Ex-Muslima vs. Ex-Atheistin: Streitgespräch über die Burka – „Sie ist eine Sklavin des Make-ups“

Zwei Frauen, zwei Meinungen: Rana ist aus Saudi-Arabien vor der Burka geflohen, Nora ist Schweizerin – und trägt die Vollverschleierung aus Überzeugung. Mit Jaafar Abdul-Karim diskutieren die beiden über Frauenrechte, Schminke und das Gefühl hinter dem Schleier. Mehr über Jaafars Sendung bei der Deutschen Welle erfährst Du hier:

http://www.dw.com/de/reporter/jaafar-abdul-karim/s-32669

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  1. #1 von user unknown am 19. August 2016 - 07:14

    Sie will vermeiden, dass man sie lächeln sieht.

    Ich mag eigentlich Menschen die lächeln.

  2. #2 von oheinfussel am 19. August 2016 - 08:15

    Vielleicht würde es mir leicht fallen, mit diesen Frauen über ihre Burka zu reden, wenn sie mit der dementsprechenden Reaktion klarkommen würden – nämlich, dass verdeckte Gesichter kein Vertrauen und dem Wünsch nach Kommunikation wecken.

    Nur darüber wird sich dann ja beklagt

  3. #3 von parksuender am 19. August 2016 - 10:16

    Problemlos Motorrad fahren und schwimmen mit Niqab – Ersteres kann durchaus gefährlich sein, falls sich der Stoff irgendwo verhakt, letzteres geht so weit ich weiß nur richtig mir Burkini (Niqabs gibt es nicht in Badestoffen).

    Mit Make-Up zur Sklavin – Ein herab würdigendes Frauenbild, welches die Konvertitin da beschreibt. Frauen die selbstbewusst herumlaufen wie es ihnen gefällt sind keine Sklavinnen. Sie werden ja nicht zum MakeUp gezwungen. Möglicherweise hatte die Niqab-Trägerin das Gefühl sie müsse sich aufhübschen und dem Frauenbild der Werbung entsprechen (mangelndes Selbstbewusstsein?). Ich halte es aber eher für ein Schein-Argument, mit der sie ihren Umhang schön reden will. Dabei ist sie wahrscheinlich diejenige, die sich irgendwann ohne Niqab nicht mehr aus dem Haus traut – Sie wird zur Sklavin der Religion. So und nicht anders herum.

    Blöd auch Jafaars Schlussbemerkung – „Solange sie sich selbstbestimmt dafür entscheiden“
    Vielleicht entscheidet man noch selbstbewusst über die eigenen Religion, ab einem gewissen Punkt unterwirft man sich aber deren Regeln. Und das kann in gewissen Kreisen auch Vollverschleierung bedeuten.

  4. #4 von Elvenpath am 19. August 2016 - 10:25

    Das nächste Kapitel aus „Religiöse Realitätsumkehr“.
    Ich sollte das mal sammeln und ein Buch darüber schreiben.

  5. #5 von Siegrun am 19. August 2016 - 12:43

    Ich trage weder eine Burka noch Make-up…brauch‘ ich beides nicht.

  6. #6 von sergej_k am 19. August 2016 - 12:54

    @parksuender
    Ich finde, „blöd“ ist eine gewaltige Untertreibung. Es mag ja Frauen geben, die sich „selbstbestimmt“ verschleiern, allerdings wird durch solche Aussagen die Unterdrückung der restlichen Frauen relativiert.

  7. #7 von Elvenpath am 19. August 2016 - 14:26

    Frauen, die den Niqab freiwillig tragen, tun dies, weil sie in ihrer Kindheit entsprechend indoktriniert wurden. Sie fühlen sich frei, obwohl sie es nicht sind. Aber daran lässt sich erst mal nichts ändern. Es ist in diesem Augenblick ihre Entscheidung, wie frei oder unfrei sie innerlich auch ist.

    Und wir müssen aufpassen, dass wir nicht in einen Gesinnungsterror abgleiten.