Homosexualität: Homophobie keine Frage der Religion

Die angezeigten Übergriffe gegen Homosexuelle in Deutschland sind wieder gestiegen. Die Täter seien überwiegend erwachsene Männer mit deutscher Staatsangehörigkeit.

[http://www.fr-online.de/politik/homosexualitaet-homophobie-keine-frage-der-religion,1472596,34687450.html

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  1. #1 von dirk am 29. August 2016 - 23:59

    Zitat Artikel

    „Wer mit einem Mann, der lange Haare trägt und weiblich aussieht, auf dem Alexanderplatz unterwegs ist, erlebt, wie übel dieser beschimpft wird. Gleich mehrfach und am helllichten Tag. Von Männern, die südländisch aussehen.“

    „Harald Kröger, der bei der Berliner Polizei Ansprechpartner für die schwul-lesbische Szene ist, kennt die Debatte um die Tätergruppen – und darüber, ob Muslime besonders schwulenfeindlich sind. „Dafür gibt es keine Belege“, sagt Kröger. „Die ermittelten Täter sind überwiegend erwachsene Männer mit deutscher Staatsangehörigkeit.“ Die Religion oder ein eventueller Migrationshintergrund werden nicht erfasst.“

    Tja die Sache mit dem deutschen Personalausweis.

    „Bereits vor Jahren war Thema einer Studie, dass unter Berliner Schülern mit russischen oder türkischen Wurzeln Schwulenfeindlichkeit verbreiteter ist als bei deutschen Jugendlichen. “

    Zumindest diese Studie zeigt das die Ex Russen Schüler in ihrer schwulenfeindlichkeit scheinbar nachgelassen haben Araber und Türken jedoch nicht.

    https://www.psychologie.hu-berlin.de/de/prof/org/download/klocke2012_1

    Seite 97 – 98

    „Bei den befragten Schüler/inne/n kam am häufigsten ein Migrationshintergrund aus
    der Türkei oder aus arabischen Ländern vor. Da die Zusammenhänge dieser beiden Migrationshintergründe
    mit anderen Variablen ähnlich waren, wurden sie zur Vereinfachung
    zusammengefasst zu türkisch-arabischem Migrationshintergrund. Da es fast keine
    Effekte von anderen Migrationshintergründen (polnisch, ex-UdSSR, ex-Jugoslawien) auf
    die untersuchten Variablen gab, wurde nur der türkisch-arabische Migrationshintergrund
    ausführlicher analysiert.
    Schüler/innen mit türkisch-arabischem Migrationshintergrund berichteten deutlich
    negativere explizite Einstellungen als Jugendliche ohne einen solchen Migrationshintergrund.
    Insbesondere stimmten sie der Forderung nach gleichen Rechten von Lesben
    und Schwulen deutlich weniger zu (kognitive Einstellungen). Bei den affektiven und den
    impliziten Einstellungen zu LSB waren die Unterschiede weniger deutlich. Zudem hatten
    sie weniger Wissen zu LSBT. Im Verhalten gegenüber LSBT traten hingegen kaum Unterschiede
    zu den Schüler/inne/n ohne türkisch-arabischen Migrationshintergrund auf.
    Der starke Effekt auf die kognitiven Einstellungen ist vor allem durch die deutlich
    höhere Religiosität bei Jugendlichen mit türkisch-arabischem Migrationshintergrund zu
    erklären. Zumindest nach traditioneller Auslegung der heiligen Schriften ist (männliche)
    Homosexualität nicht erlaubt, was sich mit der Forderung nach gleichen Rechten für
    Lesben und Schwule widerspricht. Hinzu kommt, dass ein türkisch-arabischer Migrationshintergrund
    im Durchschnitt mit einer höheren Akzeptanz traditioneller Geschlechterrollen
    und mit etwas weniger Kontakt zu LSB einhergeht und diese wiederum mit ablehnenderen
    Einstellungen und weniger Wissen. „

  2. #2 von dirk am 30. August 2016 - 00:03

    Bemerkenswert die Frankfurter Rundschau aus „Die Religion oder ein eventueller Migrationshintergrund werden nicht erfasst.“ und „Wer mit einem Mann, der lange Haare trägt und weiblich aussieht, auf dem Alexanderplatz unterwegs ist, erlebt, wie übel dieser beschimpft wird. Gleich mehrfach und am helllichten Tag. Von Männern, die südländisch aussehen.“ im Text macht sie „Homophobie keine Frage der Religion“ in der Überschrift.

  3. #3 von Elvenpath am 30. August 2016 - 02:02

    Die aus dem Fernsehen bekannte Hamburger Dragqueen Olivia Jones sagt: „Wir sollten nicht immer so tun, als wären wir in Deutschland der Entwicklung gegenüber anderen Kulturen um Lichtjahre voraus.“

    Genau das kann man nur unterstreichen. Es ist noch gar nicht allzu lange her, da wurden Homosexuelle bei uns noch ins Gefängnis gesteckt, mit Elektroschocks und anderen brutalen Methoden „behandelt“. Oder in den Niederlanden zwangskastriert. Der Christopher Street Day hat ja auch seine Bedeutung. Wir sind vielleicht ein paar Jahrzehnte weiter in der Entwicklung zur Toleranz. In den USA gibt es auch noch sehr viel Schwulenhass, in Russland sind die Zustände beängstigend.

    Und eines muss man wissen: Der Islam war Jahrhunderte lang ein geradezu ein Paradies für Homosexuelle. Die Männerliebe wurde besungen und war gesellschaftsfähig. Deswegen galten Araber bei Europäern früher allesamt als schwul. Das änderte sich dann im 19. Jahrhundert mit den Kolonialmächten. Die christlichen Kolonialmächte brachten den Schwulenhass nach Arabien und Nordafrika.

  4. #4 von dirk am 30. August 2016 - 03:31

    #3 von Elvenpath
    „Und eines muss man wissen: Der Islam war Jahrhunderte lang ein geradezu ein Paradies für Homosexuelle.“

    Ich habe hier im Forum mehrere Hinweise gebracht das es eher danach ausschaut das es in erster Linie eine Blüte der Kinderfickerei war bzw ist.

    Und wie die Gegenwart in vielen islamisch geprägten Ländern ausschaut bekommt man durch sehr einfache google suchen heraus.

  5. #5 von Gerry am 30. August 2016 - 09:41

    [http://hpd.de/node/12315