Kirche gegen vorschnelle Ablösung der Staatsleistungen

Die katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen wendet sich gegen eine vorschnelle Ablösung der Staatsleistungen an die Glaubensgemeinschaften.

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[https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2016-08-25/kirche-gegen-vorschnelle-abloesung-der-staatsleistungen

  1. #1 von Armadon am 26. August 2016 - 09:09

    Ja klar wendet sie sich dagegen es geht ja um viel Kohle die noch über Jahre gezahlt werden kann……………………

  2. #2 von Hypathia am 26. August 2016 - 09:26

    Sehen wir mal davon ab, dass es ein Wahnwitz ist, für enteignetes Diebesgut Entschädigung zu bezahlen, muss es doch möglich sein, den damals enteigneten „Besitz“ zu schätzen und zu beziffern. Ebenso muss sich doch feststellen lassen, wie viel den Kirchen schon in den Rachen geschoben wurde. Und daraus sollte sich doch ermitteln lassen, wie viel die Kirchen an den Staat zurückzahlen müssen. 😉 Denn ich bin davon überzeugt, dass schon weit mehr an die Kirchen geflossen ist, als denen „zusteht“.

  3. #3 von Jesinchen am 26. August 2016 - 09:28

    67 Jahre würde ich jetzt nicht als vorschnell bezeichnen.

  4. #4 von Gerry am 26. August 2016 - 10:14

    enteigneten

    Insofern als Staatsleistungen als Ersatz für kaiserliche Lehen gezahlt werden kann man noch nicht einmal von Enteignung sprechen, denn ein Lehen kann durch den Lehnsherrn immer entzogen werden.

    Ich wette eine 2l Flasche Cola dass hierzulande die Kirchen eher in der Mitgliederzahl auf <10% der Bevölkerung schrumpfen als dass diese Staatsleistungen eingestellt oder durch Einmalzahlung ersetzt werden.
    An beidem haben die Kirchen kein Interesse.
    Bei der ersten Variante liegt das auf der Hand, bei der zweiten Variante würde allein schon die Höhe der Ablösesumme zu einer breiten öffentlichen Diskussion führen die immer stärker zu Ungunsten der Kirchen ausgehen würde, je weiter der Beginn dieser Diskussion in der Zukunft liegt.

  5. #5 von Skydaddy am 26. August 2016 - 12:23

    @Jesinchen:

    97 Jahre! Die Ablösung der Staatsleistungen war schon in der Weimarer Verfassung von 1919 vorgesehen.

    Wenn ich mich recht erinnere, erhielten die Kirchen damals zur Gegenfinanzierung das Recht, Kirchensteuern zu erheben …

  6. #6 von Unechter Pole am 26. August 2016 - 18:14

    Einbrecher gegen vorschnelles Verschließen der Türen.

  7. #7 von Friedensgrenze am 26. August 2016 - 23:28

    „Ablösung von Staatsleistungen“ ist wieder ein von den Kirchen in die Welt gesetzter Begriff der den Kern verfehlt. Diesem Begriff liegt eine Kontinuität zugrunde die angeblich irgendwie transformiert werden müsse. Das ist natürlich Unsinn. Hier muss nix in anderer Form weitergeführt werden. Auch sind die Staatsleistungen nur Zahlungen. Jeder Geschäftsmann wird vom Staat gefragt welche Leistung er für eine Ausgabe erhalten hat. Der Staat selbst aber erhält ja für die Staatsleistungen keine Gegenleistung.

    Hier wird wieder ein falscher Begriff wie bei der sogenannten „Sterbehilfedebatte“ in die Diskussion geschickt und wieder sollten wir das vergiftete Wörtlein nicht schlucken.

    Ablösung von Staatsleistung ist in Wirklichkeit ein Ende von jahrhundertelangen Schenkungen.

    Aus Görlitz kann ich berichten, daß es einen Spender gibt, dem die Stadt so gut gefiel, daß er viele Jahre für Renovierungen jährlich eine Million D-Mark und danach den entsprechenden Wert in Euro an die Stadt überwiesen hat. In diesem Jahr stellte er dieses Geldgeschenk ein. Alle Görlitzer sind dankbar für den Einsatz des großzügigen Spenders. Niemand würde auf die Idee kommen jetzt sauer zu sein weil die Zahlungen eingestellt wurden.

    Ganz anders verhalten sich die Kirchen. Ihnen wurde lange gewährt was ihnen nicht zustand und besitzen die Frechheit die Weiterzahlung der Geschenke zu fordern.

  8. #8 von Willie am 27. August 2016 - 04:12

    Die katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen wendet sich gegen eine vorschnelle Ablösung

    Kinners, ob 67 (BRD), 97 (WRV) oder 213 (Reichsdeputationshauptschluss) Jahre, das ist bei den Religionten, besonders den Katholen, so als würden die beim zu Bett gehen über das Frühstuck, das Mittagessen oder den 4-Uhr-Kaffee reden.

  9. #9 von paul0f am 27. August 2016 - 10:24

    Ersatzlos und sofort streichen. Die Kirchen haben genügend Geld.