Das Rätsel um die gefällten Gipfelkreuze

Im deutsch-österreichischen Grenzgebiet sind mehrere Gipfelkreuze gefällt worden. Die Polizei ist ratlos: Wer macht so etwas? Und warum?

(…)

Ein religiöser Hintergrund? Offenbar handele es sich um jemanden, „der nicht damit klarkommt, dass auf jedem Berg ein Kreuz steht“, so Polizist Mayer. Es gebe zum Beispiel in der Schweiz eine Bewegung, die Kreuze auf den Gipfeln ablehne. Vielleicht ließ sich der Täter ja inspirieren?

weiterlesen:

[http://www.spiegel.de/panorama/justiz/scharfreiter-wer-zerstoerte-das-gipfelkreuz-a-1110097.html

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  1. #1 von namsawam am 31. August 2016 - 17:05

    Offenbar handele es sich um jemanden, „der nicht damit klarkommt, dass auf jedem Berg ein Kreuz steht“.

    Ach was.

    Der symbolische Schaden wiegt viel schwerer. Der Täter richtet sich offenkundig gegen christliche Symbolik.

    Toll.

    Hab‘ auch schon darüber nachgedacht, was man bes. gegen den geschichtsverfälschenden Unfug goldenes Kreuz auf der Wartburg tun kann (inkl. Sprengung). Die besitzergreifende Symbolik ist schon Zumutung und Unverschämtheit.

  2. #2 von Gerry am 31. August 2016 - 18:22

    Hier in der Gegend hat so ein Vollreligiot ein Kreuz aus Leuchtstoffröhren auf einem kleinen Hügel bei seinem Haus aufgestellt.
    Nicht nur wird schon genug Licht sinn- und nutzlos in die Gegend gestrahlt, inzwischen auch noch mit religiotischem Hintergrund….

  3. #3 von Gerry am 31. August 2016 - 18:24

    Wanderer beschrieben einen Verdächtigen vom Schafreiter als 30 bis 40 Jahre alt, 1,80 Meter groß, mit deutlichem Bauchansatz, dunkelblondem oder braunem Haar, Dreiviertelhose und grünlichen Knieschützern. Er habe eine schwarze Jacke dabeigehabt und über Kopfhörer laute Musik gehört – alles keine besonders auffälligen Merkmale.

    Aber kein Werkzeug?
    Was für nutzlose „Zeugen“.

  4. #4 von user unknown am 31. August 2016 - 23:17

    @Gerry
    Doch, doch, genau so stellt man sich doch den militanten Atheisten vor. Gut – Knieschützer und 3/4-Hose vielleicht nicht so zwingend. Das wiegt aber die schwarze Jacke auf.

  5. #5 von oheinfussel am 31. August 2016 - 23:42

    @uk

    Ich trage komplett schwarz – wie verdächtig macht mich das? Oo

  6. #6 von Skydaddy am 1. September 2016 - 09:00

    Christen … sie werden es nie kapieren.

    Erstens richten sich die Taten erkennbar nicht gegen christliche Symbolik allgemein, sondern gegen christliche Symbole an öffentlichen Plätzen, wo sie nicht hingehören.

    Zweitens kann auch nicht das Argument der Tradition angeführt werden: Traditionen haben sich selbstverständlich im Rahmen des Rechts zu bewegen, andernfalls sind sie aufzugeben.

    Es mag zwar rechtlich erlaubt sein, Gipfelkreuze aufzustellen, aber Ihr wisst, was ich meine.

  7. #7 von namsawam am 1. September 2016 - 10:52

    @#6 von Skydaddy am 1. September 2016 – 09:00

    Dein

    …öffentlichen Plätzen…

    müßte schon genauer abgegrenzt werden – schließlich ist z.B. der Domplatz in Köln auch ein öffentlicher.

    Wie ich in #1 bemerkte, scheint mir Geschichtsverfälschung und unpassende Besitzergreifung (Stempelaufdrücken) dazu dienlicher.

  8. #8 von user unknown am 1. September 2016 - 13:03

    @namsawam
    Ein guter Hinweis. Man könnte die ganzen Kirchen wie den Stuttgarter Bahnhof unter die Erde verfrachten…

  9. #9 von namsawam am 1. September 2016 - 13:38

    @uu

    Selbst unter Tage (gibt’s schon lange und einige) gilt der Blödsinn zur „höheren Ehre Gottes“ – Architektur-Oxymoron.

    Bringt also eher nichts. (Außer in D ca. 350 Jahre Arbeitsplatzsicherung für ca. 2 Mio. Leute.) Aber jede Menge Touristen.

    Schöne, filmreife Vorstellung.

  10. #10 von schiffmo am 1. September 2016 - 14:40

    Ein gewisser Reinhold Messner sagt: „Kreuze haben am Gipfel nichts verloren“.
    Ja, das ist der, der sich mit Bergen überregional auskennt.
    [http://www.sueddeutsche.de/bayern/alpinismus-reinhold-messner-kreuze-haben-am-gipfel-nichts-verloren-1.3144068

  11. #11 von Hal am 1. September 2016 - 15:12

    Aus einen eisernen Gipfelkreuz kann man andere Dinge basteln, dafür sind aber recht schwere Werkzeuge vonnöten. Mit einen Schneidbrenner kann das Metall erwärmt und verformt werden, mit z. B. einen Zirkel erweitert werden und es entsteht ein Friedenssymbol.
    Mit Thermit, welches sehr leicht herzustellen, aber schwer zu entzünden ist, könnte man auch kreativ arbeiten, es ist nur ungleich schwieriger.

    Anstatt Symbole zu vernichten ist es weit witziger sie zu übernehmen!

    Dieses Ding wäre eine Herausforderung:

  12. #12 von Gerry am 1. September 2016 - 15:40

    Mit Thermit, welches sehr leicht herzustellen, aber schwer zu entzünden ist

    Reicht dafür nicht ein Magnesiumband?
    Das hab ich damals mit dem Spiritusbrenner ausm Chemiekasten angezündet, sollte aber auch mit nem Feuerzeug gehen.

  13. #13 von namsawam am 1. September 2016 - 16:00

    … vermute, daß es Hal eher um Schau geht:

    Wegen der beeindruckenden Reaktion mit Lichteffekten und umher sprühenden Eisentropfen wird Thermit gerne in Showexperimenten eingesetzt.

    Was ist dagegen schon ein heimliches Ansägen???

  14. #14 von deradmiral am 1. September 2016 - 16:37

    Ich tippe auf den IS. Hat er sich noch nicht zur Tat bekannt?

  15. #15 von Hal am 1. September 2016 - 17:06

    @Gerry

    Es mag sein dass Magnesium heiß genug brennt, sonnst ließe sich etwas mischen (Mg und ein Oxidator?) welches sich als Initiator eignet. Etwas schwieriger wird es das fließende Eisen zu kontrollieren um einen erwünschten Effekt zu erreichen.

    Aber ich fürchte dass namsawam recht hat, für mich wäre der Prozess wichtiger als das Resultat. Als ich kleiner war, habe ich mir brennend einen Chemiebaukasten gewünscht, aber bekam nur einen Elektronikbaukasten. Etwas enttäuschend, aber damit konnte man auch Zeitzünder und anderes basteln.;) Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber schon alles mögliche aus Sperrmüllelektronik gebastelt, darunter ein Richtmikrophon. Sonnst war bengalisches Feuer und Stinkbomben (H2S) etwas was ich aus einfach zugänglichen Materialien herstellen konnte.

  16. #16 von namsawam am 1. September 2016 - 17:17

    Gipfelkreuzwert:

  17. #17 von Hal am 1. September 2016 - 22:01

    @namsawam

    Du magst Anglizismen verabscheuen, dennoch ist es unterhaltsam PC-Befürworter zu triggern. Die Internetsuchmaschinen tun mir nicht den gefallen Bilder der SS-Lebensrunen (mit Stahlhelm) ihrer Gräber zu zeigen. Wenn ich mich recht erinnere waren sie aus Birkenholz gefertigt (Frikorps Danmark) mit Armen die 45 Grad nach unten neigten.

    Selbst wenn Himmler einen germanischen Todeskult aufzubauen wünschte oder erfinden wollte so sind Symbole leicht zu erkennen. The church of scientology war ja auch nicht besonders neuschaffend, sie hat sehr, sehr viel – fast alles aus dem Christentum geklaut – selbst Mormonen sind Zuträger.

    Der Winkel macht den Unterschied. Lebensrune zeigt nach oben, der Tod entgegengesetzt und dazwischen ist das Folterinstrument der Christen.

    Habe ich mal wieder Godwins law erweckt – Elvenpath? – oder steckt etwas tieferes dahinter.

  18. #18 von namsawam am 2. September 2016 - 11:27

    @Hal

    Danke für Dein virtuoses Triggern (sic!). Ein schön typisches Exempel für die Wandlungsfähigkeit von allen Xenismen, deren Bedeutung zwangsläufig in der Gastsprache anfangs immer unsicher ist, bieten sie dort doch keinen oder nur unwesentlichen etymologischen Hintergrund. Denn zuerst bedeutete ‚triggern‘ nur ‚abziehen‘, ‚abdrücken‘. Heute aber schon – wie Deine Anwendung zeigt: ‚antreiben‘, ’neugierig machen‘. (Oder sollte ich Dich etwa falsch verstanden haben? – Schließlich ist ‚PC‘ auch ein kleiner Anglizismus)

    Godwin’s Law muß man nicht ernstnehmen. Ein ironischer, lukrativer Jux – nichts weiter. Dahinter dürfte sich aber die Erfahrung verbergen, daß die Mythen, die der Nationalsozialismus mißbrauchte, auch zu seiner üblen Unverwüstlichkeit beitrugen.

    Swastika, स्वस्तिक (Glücksbringer), sowohl 卐 als auch 卍, gibt es in erstaunlich vielen Formen und Wandlungen. Wenigstens noch zwei (Tesla, Azteken):

    [http://www.swastika.info/swde/wp-content/uploads/2016/02/sonnenrad-kalender-250×250.jpg

    [http://www.axishistory.com/images/stories/k/kryssing-christian-peder.jpg

    Das o.g. Dreifuß-Symbol hat sicher eine Bedeutung, die weit über die mißbräuchliche himmlersche NS-Absicht und -interpretation, wie Du sie wiedergibst, hinausging. S. Goethes Faust II.

    ‚Hakenkreuz‘ ist zwar eine einprägsame, aber dumm reduzierende Bezeichnung. ‚Sonnenrad‘ oder ‚-kranz‘ wäre richtiger.
    Die ‚Haken‘ deuten den Kreis, die Strahlen und die Bewegung an – die eigentliche Qualität.
    Dieses Symbol hat in erstaunlich vielen Kulturen ähnliche, wertvolle Inhalte. Und existiert schon mindestens 10.000 Jahre.

    Zur Beseitigung von solchen Symbolen taugt also noch nicht einmal der „Vater aller Bomben“, geschweige denn Feuerwerksmittel wie Thermit.

    Daß das Symbol für das Folter- und Hinrichtungswerkzeug der „Christen“ keine „Haken“ hat, zeigt also, daß seine barbarische Bedeutung Ziel ist. (N.b.: Das historische Kreuz für Mörder etc. war meist ein ‚T‚, da einfacher und billiger herzustellen und zu transportieren. Es wurde (wg. Holzsparens) immer wieder verwendet).
    Daher ist für dieses verwerfliche Symbol eine eingehende Thermitbehandlung durchaus angemessen.

    Danke, daß Du mich wiedermal getriggert hast.

  19. #19 von namsawam am 2. September 2016 - 11:33

    … ersetze bitte den zweite Link durch

  20. #20 von namsawam am 2. September 2016 - 11:35

    … und den dritten durch:

  21. #21 von Hal am 2. September 2016 - 18:44

    @namsawam

    Wankelmotor?

    Ach, der Major Kryssing (später SS-General, der höchst rangierende nichtdeutsche), der war wohl eher eine wertkonservative Hohlbirne als Nationalsozialist. Antikommunist und Patriidiot, aber nicht ein Nazi wie von Schalburg oder KB Martin. Ein fähiger Offizier, mehr im sinne der Wehrmacht als der SS, die Junkerschulen der SS bildeten nicht Offiziere im herkömmlichen sinne aus, es waren Parteisoldaten und deren Rangbezeichnungen spiegeln es wieder – wer als Untersturmhirni anfängt kommt nicht weiter.

    Schalburg und sein NSU-Gefolge war ganz der NS-Ideologie verfallen. Freikorps Danmark war trotz recht schlechter Führung eine gute Kampfeinheit, wie es sich in den Kämpfen in den Prypjatsümpfen zeigte, sie verteidigten die Verbindung zu einen fast eingekesselten Gebiet.

    Ich weiß nicht richtig was es mit den dreiarmigen Hakenkreuz auf sich hat, anderes als es ein dänisches Alleinstellungsmerkmal ist. Die gerundeten Haken sind aber dem Sonnenrad ähnlicher als der Hitlervariante.

    Abzug oder Trigger – egal – sie sind brauchbar. Komischerweise gibt es eine Überzeugung dass man nicht herausgefordert werden darf, das Kritik irgendwie Disrespekt oder rassistisch sein sollte. Als verwachsenes enfant terrible kann ich dem selbstverständlich nicht widerstehen.
    Es mag sein dass mit dem Schwinden der Religionen im Westen, sich ähnliche Ideologien bilden die mit dogmatischen Wahrheiten operieren – vielleicht sind Menschen einfach denkfaule Herdentiere – Schafe – mæææhææhææ.

    NSU – nationalsocialistisk ungdom (Jugend)

  22. #22 von namsawam am 3. September 2016 - 14:51

    Wankel nicht!

    Aber: Nikola Teslas geniales rotierendes 3-phasiges Magnetfeld.

    Für zum Lernen:
    https://www.edumedia-sciences.com/de/media/577-rotierendes-magnetfeld

  23. #23 von namsawam am 3. September 2016 - 14:55

    … vielleicht sind Menschen einfach denkfaule Herdentiere

    Du zweifelst?

    I.Ü. sind alle schrecklichen Kinder mehr oder weniger verwachsen – ich besonders (Pumpe).

  24. #24 von Hal am 3. September 2016 - 19:27

    Du zweifelst?

    Ja, denn in meinen Umfeld wäre diese These nur bedingt anwendbar, und ich bin mir bewusst dass ich auch denkfaul bin. 😀

    Könntest Du nicht ein paar Zuckerkügelchen schlucken wegen der Pumpe? Nicht dass es mich überraschen sollte, Du gehörst zu der Generation meiner Eltern und bist ein Rebell?

    Ich habe zwar Teslas Idee nur oberflächlich verfolgt, aber hat es etwas mit Drehstrom zu tun? Naja – Strom kann körperlich erfahren werden, ich würde es nicht empfehlen, aber es beseitigt jeden übernatürlichen Gedanken im Verhältnis zur Materie.

    Es mag zwar unbenommen sein Elvenpath als Kommentator zu erwähnen, nur scheint es mir dass er als Schwuler unter Christenverfolgungswahn, oder einen äquivalent leidet. Das Menschen dazu neigen ideologische Pakete zu übernehmen und diese vor-sich-hin-schieben. Wenn man einer unterdrückten Gruppe zugehörig ist muss man auch andere Unterdrückte beiseite stehen, egal ob sie offensichtliche Arschlöcher sind.

    Elvenpath – give me hell 😀