Die Religion wird nicht aus Deutschland verschwinden

Zwölf Millionen Mitglieder haben die Kirchen in Deutschland innerhalb einer Generation verloren. An der christlichen Prägung des Landes wird das nichts ändern.

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[http://www.sueddeutsche.de/panorama/christentum-selbst-ist-der-sinn-1.3128093

  1. #1 von user unknown am 20. August 2016 - 11:01

    Für die Kirchen wird es heißen, dass immer weniger ihre institutionelle Macht zählt, sondern das, was sie sagt, wie sie auftritt, wie glaubwürdig die Christen sind, die sie vereinen. Was ja nicht das Schlechteste wäre.

    Solange unklar ist, worin dann diese neue Kirche besteht kann man nicht ausschließen, dass es das Schlechteste sein wird.

  2. #2 von Rene am 20. August 2016 - 14:08

    Die Religion vielleicht nicht, das Christentum eher schon.

  3. #3 von Skydaddy am 20. August 2016 - 18:17

    Unabhängig davon, ob die Religion aus Deutschland verschwinden wird oder nicht, freut es mich sehr, dass es mittlerweile offenbar für nötig ist, solche Artikel zu schreiben.

    Es erinnert mich an die Äußerung der SED-Führung – kurz vor dem Fall der Berliner Mauer – „Den Kommunismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf!“

  4. #4 von Mond am 20. August 2016 - 19:10

  5. #5 von Elvenpath am 21. August 2016 - 17:19

    An der christlichen Prägung des Landes wird das nichts ändern.
    Oh doch. Nur ein Frage der Zeit.

  6. #6 von Lando Schmidt am 21. August 2016 - 23:27

    Der Oberkirchenjournalist der Münchner schafft es dabei erneut in epischer Breite (=1.492 Worte, 10.489 Zeichen) im Grunde nichts auszusagen.
    Es ist die typischer Drobinski-Larmoyanz mit der er das Schrumpfen der beiden Kirchen in Deutschland beklagt, den Bedeutungsverlust der Glaubens beschreibt, unterschwellig ein paar Bosheiten einfügt (Atheismus erwähnt er nur als Gegenmodell zum Glauben in Form von Pegida und Nationalsozialismus), ein bißchen die Ungerechtigkeit der Menschen beklagt, die sich trotz des lieben Papstes und der selbstlosen sozialen Wohltaten der Kirchen abwenden und schließlich noch ein bißchen Emulgator beifügt.
    Alles sei irgendwie komplex und kompliziert.

    „Es gibt Regionen mit nach wie vor hoher Kirchenbindung wie die Gegend um Passau oder das Münsterland. Es gibt Gegenden in Ostdeutschland, in denen nur noch jeder Zehnte Mitglied einer Kirche ist – oft Regionen, in denen die Säkularisierung schon mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann; 40 Jahre DDR haben den Prozess beschleunigt.
    Es löst sich zudem die Religiosität zumindest teilweise von der Kirchenzugehörigkeit. Es gibt das faktisch nichtgläubige Paar, das nur deshalb kirchlich heiratet, damit die Großeltern zufrieden sind; und es gibt den Ausgetretenen, der irgendwie doch an Gott glaubt und täglich betet.
    Das ist anders, als die Soziologen lange dachten, nämlich dass in modernen Gesellschaften der Glaube quasi von allein verschwindet, erst bei den Gebildeten in den Städten, zuletzt bei den Hinterwäldlern auf dem Land. Das Stadt-Land-Gefälle gibt es, doch die Religiosität ist vor allem bei den Armen und weniger Gebildeten verschwunden. […..]“
    (M. Drobinski, 20.08.2016)

    Das war ja klar; den mußte der SZ-Mann uns noch mitgeben: Nicht die Klugen und Gebildeten gehen seiner Ansicht nach aus der Kirche, sondern die Doofen.
    Und Ätschibätschi, auch wenn viele aus der Kirche austräten, bliebe das Abendland doch christlich, weil die Menschen dennoch an Gott glaubten.

    weiter:
    http://tammoxalternativ.blogspot.de/2016/08/kirche-in-watte.html