De Maizière: Wir wissen nicht mehr genau, wer wir sind

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) beklagt ein mangelndes Nationalbewusstsein der Deutschen. Auch die abnehmende Zahl überzeugter Christen in der Bundesrepublik bereitet dem Politiker Sorge.

[http://www.evangelisch.de/inhalte/137869/31-08-2016/de-maiziere-wir-wissen-nicht-mehr-genau-wer-wir-sind

  1. #1 von K.Brückner am 31. August 2016 - 20:44

    Er müsste sich Gedanken machen, wenn überzeugte Demokraten abnehmen. Wenn Träumer und Illusionisten, vielleicht sogar religiöse Fundamentalisten abnehmen ist das ein Grund zur Freude.

    K.Brückner

  2. #2 von meteo am 31. August 2016 - 21:13

    Vielen dank für die Steuern der überzeugten Atheisten! Nachdem sie die missionarische Politik der Bundesregierung mitfinanzieren mussten (in meinem Fall etwa 4 mal so viel Geld wie ich an humanistische Vereine schicken konnte, während meiner ganzen Zeit in Deutschland), müssen sie sich solche Sachen anhören, oder zum Beispiel, dass die Terroristen in Paris „gottlos“ waren, etc…

  3. #3 von oheinfussel am 31. August 2016 - 21:16

    Er kann gerne von sich ausgehen und für sich sprechen – bei allen anderen sollte er den Ball flach halten – seeeeeehr flach

  4. #4 von user unknown am 31. August 2016 - 23:57

    Es erschwere die Integration von Muslimen, dass sie auf eine Gesellschaft mit einem „verunsicherten christlichen Selbstbewusstsein stoßen“.

    Ein barockes Menschenbild.

  5. #5 von Kappa am 1. September 2016 - 08:57

    Gut dass wir in der Politik überdurchschnittlich viele Christen haben, die werden das schon noch hinbekommen.
    Aktuell denke ich da z.B. gerade an eine Petra Hinz:)

  6. #6 von deus ex machina am 1. September 2016 - 09:08

    Zitate aus dem Elfenbeinturm:es sind unsere Politiker, die nicht mehr wissen, wer wir und wer sie sind.

  7. #7 von dezer.de am 1. September 2016 - 09:31

    Ich kapiere dieses „Nationalding“ nicht. Das ist doch ein komplett abstrakter Begriff. Ähnlich wie Ehre. Ich bin ein Mensch mit Verwandten und Bekannten und Freunden. Scheissegal wer sich irgendwann mal einen Namen für ein bestimmtes Stückchen Erde ausgedacht hat auf dem ich geboren wurde. Sprache, Kultur, dass ist doch alles nur anerlernt. Genausogut kann ich in ein anderes Land ziehen und die dortige Sprache und Kultur annehmen. Nach dieser Nationallogik hätte ich ja dann mein inneres Menschsein ausgelöscht. Und das möchte ich doch arg bezweifeln.
    Richtig absurd wird es natürlich wenn man seinen aberglauben auch noch on top packt.

  8. #8 von itna am 1. September 2016 - 10:27

    Sorge bereiten mir eher Typen wie dieser verdummbibelte De Maiziere.
    Was waren nochmal überzeugte Christen? Die, die meinen, die Erde sei 6000 >Jahre alt und Frauen, Kinder, Andersdenkende und Liebende haben keine Rechte?

  9. #9 von awmrkl am 1. September 2016 - 11:59

    Wieder mal ein typisch „christliches“ Merkmal:
    „Die Misere“ schließt unter Umgehung aller anderen Erklärungsmöglichkeiten
    (zB ER alleine ist davon überzeugt, dass …)
    alleine aus seinem(!) Empfinden(!) auf
    — „Wir wissen nicht mehr genau, wer wir sind“
    — „mangelndes Nationalbewusstsein der Deutschen“
    … und meint, er hätte deswegen selbstverständlich recht!
    Typisch religiotische Arroganz.
    multiple Facepalm!

  10. #10 von schiffmo am 1. September 2016 - 13:24

    Sehr geehrter Herr de Maizière,

    warum weiß ich nicht mehr genau, wer ich bin? Es ist recht klar geregelt, welches Finanzamt mir das Geld abzieht. Das ist in so ziemlich jedem Staat so. Ebenso regelt so ziemlich jeder Staat, wie das Zusammenleben funktioniert, und welche Infrastruktur er zur Verfügung stellt, also welche Gegenleistungen es für die Steuern gibt.
    Abgesehen von den Schwierigkeiten, die mir Staaten bei der Auswahl des Finanzamts machen, gibt es noch andere Gründe dafür, nicht einfach zu einem (nur Beispiele) argentinischen, österreichischen oder nordkoreanischen Finanzamt zu wechseln. Eine Identitätskrise bekäme ich davon allerdings nicht.
    Zum Beispiel Innenpolitiker (das ist das, was Sie sind, Herr de Maizière) sorgen gelegentlich dafür, dass es schwierig wird, in seinem angeborenen Finanzamtsbezirk weiter zu leben, aktuell dafür bekannt sind die Innenbehörden in Syrien, Pakistan, Afghanistan, Nordkorea und China, aber auch die in der Türkei oder den USA, aus all diesen Ländern wurden in Deutschland Menschen aus Verfolgungsgründen Aufenthalt gewährt. Jeder Mensch kann in eine solche Situation kommen, ohne dass sie oder er groß Einfluß darauf hat, deshalb gibt es die Genfer Konventionen und das deutsche Asylrecht. Warum ein Mensch „nicht mehr genau weiß, wer sie/er ist“ ein schlechter Mensch sein soll, wie sie möglicherweise anzudeuten versuchen, und was das mit der Identifikation mit einem „Land“ zu tun hat, das erschließt sich mir nicht.
    Deutschland ist für viele Menschen ein sehr attraktiver Wohn- und Arbeitsort. Dabei meine ich nicht primär auf Flüchtlinge, die hier leben, sondern in erster Linie auf „Deutsche“, zum Beispiel im Sinne des aktuellen Staatsbürgerrechts, EU-Bürger und Menschen aus einer Vielzahl von Ländern, unter denen sich insbesondere auch die USA und Israel finden. Der Grund dafür ist, dass man in Deutschland ohne besonderes Risiko seine seine Meinung frei äußern und sich frei (außer, wenn man bestimmte Grundsätze bekämpft) für seine politischen Ziele einsetzen kann, und dabei weder in hohem Maße riskiert, von privaten Einzeltätern bedroht zu werden, noch staatlicherseits dafür verfolgt zu werden. Auch im letzten Punkt gibt es unrühmliche Ausnahmen, doch ich bin im Durchschnitt sehr zufrieden mit der Situation in unserem Land, wie sie ist.
    Nun gibt es aber eine recht große Anzahl von Menschen, die mit Ihrem Verständnis von Religion und Christentum nur ein klitzekleines Problem haben: Sie haben diese Dinge geprüft und sind für sich zum Schluß gekommen, dass die betrachteten Religionen und besonders das von Ihnen so geliebte Christentum keine höhere Wahrheit sind, sondern mit allergrößter Wahrscheinlichkeit menschliche Dichtung. Da diese Anzahl von Menschen darüberhinaus auch noch aufrichtig ist, sieht sie keinen Grund dafür, ihre Mitmenschen über ihre Weltsicht zu belügen, deshalb nehmen sie ihre staatlich garantierte Weltanschauungsfreiheit in der Weise wahr, dass sie bestimmte Religionen, aus statistischen Gründen meist das Christentum, offen ablehnen.
    Warum das dazu führt, dass man nicht mehr genau weiß, wer man ist, erschließt sich mir nicht. Im Gegenteil, wenn man gegenüber sich selbst und anderen so ehrlich ist, das so zu sehen und auszusprechen, spricht das dafür, dass man sich sehr intensiv mit sich auseinandergesetzt hat, d.h. sehr genau weiß, wer man ist.
    Gefährlich halte ich im Gegenteil die Ignoranz meiner Ansicht nach zu weiter Kreise unserer Volksvertreter gegenüber vielen Dingen, die von Nicht-Politikern (im weitesten Sinne, also auch z.B. keine Verbandsfunktionäre und andere Interessensvertreter) zum Teil auch sehr hörbar vorgebracht werden. Mir ist es sonnenklar, dass Ihnen mit Sicherheit viele Dinge vorgetragen werden, die sich bei näherer Betrachtung als absurd herausstellen. Doch gibt es immer wieder Menschen, zum Beispiel eben Verbandsfunktionäre oder Bundesverfassungsrichter, die, zum Teil in Ausübung ihres Amtes, Dinge sagen, die wirklich hochinteressant sind, aber, der Presselage nach, von Politikern und nachweislich auch von Ihnen, Herr de Maizière, kommentar- und wirkungslos vom Tisch gewischt werden.
    Viele Menschen stellen das fest, viele von ihnen wählen Parteien, die nicht erwarten lassen, dass sie an diesem Übel etwas verbessern, und zu wenige der Wähler Ihrer Partei hören auf, ebendiese zu wählen, meiner Meinung nach zumindest so lange, bis eine gewisse Vernunft wieder einzieht und begründete Ideen oder gar Einwände wieder so weit in das Wirken der Politiker und ganz besonders Ihr Wirken einziehen, dass man davon ausgehen kann, dass Sie nicht total an solchen politischen Meinungsäußerungen vorbeigehen. Wir wissen alle, dass man nicht alles haben kann, was man sich wünscht. Doch wenigstens in wichtigen Fällen, und das sind wesentlich mehr als die, zu denen Sie sich äußern, sollte man doch wenigstens inhaltlich auf Bürgermeinungen eingehen. Denn sonst bekommen Menschen leicht den Eindruck, dass Sie alleine nach ihrem „Bauchgefühl“, das zufällig häufig dem von Sicherheitsbehördenchefs entspricht, politisch handeln.
    In realistischer Erwartung eines Nicht-Echos von Ihnen,
    ein deutscher Staatsbürger, der recht genau weiß, wer wir sind, ohne allzuviel von „Nationalgefühl“ oder „Christentum“ zu halten.

  11. #11 von buddy am 1. September 2016 - 19:57

    Der Innenminister weiß nicht mehr genau, wer er ist. Sollte er sich da nicht schnellstens in Behandlung begeben?
    http://volkundglauben.blogspot.de/2016/09/merkel-schickt-thomas-de-maiziere-in.html