Logik ist nicht die Kernkompetenz von Religion – das zeigt das Ritual des Abendmahls

«Das ist mein Leib, das ist mein Blut.»

Jedem Katholiken dürfte dieser Satz geläufig sein. Diesen sagt der katholische Pfarrer nämlich, wenn er bei der Eucharistie während des Gottesdienstes eine Hostie in die Höhe hält.

Aber, wessen Fleisch und Blut soll die Oblate denn nun sein, die er an die Gläubigen austeilt?

Das Fleisch und Blut des Geistlichen? Nicht wirklich.

Sondern?

Richtig: Das Fleisch und Blut von Jesus.

[http://www.watson.ch/Blogs/Sektenblog/789748262-Logik-ist-nicht-die-Kernkompetenz-von-Religion-%E2%80%93-das-zeigt-das-Ritual-des-Abendmahls

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  1. #1 von Noch ein Fragender am 1. September 2016 - 01:13

    Aber, wessen Fleisch und Blut soll die Oblate denn nun sein, die er an die Gläubigen austeilt?

    Richtig: Das Fleisch und Blut von Jesus.

    Fleisch und Blut vom historischen Jesus, der seit 2000 Jahren tot ist?

    Oder Fleisch und Blut vom auferstandenen Christus, der gegenwärtig zur Rechten des Vaters sitzt?

  2. #2 von Willie am 1. September 2016 - 02:46

    Man müsste mal ausrechen, wieviel die da auf der ganzen Welt gleichzeitig verspeisen. Vielleicht wird ja ein Riese Goliath daraus. 😉

  3. #3 von Skydaddy am 1. September 2016 - 03:52

    Man könnte m.E. argumentieren, dass die RKK durchaus logisch argumentiert, aber von falschen und offensichtlich dummen Annahmen ausgeht.

    Als Beispiel hier Papst Gregor der Große (540-604), warum man an das Fegefeuer glauben muss:

    Man muss glauben, dass es vor dem Gericht für gewisse leichte Sünden noch ein Reinigungsfeuer gibt, weil die ewige Wahrheit sagt, dass, wenn jemand wider den Heiligen Geist lästert, ihm weder in dieser noch in der zukünftigen Welt‘ vergeben wird (Mt 12,32 EU). Aus diesem Ausspruch geht hervor, dass einige Sünden in dieser, andere in jener Welt nachgelassen werden können.

    Das Problem der Theologie, speziell der katholischen, besteht darin, dass das bereits Geglaubte immer als unantastbare Wahrheit gilt. Bei Unstimmigkeiten kann man deshalb nicht einfach „störende“ Vorstellungen eliminieren, sondern muss immer neue Vorstellungen erfinden, um die Widersprüche aufzulösen. Diese neuen Erfindungen können dann auch wieder nie eliminiert werden usw.

    Üblicherweise führt das nur dazu, dass das ursprüngliche Problem verlagert wird, so dass es nicht mehr so offensichtlich ist.

    So scheint z.B. die obige „Logik“ das angesprochene Problem zu lösen, führt dann aber logisch zwingend zu dem Schluss, dass entweder Jesus während seiner Zeit auf Erden (vor seiner Kreuzigung und in den 40 Tagen danach, als er mit seine Jünger lehrte) „vergessen“ hat, das Fegefeuer zu erwähnen, oder dass alle Apostel „vergessen“ haben, diese Lehre Jesu weiterzugeben.

    Pech für die Christen der ersten 500 Jahre, denen nach ihrem Tod, wo sie erwarteten, in den Himmel zu kommen, im Fegefeuer ein böses – und überraschendes – Erwachen beschwert war …

    Sobald das hier von mir angesprochene Problem populärer wird, werden sie dann eine Erklärung dafür suchen müssen, weshalb Jesus nichts über das Fegefeuer gesagt hat.

    Aber egal, was dabei herauskommt: Es heißt nichts anderes, als dass Christen nie wissen können, ob ihr Glaube oder das Jenseits nicht noch eine unerwartete Überraschung bereit hält.

    Ich stelle mir gerade vor, wie Jesus nach seiner Himmelfahrt von Gott empfangen wird:

    Gott: „Hast Du sie auch auf das Kleingedruckte hingewiesen?“

    Jesus: „Welches Kleingedruckte?“

  4. #4 von itna am 1. September 2016 - 10:30

    Eklig. Zombiekult, staatlich mit Milliarden unterstützt.

  5. #5 von Siegrun am 1. September 2016 - 12:43

    @ skydaddy: wenn ich nicht irre, dann hat B16 doch das Fegefeuer ohnehin abgeschafft…;D

  6. #6 von Noch ein Fragender am 1. September 2016 - 13:29

    @ #5 Sigrun

    B16 doch das Fegefeuer ohnehin abgeschafft…

    Das Fegefeuer hat B 16 nicht abgeschafft, nur die Vorhölle (limbus) für ungetauft verstorbene (und deshalb von der Erbsünde nicht erlöste) Kinder. Reif für die „richtige“ Hölle sind diese noch nicht, da Babys sich nicht bewusst (Ungehorsam!) gegen Gott entscheiden können.

    http://www.welt.de/debatte/weblogs/Alan_Poseners_Blattkritik/article6064158/Benedikt-schafft-die-Vorhoelle-ab-und-mit-ihr-die-Erbsuende.html

  7. #7 von Noch ein Fragender am 1. September 2016 - 13:35

    Nachtrag zu #6

    Entschuldigung, Siegrun, ich habe deinen Namen falsch geschrieben. 🙂