ‚2+2=3‘ für eine offenbarte Tatsache halten, weil sonst… äh… was? Die Ersteren an ‚2+2=4‘ zu zweifeln beginnen? Wohl kaum!

    Da kann man mal sehen, was für ein „Niveau“ Templeton-Preisträger haben…

  5. #5 von Hal am 4. September 2016 - 23:12

    @omnibus56

    Sie könnten einfach nur geschickt sein.

  6. #6 von Deus Ex Machina am 4. September 2016 - 23:34

    „Nur weil es Nichtraucher gibt, muss es auch Raucher geben.“ Applaus Applaus!

  7. #7 von awmrkl am 5. September 2016 - 00:27

    Denen ist wohl keine intellektuelle Sauerei mehr zu schade, um sie nicht in ihr dreckiges Rennen zu schicken, igitt, wie eklig.

  8. #8 von F. M. am 5. September 2016 - 02:44

    Das ist so wie das Leugnen eines roten Ampelsignals. Die Ampel ist da, aber man leugnet, dass sie rot war.

    In diesem Sinne leugne ich konsequent, dass auf deutschen Autobahnen an den Autobahnkreuzen Ampelanlagen installiert sind, um den Verkehr zu regeln.
    Diese Aussage ist ungefähr so sinnvoll, wie die Behauptung obiger Religioten.

  9. #9 von Deus Ex Machina am 5. September 2016 - 07:51

    „Halik zeigt, dass nicht der noch so kämpferische Atheismus, sondern der Apatheismus, die Gleichgültigkeit dem Glauben gegenüber, die große Herausforderung für das Christentum der Gegenwart darstellt.“

    –> Oh, da hat wohl jemand gemerkt, dass er gegen uns kein Land kehr sehen wird und versucht uns nun kleinzureden.

    „Die beiden Autoren bürgen für denkerische und spirituelle Qualität:“

    –> Definitiv: NEIN!

  10. #10 von Skydaddy am 5. September 2016 - 07:57

    Haliks „Argument“ ist strunzdumm, denn es bestreitet ja niemand, dass es GLAUBEN gibt, sondern nur, dass dieser Glaube die Welt korrekt beschreibt.

    Zum „Konfessionslose und Kirche“ / Apatheismus hatte übrigens gestern die WDR-5-Sendung „Diesseits von Eden“ einen schönen Beitrag:

    [audio src="http://skydaddy.files.wordpress.com/2016/09/konfessionslose-und-kirche.mp3" /]

  11. #11 von Noch ein Fragender am 5. September 2016 - 10:38

    Ausgehend von den eigenen Glaubenserfahrungen und -anfechtungen zeigen Grün und Halik, wie der Glaube den Unglauben, den Zweifel und die Skepsis umarmen kann.

    Natürlich kann man mit Glaubensaufschwüngen den Zweifel und die Skeipsis „umarmen“. Frage ist nur, ob der ständige innere K(r)ampf von Glauben gegen Zweifel erstrebenswert ist und viel bringt.

    Die frohe Botschaft des Slkeptizismus: Niemand ist verpflichtet, irgend etwas zu glauben, an dem er Zweifel hat.

  12. #12 von user unknown am 5. September 2016 - 14:01

    wie der Glaube den Unglauben, den Zweifel und die Skepsis umarmen kann.

    Nein heißt nein.
    Ich will kein Küßchen von der fetten, alten Tante.

  13. #13 von Yeti am 5. September 2016 - 14:31

    @uu:

    Küßchen von der fetten, alten Tante.

    … die mir vorher noch das letzte Schoko-Eis mit einem selbstbespeichelten Taschentuch von der Schnüss abwischen will.
    Verpiss‘ Dich!

  14. #14 von namsawam am 6. September 2016 - 18:06

    @#5 von Hal am 4. September 2016 – 23:12

    Du hast mit Deinem angedeuteten Verdacht n.m.E. sicher Recht. Wer soviel Preisgeld (1,1 Mio £) wittert, wird ganz schnell korrupt – besonders, wenn er dann noch dazu einen Riesenzuwachs an Klientel (= zahlende Kunden) erwarten kann…

    Die Liste der bisherigen Preisträger liest sich dann auch wie die Fahndungsliste einer Antikorruptionstruppe:

    1973 Mutter Teresa (1910–1997)
    1974 Frère Roger (1915–2005)
    1975 S. Radhakrishnan (1888–1975)
    1976 Léon-Joseph Suenens (1904–1996)
    1977 Chiara Lubich (1920–2008)
    1978 Thomas F. Torrance (1913–2007)
    1979 Nikkyō Niwano (1906–1999)
    1980 Ralph Wendell Burhoe (1911–1997)
    1981 Cicely Saunders (1918–2005)
    1982 Billy Graham (* 1918)
    1983 Alexander Solschenizyn (1918–2008)
    1984 Michael Bourdeaux (* 1934)
    1985 Alister Hardy (1896–1985)
    1986 James I. McCord (1919–1990)
    1987 Stanley L. Jaki (1924–2009)
    1988 Inamullah Khan (1912–1997)
    1989 George MacLeod, Baron MacLeod of Fuinary (1895–1991) und Carl Friedrich von Weizsäcker (1912–2007)
    1990 Baba Amte (1914–2008) und Charles Birch (1918–2009)
    1991 Immanuel Jakobovits (1921–1999)
    1992 Kyung-Chik Han (1902–2000)
    1993 Charles Colson (1931–2012)
    1994 Michael Novak (* 1933)
    1995 Paul Davies (* 1946)
    1996 Bill Bright (1921–2003)
    1997 Pandurang Shastri Athavale (1920–2003)
    1998 Sigmund Sternberg (* 1921)
    1999 Ian Graeme Barbour (1923–2013)
    2000 Freeman Dyson (* 1923)
    2001 Arthur Peacocke (1924–2006)
    2002 John Polkinghorne (* 1930)
    2003 Holmes Rolston III (* 1932)
    2004 George F. R. Ellis (* 1939)
    2005 Charles Hard Townes (1915–2015)
    2006 John D. Barrow (* 1952)
    2007 Charles Taylor (* 1931)
    2008 Michał Heller (* 1936)
    2009 Bernard d’Espagnat (1921–2015)
    2010 Francisco J. Ayala (* 1934)
    2011 Martin Rees (* 1942)
    2012 Tenzin Gyatso (* 1935)
    2013 Desmond Tutu (* 1931)
    2014 Tomáš Halík (* 1948)
    2015 Jean Vanier (* 1928)
    2016 Jonathan Sacks (* 1948)

    Dawkins zufolge wird hier „ein sehr großer Geldbetrag in der Regel einem Naturwissenschaftler übergeben, der bereit ist, etwas Nettes über Religion zu sagen“.

    Nach obiger Liste muß man ergänzen:

    …oder einem Religioten, der bereit ist, etwas Nettes über Naturwissenschaftler zu sagen.

    Denn schnell kann man die bekannte Kritik an diesem Preis schon rein statistisch sehr gut nachvollziehen, wenn man findet, daß von den heute 46 Preisträgern 34 Religioten, 23 auschließlich Religioten und nur 14 Naturwissenschaftler waren resp. sind.

    (Auf Wunsch gerne Einzelheiten)