Religionspädagogin kritisiert Biografien Mutter Teresas: „Es fehlen die Grautöne“

Die Religionspädagogin Ulrike Witten hat die Darstellung Mutter Teresas in den gängigen Biografien kritisiert. „Bei Mutter Teresa zeigt sich eine deutliche Schwarz-Weiß-Malerei. Es gibt entweder harte Kritik oder ganz große Heiligsprechung.“

[http://www.domradio.de/themen/weltkirche/2016-08-26/religionspaedagogin-kritisiert-biografien-mutter-teresas

  1. #1 von Willie am 30. August 2016 - 14:43

    „Es fehlen die Grautöne“

    Und die wären? Die Gotteserfahrungen die sie nicht machte? Und wohl mit den Hass auf Mitmenschen begründete, der sich letztendlich in ihrem Nichthandeln beim Menschen manifestierte.

  2. #2 von Unechter Pole am 30. August 2016 - 15:16

    Nach gleichem Motto: Auch bei den Biographien Hitlers fehlen die Grautöne. Er war doch ganz tierlieb und hat auch nicht ganz so schlecht gemalt.

  3. #3 von Hal am 30. August 2016 - 16:18

    Das weiße Seite ist der katholische Heiligenmythos der schon zu Lebzeiten der kinderlosen Mutter in die Welt gesetzt wurde, ua. als Abtreibungsgegnerin und Helferin der Armen und Kranken.

    Die dunkle Seite war leider die Realität einer fanatischen Katholikin, die Leid vergötterte, Millionen erbettelte und diese den Bedürftigen vorenthielt, Umgang pflegte mit Diktatoren und Kriminellen (<- sehr schwierig zu vermeiden als Apparatschik der Kurie) und selbst die beste medizinische Versorgung, die Geld kaufen kann, in Anspruch nahm. Daran ändert vorgetäuschte Demut nichts, auch ihr nach außen getragener Glaube war nur Heuchelei – zwischen Realität und Propaganda können zwar Grautöne sein, müssen es aber nicht. Religionspädagogen, also geistige Kinderschänder, haben anscheinend nicht das intellektuelle Rüstzeug dieses zu erkennen und es muss sehr schwierig sein den Heiligennmythos aufrechtzuerhalten, bzw. in Grautönen als glaubhaft zu vermitteln.