Verwaltungsgericht: Christliche Abtreibungsgegner haben korrekt gehandelt

Niederlage für die Stadt München: Sie will nicht in Berufung gehen

(…)

Anlass war die nun veröffentlichte Urteilsbegründung des Verwaltungsgerichts, nach der das Verbot der Gehsteigberatung des christlichen Vereins „Helfer für Gottes kostbare Kinder Deutschland“ vor einer Münchner Abtreibungspraxis durch die Stadt rechtswidrig war.

weiterlesen:

[http://www.kath.net/news/56484

  1. #1 von dezer.de am 30. August 2016 - 08:40

    So eklig diese Leute auch sind, eine offene tolerante Gesellschaft muss diese Leute aushalten können.

  2. #2 von deus ex machina am 30. August 2016 - 09:35

    Dann sollten doch auch die Kirchen ein paar atheistische Infostände zum Thema Kinderfickerei aushalten können? oder wie wäre es, wenn die „Kinderschützer“ sich mal um richtige Kinder und weniger um Zellklumpen bemühen würden? Sollen die doch vor den Kirchen demonstrieren! Aber nein, heilig ists Kind ja nur im Mutterleib, einmal auf der Welt ist es Freiwild.

  3. #3 von parksuender am 30. August 2016 - 11:59

    @dezer.de
    Wobei die Gehsteigberater nicht immer mir sauberen Methoden arbeiten. Broschüren mit Bildern getöteter Föten, dazu unwissenschaftliche Aussagen (Post-Abortion-Syndrom), Einredung von Schuldgefühlen, kleine Plastik-Püppchen, …
    Ganz ehrlich: Wenn ich einen Arzt aufsuche bei der ich eine wichtige Entscheidung treffe, die mich auch psychisch belastet, möchte ich vor dem Arzt-Besuch nicht noch zusätzlich belästigt werden.
    Was kommt als Nächstes? Esoteriker, die vor einer Onkologen-Praxis alternative Heilmethoden zur Krebstheraphie anbieten?

    Ich möchte das nicht tolerieren

  4. #4 von Willie am 30. August 2016 - 12:01

    @dezer

    Und dennoch ist es fragwürdig. Da dürfen Frauen in einer Notlage (ja ich sehe auch den freiwilligen Abbruch als Notlage, da die meisten Frauen es sich nicht leicht machen) auch noch öffentlich vorgeführt, an den Pranger gestellt werden – denn darum geht es doch, den anderen zu zeigen: Schaut her, hier ist eine böse Frau.

    Wenn ein Jurist in Foren Beratung macht bekommt er Probleme, da immer der EInzelfall betrachtet werden soll. Wenn dort bei Frauen, die einen Arzttermin wahrnehmen wollen, eine „Gehsteig-Beratung“ durchgeführt wird, dann ist das wieder zulässig. Ok, so wie es aussieht war das Verbot falsch begründet («Belästigung») und da es in D. auch „Heilpraktiker“ geben darf, die aus geworfenen Knochen ein benötigtes Globoli ermitteln, wäre es auch nicht verwunderlich, wenn selbst medizinische Gründe abgeschmettert worden wären.

  5. #5 von Gerry am 30. August 2016 - 13:19

    Wäre ich Frau und dort vor Ort, würde ich die „Gehsteigberater“ trollen.

    Für nen großen Fake-Babybauch sorgen und dann mit denen Spaß haben, so von wegen Abtreibung in der 35. Schwangerschaftswoche 🙂

  6. #6 von meteo am 30. August 2016 - 16:01

    @deus ex machina

    Neben jedem Missionierungsstand auf der Straße, wo bibelapologetische Bücher kostenlos verteilt werden, sollten Atheisten einen Stand haben, wo sie die vollkommen unbekannten Bücher mit Antworten darauf ebenfalls kostenlos verteilen würden. Sonst gibt es ein Quasi-Monopol der verfügbaren Information bei suchenden, vom Thema interessierten Leuten. Das Problem: im Gegenteil zu den Christen haben wir nicht das Geld dazu, und es gibt viel zu wenige Leute unter den Konsionslosen, die das machen möchten. Es ist 99.9% aller Konfessionslosen komplett egal, was andere Menschen glauben. Auf der anderen Seite sind zum Beispiel Christen oder Muslime äußerst motiviert, andere zu konvertieren: sie glauben, diese Menschen vor der ewigen Hölle zu retten. Das Dogma, alle Andersgläubigen würden nach dem Tod ewig leiden, ist eine furchtbare Waffe.

  7. #7 von Elvenpath am 30. August 2016 - 16:17

    Dann sollte man eine Gegenaktion starten und die „Gehsteigberater“ beraten, sprich ihnen richtig auf die Nerven fallen und sie mit allen legalen Mitteln behindern.

  8. #8 von Friedensgrenze am 30. August 2016 - 17:09

    „Die Stadt München hatte stets nur das Persönlichkeitsrecht der Frauen mit der Meinungsfreiheit der Gehsteigberater abgewogen und sich geweigert, das Lebensrecht des ungeborenen Kindes und die Glaubens- und Gewissensfreiheit des Vereins zur Gehsteigberatung in die Abwägung miteinzubeziehen“

    Individuelles Recht gegen das Recht einer Glaubensgemeinschaft. Hört sich an wie Scharia.

    An dieser Stelle sag ichs noch einmal: Die Grenze verläuft nicht zwischen Christentum zu Islam, sondern zwischen den einem Menschen zustehenden Rechten, hier das Recht über Bestimmung des eigenen Körpers, und dem eingebildeten Recht als Glaubensgemeinschaft Menschen oder Menschengruppen in ihrer Freiheit zu beschneiden, weil Gott, Allah, Jahwe oder der Führer das so will.

  9. #9 von Friedensgrenze am 30. August 2016 - 17:15

    Übrigens ein hübsches Braun habt ihr mir da verpasst.

  10. #10 von dezer.de am 30. August 2016 - 17:32

    @parksuender, willie: Die Gehsteigberatung muss natürlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmung stattfinden. Tut sie das, muss man es tolerieren, ansonsten natürlich nicht. Persönlich gebe ich euch recht. Ich möchte es auch nicht tolerieren. Aber ich weiss auch, dass ich nicht der Massstab der Dinge bin.
    @Gerry: Ich wäre auch für eine Gehsteigberatung dieser Gehsteigberater. Gerne kreativ.

  11. #11 von oheinfussel am 30. August 2016 - 17:42

    „Die Stadt München hatte stets nur das Persönlichkeitsrecht der Frauen mit der Meinungsfreiheit der Gehsteigberater abgewogen und sich geweigert, das Lebensrecht des ungeborenen Kindes und die Glaubens- und Gewissensfreiheit des Vereins zur Gehsteigberatung in die Abwägung miteinzubeziehen“

    Ja, böses München, pfui aus, geh dich schämen!
    Wie kann man nur die Persönlichkeitsrechte einer in Not geratene Frau über die Meinung von so ein paar §$%&§$“ stellen und ein paar Zellen nicht als wichtiger erachten, als das Leben der betroffenen Frau?

    Die können doch weiterhin gegen Abtreibung sein und zum Sterben verurteilte Föten, die durch Vergewaltigung gezeugt wurden auf die Welt bringen – keiner hindert sie daran!

    Da biste als Frau/Mädchen in so einer Lage und dann kommen solche Typen angerannt – ehrlich, das ist so dermaßen nicht hilfreich -.-

  12. #12 von Deus Ex Machina am 30. August 2016 - 17:43

    @ meteo:

    Ja, ich fände es lustig, wenn man – rein zufällig natürlich – neben den ZJ herlaufen würde, um an jeder Haustür eine Gegendarstellung zu ihren Positionen zu bieten.

  13. #13 von oheinfussel am 30. August 2016 - 17:48

    Ich nehme an, all diese „Lebensschützer“ haben Patenschaften von Kindern, spenden Blut, Knochenmark und sind eingetragene Organspender und kümmern sich um die Umwelt und den Schutz von Tieren, ja?

    Wisst ihr was?
    Ich, ich tue es!
    Ich spende, was ich kann, setze mich für Frieden und Respekt ein, soweit mir es möglich ist, geh mit gutem Beispiel voran, pflanze bewusst einheimische Arten, die Insekten, Kleintieren und Vögeln guttun und lebe möglichst umweltbewusst.

    Ich rette mehr Leben, als die meisten von diesen Gestalten aufreg bis fast zur Fussel-Detonation

  14. #14 von Yeti am 30. August 2016 - 18:11

    OT: Warum haben so viele Kommentatorinnen plötzlich neue Gravatare?
    Ich finde mich ja gar nicht mehr zurecht?
    @friedensgrenze: Braun? Für meine Augen geht das eher in’s Lila.

  15. #15 von oheinfussel am 30. August 2016 - 18:14

    @Yeti

    Ich überseh meine eigene Kommentare – weil ich dauernd nach meinem gewohnten Blau Ausschau halte Oo

  16. #16 von Yeti am 30. August 2016 - 18:15

    @fussel:

    Fussel-Detonation

    Ich kann mir das gerade ziemlich gut vorstellen, so eine Fussel-Detonation.
    Gestern ist mir beim Staubsaugen der Deckel des Staubsaugerbeutelbehälters (hach, Deutsche Sprack, geile Sprack) aufgegangen. Dann passieren bei meinem Sauger (AEG Vampyr, grins) komische Sachen. Vor allen Dingen passiert dann, dass ich nochmal Saugen muss.

  17. #17 von Yeti am 30. August 2016 - 18:19

    PS: Staubsaugerbeutelbehälter auf französisch, wörtlich rückübersetzt nach deutsch:
    Behalter des Beutels des Saugers des Staubes.

  18. #18 von oheinfussel am 30. August 2016 - 18:19

    @Yeti

    Da siehst du, wie gefährlich so etwas ist – aber sei unbesorgt – mit jedem freischwebenden Fussel verbreitet sich der fufselige Wille des Fussels noch mehr 🙂

    Moment – du benutzt einen Staubsauger? Oo

  19. #19 von Yeti am 30. August 2016 - 18:22

    @fussel:

    Ich überseh meine eigene Kommentare – weil ich dauernd nach meinem gewohnten Blau Ausschau halte Oo

    Deswegen habe ich ja meinen festen Gravatar eingerichtet.
    Entweder hat WordPress den Algorithmus geändert, mehrere oder ein großer Provider seinen IP-Range verschoben oder viele Leute einen neuen Rechner und oder Betriebssystem. Oder eine neue e-Mail Adresse.

  20. #20 von oheinfussel am 30. August 2016 - 18:26

    @Yeti

    Oder die Illuminaten stecken dahinter O.O

  21. #21 von dezer.de am 30. August 2016 - 18:28

    Mein gravatar hat sich nicht geändert 😛

  22. #22 von Yeti am 30. August 2016 - 18:30

    @fussel:

    Moment – du benutzt einen Staubsauger? Oo

    Ich bin leider dazu gezwungen. Ich beherberge nämlich (leider nur noch einen, der andere ist vor fast 4 Jahren gestorben) eine regelrechte Fusselkanone, aka. Kater (Karlo°). Ich mach’s aber so selten wie eben möglich, hochundheiligversprech!

    ° (er liegt da auf dem Platz wo früher meine Glotze stand, als ich noch eine hatte):

  23. #23 von oheinfussel am 30. August 2016 - 18:32

    @dezer.de

    Ich will wieder blau sein – Moment, irgendwie klingt das jetzt komisch Oo

    @Yeti

    Na gut, ich stufe das hier als Beichte ein und vergebe dir offiziell diese Sünde :-*

    Hübscher Kater 🙂

  24. #24 von Yeti am 30. August 2016 - 19:28

    @fussel: Mein Karlo sagt „Danke“ für das Kompliment.
    Fast noch schöner, nein anders, es war schließlich meine erste Katze und wir hatten ein richtig cooles „Verhältnis“, war mein Simba. Im Gegensatz zur Kuhkatze Karlo (überhaupt nicht verkuschelt, lässt sich aber überall Kraulen, auch gegen den Strich) war das ein Grautiger (komplett verkuschelt, aber wehe es ging an eine Stelle, die er nicht mochte oder gegen den Strich, das gab 4 schöne parallele Schnittwunden, ich habe leider kein digitales Foto gefunden, das hier ist von einem Papierabzug mit ArtRage mit „digital-Kohle“ abgemalt), ein älterer (Halb-?) Bruder von Karlo. Vor knapp 4 Jahren an einem Blutgerinnsel in der Bauchschlagader in der Tierklinik gestorben, mit ein paar Stunden Lähmungen und Schreien und Schmerzen, es war grässlich.

    (beim Draufklicken wird das groß)
    Die ersten fünf, sechs Jahre haben sich die beiden wie Yin und Yang zusammen zum Schlafen eingerollt. Herrlich.
    Ich vermisse den immer noch wie Sau. Ich glaube, wenn mein Karlo eingeht, wird’s mir richtig dreckig gehen.

  25. #25 von Yeti am 30. August 2016 - 19:30

    Upps? Oh, das lag direkt daneben und meine Zitterfinger … na egal.
    Gemeint hatte ich dieses Bild, weil man da das Gesicht sieht:

  26. #26 von oheinfussel am 30. August 2016 - 19:35

    @Yeti

    Welch schönes Tier 🙂

    Mir graut es auch vor dem Tag, wo unsere Hündin von uns geht – ich weiß, es wird meiner Frau echt so richtig, richtig mies gehen – an seine Tiere verliert man so schnell das Herz

  27. #27 von Yeti am 30. August 2016 - 19:51

    Wer ein Faible für Katzen hat, wird „Hallmarks of Felinity“ lieben, leider etwas kleine Bilder, weil damals die gängige Auflösung der Monitore noch nicht so hoch war wie heute, aber immer wieder klasse:
    https://toons.gotblah.com/hallmarks_of_felinity/

  28. #28 von oheinfussel am 30. August 2016 - 20:14

    @Yeti

    Das kannte ich noch gar nicht – ist aber klasse 😀

  29. #29 von Yeti am 30. August 2016 - 20:49

    @fussel:

    Das kannte ich noch gar nicht

    Als ich das entdeckt habe, saß ich noch an der Uni zwecks (nicht vollendeter) Doktorarbeit, das muss also so um das Jahr 199x gewesen sein. Möglich, dass Du damals noch gar nicht wusstest, was das Internet ist. grins.

  30. #30 von oheinfussel am 30. August 2016 - 20:52

    @Yeti

    Gut möglich 😀

  31. #31 von Hinterfragerin am 30. August 2016 - 20:53

    @ dezer

    Diese Leute haben grundsätzlich jedes Recht, ihre Meinung frei zu äußern. Die Frage ist doch, ob sie es dort und in dieser Form dürfen. Dass so etwas schlicht unhöflich ist, da sind wir uns wohl alle einig. Selbst wenn diese Leute, wie kath net behauptet und das Gericht anscheinend auch, immer respektvoll und höflich waren. Aus den USA kennt man ja auch genug Bilder, die weniger höfliche Protestler zeigen…

    Ich kann mich auch als Atheistin vor Moschee oder Kirche stellen und die Leute beim Gang zum Gebet religionskritisch zuquatschen. Sollte ich zumindest dürfen, ich wäre aber nicht überrascht, wenn es da in Deutschland Probleme gäbe. Wäre das aber höflich und einem respektvollen Austausch zuträglich? Nein. Und in der vorliegenden Situation gilt dies aufgrund der spezifischen Notlage der Frauen noch in viel höherem Maße.

    Wenn das stimmt, was kath.net schreibt, muss man aber schon stutzen. Denn dann ging es nicht einfach um einen Schutz der Meinungsfreiheit.

    „Laut Urteilsbegründung muss in der deutschen Rechtsordnung Raum bleiben, betroffene Frauen sensibel auf die Abtreibungsproblematik anzusprechen und ihnen Hilfen bei einer Entscheidung für das Kind aufzuzeigen (Az.: M 22 K 15.4369). Der Einsatz für das ungeborene Leben, um den es dem Verein gehe, sei „verfassungsrechtlich legitim“.

    Gericht: Der Verein hat Frauen immer respektvoll angesprochen

    Das Gericht bescheinigte den christlichen Lebensschützern, dass der Verein die Frauen immer angemessen und respektvoll angesprochen habe.“

    Also wird hier anscheinend ganz offen die Äußerung einer ganz bestimmten (!) Meinung als legitim eingestuft. Mal abgesehen davon, dass man diesen „Einsatz“ auch über Beratungsangebote leisten könnten, die von den Frauen freiwillig gesucht werden, finde ich das merkwürdig, so, als würde das Gericht für diese Leute geradezu Partei nehmen.

    Dazu siehe auch:
    http://www.die-tagespost.de/politik/Niederlage-fuer-Stadt-Muenchen;art315,172061

    „Wörtlich heißt es in dem Urteil (Az.: M 22 K 15.4369): „Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts kommt schon dem ungeborenen Leben Menschenwürde und Lebensrecht zu (…). Das Lebensrecht des Ungeborenen ist ein eigenständiges Lebensrecht, das nicht erst durch die Annahme seitens der Mutter begründet wird. Die Schutzpflicht des Staates für das ungeborene Kind besteht auch gegenüber der Mutter. Der Schwangerschaftsabbruch muss für die gesamte Dauer der Schwangerschaft grundsätzlich als Unrecht angesehen und demgemäß rechtlich verboten sein. Das Lebensrecht des Ungeborenen darf nicht, wenn auch nur für eine begrenzte Zeit, der freien, rechtlich nicht gebundenen Entscheidung eines Dritten, und sei es selbst der Mutter, überantwortet werden. Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts bindet gemäß § 31 BVerfGG die Verfassungsorgane des Bundes und der Länder sowie alle Gerichte und Behörden.“ Der Einsatz für das ungeborene Leben, um den es dem Verein gehe, sei, so die Richter weiter, „verfassungsrechtlich legitim“, auch wenn der Zweck nicht jedes Mittel zu seiner Erreichung heilige“.

    Den letzten Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

  32. #32 von oheinfussel am 30. August 2016 - 21:22

    @Hinterfragerin

    Wow – das klingt für mich, als ob die Richter selber der Meinung sind, dass die betroffene Frau kein Recht hat, über ihr Leben und ihre eigene Schwangerschaft zu entscheiden Oo

  33. #33 von user unknown am 31. August 2016 - 01:09

    Ist das nicht so, dass Schwangerschaftsabbruch verboten, in den ersten 12 Wochen aber straffrei gestellt ist?

    Wieviele Stunden pro Woche/Tag stehen die denn da auf der Straße? Und woran erkennen die, aus welchem Grund eine Frau die Klinik aufsucht?

    „An den Pranger stellen“ halte ich bei einer Stadt wie München, wo weder die Aktivisten, noch die Klientinnen der Klinik aus der unmittelbaren Nachbarschaft kommen, für eine übertriebene Befürchtung. Und da die Aktivisten nicht wissen können, aus welchem Grund man da in Richtung Eingang strebt, gibt es keinen Grund sich ertappt zu fühlen.
    Außerdem kann der Sonst-würde-er-Vater die Frau begleiten und Beistand leisten.

  34. #34 von dezer.de am 31. August 2016 - 10:15

    @Hinterfragerin: Puh, danke für den Link. Das ist harter Tobak. Ich vermute Befangenheit auf Grund Hirnwurmbefalls. Richter sind eben auch nur Menschen. Dazu könnte ich einige anekdotische Evidenzen bringen.

  35. #35 von Willie am 31. August 2016 - 12:22

    @uu

    „An den Pranger stellen“ halte ich bei einer Stadt wie München, wo weder die Aktivisten, noch die Klientinnen der Klinik aus der unmittelbaren Nachbarschaft kommen, für eine übertriebene Befürchtung.

    Ich kenne die örtlichen Gegebenheiten dazu nicht, vermute aber, dass diese Praxis nicht in einem abgelegenen Industriegebiet liegt. In den mir bekannten Artikeln wird immer von „Abtreibungspraxis“ gesprochen, d.h. selbst wenn es als gynäkoligische Praxis ausgezeichnet ist wird diese Praxis einen Bekanntheitsgrad haben, da sie a) Klientel hat und b) spricht sich soetwas sehr schnell rum. Wenn sich diese Praxis in einem Einkaugsbreich befindet, aber auch in einem Wohngebiet, dann sehe ich es als „An den Pragner stellen“. Die wenigsten Frauen werden sich, wenn sie zur Praxis wollen, dort auf ein Gespräch einlassen (Beratung gibt es ja auch so; ist doch vorgeschrieben, oder?) und das wissen auch die Religioten, also geht es ihnen vornehmlich um ein aufmerksammachen und das ist für mich hier ein Pranger.

  36. #36 von Skydaddy am 1. September 2016 - 11:45

    Meinungsfreiheit bedeutet, dass man seine Meinung frei äußern darf. Es gibt aber keinen Anspruch darauf, gehört zu werden.

    Deshalb kann man m.E. argumentieren, dass nicht gezielt konkrete Schwangere behelligt werden dürfen. meinetwegen ein Infostand, da kann man ja stehenbleiben oder auch nicht.

    Atheisten betreiben ja z.B. auch keine „Gehsteigberatung“ bei Taufen, Hochzeiten oder Beschneidungsfeiern.

    Übrigens, ein trauriger „Fun Fact“: Ich habe Thomas Schirrmachers Behauptung, kein Evangelikaler hätte je einen Abtreibungsarzt umgebracht, überprüft. M.E. verbietet sich angesichts dessen, was über die Täter bekannt ist und wie sie argumentieren, diese Behauptung. Aber Schirrmacher hat Recht, wenn er sich gegen die spezielle Verbindung mit Evangelikalen wehrt. Denn:

    Von 8 Mördern, die Anschläge auf Abtreibungsärzte oder -kliniken verübten, waren 4 Katholiken.