Umfrage: Briten mehrheitlich für Burkaverbot

In Großbritannien treten einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage zufolge 57 Prozent der Befragten für ein Verbot der Vollverschleierung in Form einer Burka in der Öffentlichkeit ein. Auch für ein Burkini-Verbot treten viele Befragte ein.

weiterlesen:

[http://religion.orf.at/stories/2794274/

Advertisements
  1. #1 von Thorsten am 1. September 2016 - 17:09

    Ein Verbot würde eh nur ein Symptom, nicht die Ursache bekämpfen (…dürfen die Frauen in Zukunft halt das Haus nicht mehr verlassen …) und dass das ganze unter Sicherheitsaspekten, quasi als Anti-Terror-Maßnahme, diskutiert wird schlägt dem Fass eh den Boden aus.

  2. #2 von Willie am 1. September 2016 - 21:03

    (…dürfen die Frauen in Zukunft halt das Haus nicht mehr verlassen …)

    Wobei ich mich dann frage: Wer kauf ein? Der Mann bei Frauenarbeit?

  3. #3 von user unknown am 1. September 2016 - 21:56

    (…dürfen die Frauen in Zukunft halt das Haus nicht mehr verlassen …)

    Das finde ich inzwischen zu einfach gedacht. Ein Verbot kann ja hilfreich sein für, die sich nicht trauen auf eigene Rechnung ihre Distanz zur Religion zu zeigen.
    Die Schulpflicht wird ja für Mädchen mit Verschleierung auch nicht aufgehoben. Wer stellt denn Frauen mit Verschleierung ein? Meine Bäckerin ist türkisch, der Gemüseladen, manch Angestellte in der Apotheke. Sobald die sich verschleiern sind sie mich als Kunden los.

    Mit Schleier – welche Berufe stehen den Frauen noch offen? Kassierin im väterlichen Gemüseladen, Putze im Büro, wenn niemand mehr da ist, Hausfrau und Mutter, also wirtschaftliche Abhängigkeit und kulturelle Isolation.
    Wer von Euch würde eine Frau mit Vollschleier zum Grillen einladen? Wer würde sich mit einer zu Kaffee und Kuchen in einem Cafe treffen?

    In Saudi Arabien und im Iran drohen den Frauen Prügel und schlimmeres, wenn sie sich nicht verschleiern. Frauen, die sich hier freiwillig verschleiern demonstrieren ihre Solidarität mit den autoritären Regimen dort.

    Ein Vollschleier sagt nonverbal, dass alle anderen Frauen dreckige Huren sind. Man darf sich keinen Illusionen hingeben, wofür der Schleier steht, wieso er getragen wird, welche Folgen er hat.

  4. #4 von Noch ein Fragender am 1. September 2016 - 22:05

    Auch für ein Burkini-Verbot treten viele Befragte ein.

    Der Ganzkörperbadeanzug wird von Hautkrebsspezialisten empfohlen, weil er den Körper vor zu starker Sonneneinstrahlung schützt. Schon deshalb kann es nicht angehen, ihn an UV-gefährdeten Badestränden staatlich zu verbieten.

    Der politisch höchst umstrittene Burkini ist aus Sicht von Ärzten eine wirksame Methode zur Vorbeugung von Hautkrebs. Da die Wirkung von Sonnenschutzmitteln einer Studie zufolge begrenzt sei, wäre entsprechende Kleidung der beste Schutz, sagte der Präsident der Europäischen Vereinigung der Dermato-Onkologen, Claus Garbe, am Mittwoch in Wien.

    http://www.focus.de/gesundheit/news/burkini-debatte-hautkrebs-spezialisten-loben-das-kleidungsstueck_id_5884748.html

    Meine (zugegeben zynische) Voraussage: in naher Zukunft werden immer mehr gesundheitsbewußte Australier, Amerikaner und Europäer dieses Kleidungsstück tragen (vielleicht nicht nur Frauen, sondern auch Männer) und in einigen Jahren wird aus einer Minderheitenmarotte ein Modetrend werden.

  5. #5 von Hal am 1. September 2016 - 22:57

    Die grundsätzliche Problematik ist, Selbstbestimmung für Frauen. Religion ist da nicht hilfreich.

    Die Erkenntnis das Frauen keine zweitrangigen Menschen oder nur Gebärmaschinen sind scheint im religiösen Sumpf nicht angekommen zu sein -TRIGGER WARNING – Islam.

  6. #6 von Siegrun am 2. September 2016 - 08:29

    ..ich kann nur immer wieder auf die positiven Folgen eines Burkaverbotes in Richtung Freiheit hinweisen:
    lesenswert!

    [http://www.emma.de/artikel/burka-verbot-anderen-laendern-normal-333145

  7. #7 von Willie am 2. September 2016 - 12:12

    Es wurde auf den Hautkrebs hingewiesen

    Der politisch höchst umstrittene Burkini ist aus Sicht von Ärzten eine wirksame Methode zur Vorbeugung von Hautkrebs.

    Ja, das kann ein weiterer Schutz vor Sonnenstrahlen sein, aber wie hoch ist die Hautkrebsgefahr der Kopfhaut bei Frauen mit vollem Haar? Sollte man dann nicht auch die gleiche EInstellung zum Tschador vertreten, da dieser auch auf der Straße vor den Sonnenstrahlen schützt? Welche Tipps gegeben die Ärzte in diesem Zusammenhang an uns Männer?

    Warum kann man das Thema nicht als das diskutieren was es ist, ein Religionskampf? Für mich werden dort die Frauen ein weiteres Mal durch die religiöse Männerwelt „missbraucht“, da man sie auffordert und unterstützt unter dem Namen der Freiheit für ihre Unfreiheit zu kämpfen (z.B. Kopftuch im Gericht). Ja, subjektiv, aber mir kommt es so vor, als ob gerade dies Kopftuch- und Burkinivorderung/-nutzung von Frauen ausgeht, die hier sozialisiert wurden, ein eher liberales häausliche Umfeld hatten und bis vorgestern diese Teile noch nicht einmal genutzt haben.

    Nein, ich bin nicht für ein Verbot von Kleidungsformen, aber es sollte offen über diese Reliogotie diskutiert werden und damit eben auch an unserem, deuteschen Religiotensystem.