Astronomen des Papstes sicher – Die Welt geht unter

Papst Franziskus hat eine eigene Sternwarte. Zwei seiner Astronomen haben nun ein Buch geschrieben: Darin schätzen sie, wann das Universum untergeht, und verraten, ob man Aliens taufen soll.

[http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article157751456/Astronomen-des-Papstes-sicher-Die-Welt-geht-unter.html

  1. #1 von paul0f am 19. August 2016 - 21:26

    „Auch Guy Consolmagno und Paul Mueller predigen, Glauben und Wissen seien lediglich zwei gleichwertige, sich ergänzende Arten, die Realität zu betrachten: „Kurz gesagt: Gott hat ,zwei Bücher geschrieben‘, das Buch der Heiligen Schrift und das Buch der Natur“

    *lach Ja ja, wie sehr es der Theologe sich auch wünschen und behaupten mag, Theologie und Wissenschaft sind beim besten Willen nicht gleichwertig. Religion ist Illusion.

  2. #2 von Veria am 19. August 2016 - 23:18

    Leiden Aliens überhaupt an der Erbsünde? Sie stammen ja nicht von Adam und Eva ab. Sie wurden vielleicht gar nicht aus dem Paradies geschmissen, sondern dürfen jederzeit wieder dahin zurück.

  3. #3 von omnibus56 am 19. August 2016 - 23:44

    Es kommt ganz darauf an, was mit „die Welt“ gemeint ist, die untergehen wird. Je nachdem können die Schätzungen stark schwanken.

    Die Sonne wird schon in ca. 1Mrd Jahren so heiß sein, dass die Erde unbewohnbar wird. Das könnte man „Weltuntergang“ nennen. Aber es wird nicht an einem Tag, in einer Woche, einem Monat oder einem Jahr passieren. Über Jahrmillionen und Jahrtausende wird die Sonne die Erde mehr und mehr bewohnbar machen. Da wird es mit einem Datum schwierig. Oder man nimmt das Sonnestadium ‚Roter Riese‘ in ca. 5 Mrd Jahren, wenn sie das Gestein der Erde aufschmilzt oder die Erde mglw. „verschluckt“. Auch dazu gibt es kein Datum.

    Noch schwieriger wird es, das Schicksal des Universums zu „schätzen“. Wir wissen bislang, dass sich die Expansion beschleunigt. Oder es zumindest so aussieht. Wir haben noch keine Ahnung, was die dunkle Energie ist: Eine kosmologische Konstante, ein Feld, genannt Quintessenz, oder muss Einstein für große Skalen modifiziert werden, oder was sonst? Je nachdem ist das Schicksal auf lange Sicht (Größenordnungen mehr als Mrd Jahre) höchst unterschiedlich: Big Rip, Big Crunch, ewige Expansion…

    Also, nur die Ruhe! Bis dahin haben wir es vermutlich längst geschafft, uns selbst auszurotten, oder die Mikroben haben uns „im Wettrüsten“ geschafft, oder die Evolution hat uns verwandelt. Einerlei, einen Homo Sapiens Sapiens wird es nicht mehr geben. Egal was wann wie „untergeht“ – und es ist noch lange hin. 🙂

  4. #4 von omnibus56 am 20. August 2016 - 00:03

    PS

    So langsam wäre es wirklich an der Zeit, die gebeutelten Physiker des Schweizer Forschungszentrums Cern nach der weltweiten Häme mal ein bisschen zu trösten. Klar war es im Nachhinein vielleicht wirklich ein bisschen, nun, riskant, sich mit der Entdeckung des Higgs-Bosons zu brüsten, bevor sie es so richtig entdeckt hatten. Aber, hey, wer sich beim Untersuchen überraschend aufgetauchter Gammastrahlenenergiebeulen noch nie vertan hat, werfe das erste Teilchen.

    Nach dem Abschnitt war eigentlich schon klar: Wer keine Ahnung hat, sollte nicht noch versuchen, sarkastisch zu sein. Damit wirkt man nur noch dümmer, als man offensichtlich sowieso schon ist.

    Die „Beule“, die in den Daten der letzten Session aufgetaucht ist, und die sich in den neuesten Daten nicht bestätigt hat, hatte gar nichts mit dem Higgs zu tun. Es ging dabei um ein neues unbekanntes, (ganz im Gegensatz zum Higgs!) nicht vom Standardmodell vorhergesagtes Teilchen. Aber, hey! Das ist die Welt, Springerpresse, die Blöd-Zeitung für Nicht-Analphabeten, und nicht Spektrum der Wissenschaft…

    Der Rest des Artikels wird nur noch blöder. Das alles auch noch zu kommentieren erspare ich mir.

  5. #5 von Netizen am 20. August 2016 - 00:07

    Die alte Konkurrenz zwischen Glaube und Wissen, die vor allem in der Geschichte der katholischen Kirche beschämende Blüten getrieben hat, ist heute längst aufgeweicht. Man muss kein Messdiener gewesen sein, um zu erkennen, dass sich das Warum, das Woher und das Wohin der Menschheit niemals naturwissenschaftlich werden klären lassen.

    Das „Woher“ erklärt die Evolution, das „Wohin“ ist nicht vorhersehbar und das „Warum“ ist philosophische Gedankenonanie, mithin also irrelevant. Was relevant ist, läßt sich naturwissenschaftlich erklären bzw. steht zumindest auf einem ebensolchen Fundament.

  6. #6 von Willie am 20. August 2016 - 03:02

    Papst Franziskus hat eine eigene Sternwarte

    Ja, und wie so vieles „hat der Papst“ dies nur dem Namen nach. Als die Vatikanische Sternwarte nach Tuson/USA umzog (unter JoPa II in den 1990gern), da der Gott der Christenheit es in Rom bewÄolkt werden ließ, kam heraus, dass diese Sternwarte aus privaten Spenden errichtet und unterhalten wird. Das Ding im Castel Gandolfo ist sogesehen gar nicht mehr in Betrieb, wird als Museum genutzt und bestimmt auch nicht vom Vatikan getragen/bezahlt.