Ohne Gott wird die Welt nicht menschlicher

Religionskritische „Parsifal“-Inszenierung stößt auf Widerspruch

(…)

Kritik an der Inszenierung übt auch der stellvertretende Vorsitzende des Lutherischen Konvents im Rheinland, Pfarrer Thomas Berke (Mülheim/Mosel). Ausgerechnet die Oper „Parsifal“ solle nach dem Willen des Regisseurs zeigen, dass es angeblich ohne Gott mehr Menschlichkeit gäbe. Dabei habe Laufenberg übersehen, dass gerade Richard Wagners germanisch-heidnische Religion einer der Wegbereiter für die Verbrechen des Nationalsozialismus gewesen sei: „Heute wissen wir, dass die Atheisten Hitler, Stalin, Mao und Pol Pot die größten Schlächter der Menschheitsgeschichte waren“. Ohne Gott werde es nicht besser. Die Unantastbarkeit des Menschenlebens gründe in der Ehrfurcht vor Gott: „Wo sie abhandenkommt, geraten die Menschenrechte unter die Räder.“ Laufenbergs Lösungsvorschlag für viele Sorgen dieser Welt, nämlich weniger Gott und mehr Mensch, tauge deshalb nicht im Geringsten. Die wirkliche Lösung laute: „Wir brauchen vor allem die Botschaft von Jesus Christus.“ Der Glaube an ihn sei das Fundament für die Menschenrechte und die Mitmenschlichkeit.

weiterlesen:

[http://www.kath.net/news/56423

  1. #1 von Hal am 26. August 2016 - 09:29

  2. #2 von Elvenpath am 26. August 2016 - 09:38

    kack.net verbreitet wieder seine Geschichtsklitterung.

  3. #3 von Gerry am 26. August 2016 - 10:10

    Die Unantastbarkeit des Menschenlebens

    Wie sie exemplarisch in den Religionskriegen des Christentums, den Kreuzzügen, Judenpogromen,… dargestellt wurde.

  4. #4 von Noch ein Fragender am 26. August 2016 - 10:24

    Die Unantastbarkeit des Menschenlebens …

    Mit päpstlicher Genehmigung unter der Leitung erfahrener Inquisitoren darf man schon mal eine Ausnahme machen.

  5. #5 von Predator am 26. August 2016 - 11:09

    Als (u.a.) Historiker habe ich mich schon mit sehr viel Schwachfug auseinandersetzen müssen. Aber dieser religiös verklärte Blödsinn vom Zusammenspiel von Richard Wagners Werk und Drittem Reich und Atheismus, in dem das Christentum (oder allgem. Religionen) als strahlender Held jeglicher Menschlichkeit hervorgehen soll, hat m.M.n. sogar einen Ehrenplatz in und an der Spitze jeglichen mir bekannten Schwachsinns verdient… und die Kommentare zu dem Artikel auf kath.net setzen der Spitze noch weitere für mich ungenießbare Krönchen auf.

    Eigentlich wollte ich diesen Müll viel impertinenter kommentieren, verdient hätte er es sicherlich, aber ich lasse es gut sein. Meine persönliche „frohe Botschaft“ würde eh nie von diesen tauben Nüsschen gehört werden, befürchte ich… ah, sorry, ich gleite schon wieder ins Beleidigende ab.

    „GOTT MIT UNS“

  6. #6 von Hal am 26. August 2016 - 11:38

    @Predator

    Guilt by association. Den Gottessüchtigen, besonders die die damit Geld machen, scheint jede Ausrede genehm zu sein. Wagner und nicht der christliche Judenhass ist schuld.

  7. #7 von scipiommxii am 26. August 2016 - 12:18

    „Der Glaube an ihn (Jesus) sei das Fundament für die Menschenrechte und die Mitmenschlichkeit.“

    Seit wann genau? Bzw. wann haben die Christen Jesus in signifikanter Zahl in dieser Hinsicht verstanden (dekodiert)?

    Am Rande: Vor Jesus gab es – trotz Gott – also offenbar kein Fundament für Menschenrechte und Mitmenschlichkeit? Ok, Jesus ist ja irgendwie Gott … aber Gott scheint sich materialisieren und hinrichten lassen zu müssen, um Menschenrechte und Mitmenschlichkeit in der in dieser Hinsicht ganz und gar nicht so klaren Lehre (siehe etwa: Hector Avalos, The Bad Jesus) seines materialisierten Selbst „gründen“ zu können.

    Puff … puff … puff … ich seh nur Logikwölkchen.

    Einmal mehr: Die These des Atheisten Hitler wird in der Fachwissenschaft – soweit ich das einschätzen kann – nirgends (ich wiederhole: nirgends) vertreten. (ich lasse mich in dieser Hinsicht gerne korrigieren, würde dann aber gerne die entsprechende Quelle dieser These – Monographie / Aufsatz eines Fachhistorikers – benannt haben.)
    Insofern kann der Priester gerne den Forschungsansatz Hitler, der Atheist, oder Nationalsozialismus als atheistische Weltanschauung verfolgen …. aber er wird damit mangels Grundlage – auch ohne Burkini – kläglich absaufen.

    Insofern ist seine Aussage – Hitler war Atheist – faktisch falsch und sollte vermieden werden.

    Ende der Durchsage.

  8. #8 von Charlie am 26. August 2016 - 16:23

    @Elvenpath

    kacknet hat das von idea übernommen.

  9. #9 von Deus Ex Machina am 26. August 2016 - 17:59

    Wow, man muss sich mal diesen Irrsinn, den dieser unterbelichtete Typ da vom Stapel lässt, mal etwas komprimierter durch den Kopf gehen lassen:
    Da ist also ein
    Musiker mit einem Schlag zu einer germanisch-heidnischen Religiösität, der
    für eine – laut Berke atheistische – Terror-Regierung die Grundlagen gelegt hat, die
    ihrerseits es dann aber speziell auf die Leute abgesehen hat, die über Jahrhunderte besonders inbrünstigt von Christen verfolgt wurde.
    Was zum Geier haben die Germanen denn mit den Juden für einen Zwist?
    Wie krank im Kopf muss man eigentlich sein, um so einen haarsträubenden Nicht-Gedankengang auch noch öffentlich zu äußern?

  10. #10 von Hal am 26. August 2016 - 18:20

    Nietzsche ist auch schuld.

    Lizts ist auch verantwortlich weil seine Komposition der Wochenschau in Zeiten von Barbarossa gebraucht wurde.

    Les preludes: https://www.youtube.com/watch?v=xnITC-IkPVgh

    Adolf war Österreicher.

  11. #11 von Willie am 27. August 2016 - 04:06

    Kritik an der Inszenierung übt auch der stellvertretende Vorsitzende des Lutherischen Konvents im Rheinland, Pfarrer Thomas Berke (Mülheim/Mosel). Ausgerechnet die Oper „Parsifal“ solle nach dem Willen des Regisseurs zeigen, dass es angeblich ohne Gott mehr Menschlichkeit gäbe. Dabei habe Laufenberg übersehen, dass gerade Richard Wagners germanisch-heidnische Religion einer der Wegbereiter für die Verbrechen des Nationalsozialismus gewesen sei ….

    Also ich kenne von der Lutherischen Sonderbotschafterin Margot Käßmann die inhaltliche Aussage, dass man Luther, den Verfechter des Antisemitismus und Vorkämpfer zur Übernahme dessen in seine neue Relion, und damit auch nachweislich Rechtfertigungsgeber der Nazis (Streicher in Nürnberg), in seiner Zeit betrachten müsse.

    Kennt der lutherische Pfarrer Thomas Berke nicht seine Sonderbotschafterin bzw. deren Redereien?

  12. #12 von paul0f am 27. August 2016 - 10:25

    „Wir brauchen vor allem die Botschaft von Jesus Christus.“ Der Glaube an ihn sei das Fundament für die Menschenrechte und die Mitmenschlichkeit.<

    Lügen und täuschen – das Handwerk der Theologen.