RELIGIONSEXPERTIN WUNN: Burka-Debatte ist Ausdruck von Fremdenhass

Worum geht es bei der Diskussion um ein Burkaverbot? Um religiöse Fragen oder um Frauenrechte? Nein, sagt Religionswissenschaftlerin Ina Wunn. Die Diskussion sie ein Entgegenkommmen an die Anhänger von AfD und Pegida.

[http://www.migazin.de/2016/08/18/religionsexpertin-wunn-burka-debatte-ausdruck/

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  1. #1 von oheinfussel am 18. August 2016 - 22:22

    Interessant – dass ich die Burka als menschenverachtend ablehne, ist also Zeichen meines Fremdenhasses.

  2. #2 von aranxo am 18. August 2016 - 22:48

    @fussel
    Nicht nur das, dann bist Du auch räääächts!

  3. #3 von Elvenpath am 19. August 2016 - 01:13

    Das Spektrum, warum Menschen die Burka ablehnen ist recht groß. Rassistische Motive sind da gar nicht selten.

  4. #4 von dirk am 19. August 2016 - 01:34

    Zitat Artikel

    „Worum geht es bei der Diskussion um ein Burkaverbot? Um religiöse Fragen oder um Frauenrechte? Nein, sagt Religionswissenschaftlerin Ina Wunn. Die Diskussion sie ein Entgegenkommmen an die Anhänger von AfD und Pegida.“

    Ach und im Tessin und in Frankreich regiert die AfD und Pegida.

    Zitat Artikel
    „Ähnlich beurteilt sie auch das Burkiniverbot in einigen französischen Badeorten als eine populistische Entscheidung im Sinne der rechten Politikerin Marine Le Pens.“

    Nachdem die Migranten aus Nordafrika auf Korsika auf die Landschaft Fotografierende eingedroschen haben sollte eigentlich Jeder wissen das gerade das Burkiniverbot mit Sicherheit zu tun hat.

    Zitat Artikel
    „Dabei ist die Rechtslage nach Ansicht der Religionswissenschaftlerin zumindest in Deutschland eindeutig. “

    Das Oberste EU Gericht hat doch schon dem Burkaverbot zugestimmt, die deutschen Verfassungsrichter würden da wohl eher nach politische Gusto entscheiden.

    Zitat Artikel
    „Zu mehr Sicherheit würde ein Burkaverbot ebenfalls nicht beitragen, sagte sie: „Im Gegenteil. Das könnte radikale junge Muslime eher noch in ihrer Weltsicht bestärken, dass der Islam eine bedrohte und verfolgte Religion ist, die sich mit Gewalt zur Wehr setzen muss.“ Auch in Frankreich sähen sich die Muslime durch Burka- und Burkiniverbote nur in ihrer Meinung bestärkt, unterdrückt zu werden.“

    Klar die Islamischen Terroranschläge gibt es in Frankreich weil dort ein Burkaverbot besteht und in den Gegenden wo die Burka „empfohlen ist“ also den Gebieten von al Qaida/Nusra IS SA herrschen nur die Menschenrechte.

    Zitat Artikel
    „„Die Einheimischen haben kein Problem mit Burka oder Niqab.““

    Zuweilen aber mit den Nebenwirkungen:

    Siehe den Artikel „Medizintourismus in Bad Godesberg
    Bürger: Stadt bricht bei Zweckentfremdung Versprechen“
    des General Anzeiger

    Der Artikel zum Tema Burka ist da wesentlich besser:
    http://www.focus.de/politik/experten/bkelle/burkaverbot-warum-wir-es-ertragen-muessen-dass-frauen-sich-selbst-schaden_id_5834191.html

  5. #5 von dirk am 19. August 2016 - 02:09

    Nochmal die ercheckende Denke von Frau Wunn:

    „„Im Gegenteil. Das könnte radikale junge Muslime eher noch in ihrer Weltsicht bestärken, dass der Islam eine bedrohte und verfolgte Religion ist, die sich mit Gewalt zur Wehr setzen muss.““

    Ich kann das gar nicht fassen was die Frau da schreibt, weil die muslimischen männlichen Herrscher von Straßenzügen (in Europa) und Frauen durch ein Burkaverbot verärgert werden könnten darf man kein Gesetz einführen was laut belgischem Verfassungsgericht (ich las auch das das EU Gericht dies sagte finde aber den Link nicht) der Gleichheit von Mann und Frau sowie dem gesellschaftlichen Zusammenleben diene.

    http://www.abendblatt.de/politik/article208076849/So-gehen-andere-EU-Laender-mit-einem-Burka-Verbot-um.html

    Wer regiert nachmal in Europa? Nun wenn es nach Frau Wunn geht heute schon der Islam.

  6. #6 von oheinfussel am 19. August 2016 - 08:10

    @Elvenpath

    Damit hast du natürlich recht – es gibt sehr viel „Kritik“, die einfach nur Rassismus ist.

    Aber nicht jede Kritik.
    Und Jedem Fremdenhass zu unterstellen, weil er die Burka kritisiert, ist nicht gerade zielführend.

  7. #7 von drawing-warrior am 19. August 2016 - 09:48

    Eine Debatte ist das argumentative Abwägen von Meinungen.
    Sie ist die Grundlage für jeden demokratischen Prozess.
    Wer sie verhindert, oder als populistisch abtut, entzieht sich zwar einer Debatte, kann jedoch seine Position nicht als für alle gültig deklamieren.
    Das würde nämlich eine Debatte in Gang setze; über den Geisteszustand der betreffenden Person.

  8. #8 von schiffmo am 19. August 2016 - 10:34

    Ich sehe diese Burkas sehr problematisch. Sie sind es aber nicht allein, sondern sie sind es in Kombination mit der Einstellung/Weltanschauung der Trägerinnen, und nicht nur dieser, sondern auch derjenigen ihrer Familienverbände/Freundschaftszirkel der Familien.
    Ich sehe Kleidervorschriften sehr problematisch. Das sind reine Äußerlichkeiten, die nichts an familiären Zwängen oder Einstellungen von Menschen ändern.
    Solche Einstellungen kann man nur ändern, wenn Menschen miteinander reden. Da gehören einige Dinge dazu:
    – Einfach miteinander reden, gegenseitiges Wissen darüber schaffen, wie die Dinge gesellschaftlich auf den verschiedenen Seiten so laufen, und ggf. sogar Verständnis dafür schaffen, warum die eine oder andere Sitte gut oder schlecht sein könnte. Ohne das sind Aktionen, ein „Verbot“ wäre eine sehr tiefgehende, komplett für die Würste, weil nicht kalkulierbar ist, wie die Gruppen reagieren.
    – Zum Ausdruck bringen, dass bestimmte Dinge als verbindlich betrachtet werden. Dazu gehören, dass Menschen in einer Gesellschaft grundsätzlich sprachlich kommunikationsfähig sein müssen, in welcher Sprache auch immer. Nach der Lage der Dinge ist das in Deutschland in den meisten Fällen die deutsche Sprache, die für alle ihre Sprecher dialektunabhängig ausreichend untereinander verständlich ist. Sowas kann man nicht wirksam oder sinnvoll gesetzlich verfügen, man könnte aber stärker deutlich machen, dass man das als gesellschaftlich verbindlich ansieht.
    – Zum Ausdruck bringen, dass Freiheit und Bekenntnisfreiheit das Fundament für sehr viele gesellschaftliche Dinge ist, sogar dafür, dass sie stärker ist, als der Wunsch von Familienverbänden, dass alle ein und dasselbe bestimmte Bekenntnis haben. Das ist, gesellschaftlich gesehen auf kleinerer Flamme als bei vielen muslimischen Gruppen, auch bei Christen ein Problem, aber für die Angehörigen aller anderen Religionen geradezu die Voraussetzung dafür, dass sie ihre hier frei ausüben dürfen. Das muss man ihnen klar machen, dass das so ist, und dass die/derjenige, wo Familienmitglieder erpreßt, verletzt oder tötet, immer nicht nur strafrechtlich schuldig, sondern auch moralisch das einzige, mit Verlaub, (Mega-)Arschloch ist. Bekenntnisfreiheit und Apostasie ist Menschenrecht, keine Untat oder „Sünde“.
    Nochmal @dirk: Es geht nicht darum, Menschen zu verdrängen, was sich leider einige wünschen. Es geht auch nicht darum, irgendjemand zu unterdrücken.
    Wichtig ist, festzustellen, ob das oft kolportierte Mißverständnis, bestimmte (Zuwanderer-) Gruppen würden unsere Gesellschaft für „schwach“ halten, in der Existenz zu verifizieren und auszuräumen. Alles andere sind Latrinenparolen von irgendwelchen Berufsbetroffenen.
    Jede(r) kann ihre/seine eigene Gedankenwelt hegen pflegen und leben, wie es gefällt, und wenn das eine muslimische ist. Aber alle müssen realistisch genug sein, dass das eine Grundlage hat, nämlich eine freiheitliche Gesellschaft, und dass der Versuch, das für irgendeinen Menschen einzuschränken, dazu führen kann, dass man die Freiheit, seine spezielle Gedankenwelt zu leben, verlieren kann.
    Nochmal speziell @dirk: Vorschriften zu finden, mit denen man bestimmte Gruppen einschränken will, wie das sowohl konservative als auch rechte Kreise immer wieder versuchen, ist genau das, was die Muslime auch tun möchten. Genau deshalb kann ich diese „verbieten!“-Kräher hinten und vorne sowas von überhaupt nicht ab. Wenn man die Kräher von der CDU/CSU oder der AFD vollends vom Haken läßt, brauchen wir gar keine Islamisierung mehr, die schaffen das auch ganz alleine.

  9. #9 von Elvenpath am 19. August 2016 - 11:28

    @oheinfussel: Bei denen, die am lautesten schreien, kann man von Fremdenhass ausgehen.

  10. #10 von oheinfussel am 19. August 2016 - 11:59

    @Elvenpath

    Das ist mir zu pauschal – beim Thema Burka rege ich mich zuweilen auch sehr auf – ich verbitte mir weiterhin, mit Rassisten und Nazis gleichgestellt zu werden.

  11. #11 von Hal am 19. August 2016 - 12:35

    @Elvenpath

    Ist es dann auch eine gerechtfertigte Reaktion die Verteidiger der Burka als naive und realitätsferne Traumtänzer pauschal abzuqualifizieren? Der Diskurs zum Islam ist so erschreckend primitiv, und Totschlagargumente wie Rassist, Nazi und Islamophobie zum Teil wegen den fehlenden rationellen Argumenten besonders beliebt.

  12. #12 von Fabian Hoemcke am 19. August 2016 - 13:58

    @oheinfussel

    <

    blockquote>
    Interessant – dass ich die Burka als menschenverachtend ablehne, ist also Zeichen meines Fremdenhasses.

    Nein, aber das man / Du (unterstelle ich Dir jetzt mal) die Burka verbieten will, ist es.

  13. #13 von Fabian Hoemcke am 19. August 2016 - 13:59

    @oheinfussel

    Interessant – dass ich die Burka als menschenverachtend ablehne, ist also Zeichen meines Fremdenhasses.

    Nein, aber das man / Du (unterstelle ich Dir jetzt mal) die Burka verbieten will, ist es.

  14. #14 von Fabian Hoemcke am 19. August 2016 - 14:00

    @oheinfussel

    <

    blockquote>
    Das ist mir zu pauschal – beim Thema Burka rege ich mich zuweilen auch sehr auf – ich verbitte mir weiterhin, mit Rassisten und Nazis gleichgestellt zu werden.

    Damit hat sich die Unterstellung erledigt. 😉

  15. #15 von Elvenpath am 19. August 2016 - 14:31

    @oheinfussel: Ich wollte dir nichts unterstellen. Aber bei vielen, die gegen den Niqab wettern, sieht man quasi den Fremdenhass in den Augen. Das lässt sich schon leicht an den Formulierungen ablesen.

  16. #16 von oheinfussel am 19. August 2016 - 14:49

    @F.H

    Beim Thema Verbot bin ich noch nicht zu einer eindeutigen Meinung gekommen – da ich einerseits die Selbstbestimmung extrem wertschätze, andererseits gibt es Situationen, wo man diese einschränken muss.

    Deine Unterstellung kannst du dir also sparen

  17. #17 von oheinfussel am 19. August 2016 - 14:52

    @Elvenpath

    Ich weiß, da stimme ich dir zu. Viele wettern einfach dagegen, weil das was Fremdes ist – aber nicht, weil es ihnen um die Selbstbestimmung und Gleichberechtigung der Frau geht(auch in der Öffentlichkeit).

    Das ist natürlich absolut deppert und für niemanden hilfreich.

  18. #18 von Fabian Hoemcke am 19. August 2016 - 14:56

    @oheinfussel

    Deine Unterstellung kannst du dir also sparen

    Und die kannst Dir diese unflätige Art sparen.

    Anzugeben, dass man bewusst mit einer Unterstellung arbeitet, ist aufrichtig und fair.
    Des Weiteren hatte ich selbst angegeben, dass diese Unterstellung keinen Bestand hat.
    Eine solche Fairness wäre mir gegenüber auch nett gewesen.

  19. #19 von oheinfussel am 19. August 2016 - 15:03

    @F.H.

    Dann war das wohl ein Missverständnis und ich hab die Ironie nicht bemerkt – als A.Autistin glänzt mein Ironieradar dauerhaft mit Abwesenheit.

    Das tut mir leid – ich hatte keinesfalls vor, unflätig zu erscheinen

  20. #20 von Fabian Hoemcke am 19. August 2016 - 15:09

    @oheinfussel

    Beim Thema Verbot bin ich noch nicht zu einer eindeutigen Meinung gekommen – da ich einerseits die Selbstbestimmung extrem wertschätze, andererseits gibt es Situationen, wo man diese einschränken muss.

    Das sehe ich ähnlich. Aber der Diskurs um das „Burka-Verbot“ ist in zweierlei Aspekten reichlich unsachlich.
    Erstens die Reduktion auf die Burka. Wenn diese Verboten ist, wären dann alle zufrieden, wenn die 20 Burka-Trägerinnen in Deutschland eine Niqap oder Tschador tragen? Sicher nicht. Aber wenn man noch nicht einmal bereit ist, sich mit einem Thema so weit zu beschäftigen, dass man die Termini richtig drauf hat (In Summe ganze 5; In Worten: Fünf!), ist man generell nicht bereit für einen sachlichen Diskurs. Insofern gebe auch ich @Elvenpath recht, das die Intention einer solchen Debatte eine andere sein muss. Und diese merkt man vielen Diskutanten einfach an. (Gemeint sind hier vor allem die Medien und einschlägige Politiker.)

    Der zweite Aspekt der Notwendigkeit eines freien Gesichtsfeldes oder gar unbedeckten Kopfes ist eine legitime Diskussion, der auch die Vollverschleierung betrifft. Jedoch sollte es keine Einzelfallgesetze für Schleier oder gar nur für Burkas geben. Gibt es gute Gründe für ein unbedecktes Gesicht oder unbedeckten Kopf, so trifft das automatisch auch die Schleier, oder einen Teil der Varianten zu. Die Gründe müssen aber weit außerhalb von „Datt kenn ma hier nich!“, „Datt woll’n wir hier nich!“, „Datt hamma noch nie so jemacht! Da könnte ja jeder komm! Was soll’n denn die Leute denk’n?“ oder „Die Frauen werden unter den Schleier gezwungen, also zwingen wir sie daraus!“ liegen.
    Ein gutes Beispiel ist das Vermummungsverbot. Egal ob man dazu steht, die Begründung als solches ist eine Gute. Sie ist sachlich und nicht diskriminierend. Ein anderer Grund könnte die Identifikation, die erkennungsdienstliche Erfassung und das Passbild im Ausweis sein.

    Im Grunde bin ich da ganz bei Dir.

  21. #21 von Fabian Hoemcke am 19. August 2016 - 15:11

    @oheinfussel

    Dann war das wohl ein Missverständnis und ich hab die Ironie nicht bemerkt – als A.Autistin glänzt mein Ironieradar dauerhaft mit Abwesenheit.

    Das war mir nicht bewusst. Ich werde das bei meinem Kommunikationsverhalten berücksichtigen.

    Gruß
    Fabian

  22. #22 von oheinfussel am 19. August 2016 - 15:26

    @Fabian

    Ich hätte es vielleicht auch schon mal eher erwähnen sollen 🙂

    In meinen letzten Betrieb gab es häufiger unangenehme Situationen, die einfach darauf gründeten, dass ich sie durch meine Symptomatik missverstand und falsch interpretierte und die andere Seite aus Unwissenheit über diese Begebenheit wiederum mich missverstand. Nachdem ich jedoch für etwas Aufklärung sorgte, war die Kommunikation zwischen beiden Parteien wesentlich einfacher und angenehmer – ich kann nicht erwarten, dass jeder mit den Auffälligkeiten von A.Autismus etwas anfangen kann.

    Um auf das Thema zurück zukommen – im Grunde genommen, sind wir einer Meinung und uns beide einig, dass eine sachliche Kritik als einziger Maßstab gelten sollte. Persönliche Gefühle sind eher wenig zielführend

  23. #23 von Cassie am 19. August 2016 - 15:34

    Ein Kopftuch-Verbot lehne ich ab, weil man dann konsequenterweise das Tragen ALLER Kopfbedeckungen untersagen müsste: Auch mit Hüten, Mützen oder Perücken lassen sich Haare verhüllen – ist das dann islamistisch und eine Diskriminierung von Frauen? Für ein Burka-Verbot könnte man zwar mit Sicherheitsbedenken argumentieren (niemand weiß, wer sich unter dieser Vollverschleierung versteckt), aber wen sollten Sanktionen treffen? Die Frau – oder ihren Ehemann / ihre Familie?

  24. #24 von dirk am 19. August 2016 - 16:24

    #8 von schiffmo am 19. August 2016 – 10:34

    Zitat schiffmo
    „Nochmal @dirk: Es geht nicht darum, Menschen zu verdrängen, was sich leider einige wünschen. Es geht auch nicht darum, irgendjemand zu unterdrücken.“

    Die Einwanderungspolitik welche Merkel verstärkt seit Sommer vorigen Jahres betreibt führt zu einer wirtschaftlichen Belastung der schon vorher hier lebenden Bevölkerung, es ist eine Verschlechterung der Sicherheitslage, es wird auch massiv ein (religöser) Rassismus ins Land gekarrt, von größeren Problemen weltweit abgelenkt hat, die Briten aus der EU getrieben und die Flüchtlingsströme wobei Tausende verrecken erst erzeugt.

    Selbstverständlich bin ich gegen eine unkontrollierte Immigration und mir ist vollkommen unverständlich wie viele Leute menschenverachtenderweise noch nach wie vor dafür sind.

    Zitat schiffmo
    „Wichtig ist, festzustellen, ob das oft kolportierte Mißverständnis, bestimmte (Zuwanderer-) Gruppen würden unsere Gesellschaft für „schwach“ halten, in der Existenz zu verifizieren und auszuräumen. Alles andere sind Latrinenparolen von irgendwelchen Berufsbetroffenen.“

    Ein Blick in den Koran, auf die Erdogan Demos in Deutschland nach Marxloh, Gelsenkirchen, Bochum, Mannheim oder bestimmte Straßenzüge in Berlin zeigt das es selbstverständlich derartige Gruppen Gruppen gibt.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article157666053/Solche-Tuerken-und-Araber-verachten-den-deutschen-Staat.html

    „Die Welt: Herr Buschkowsky, nach dem Vorfall im Soldiner Kiez nannte es Innensenator Frank Henkel (CDU) „unerträglich, wie unsere Polizei hier attackiert und an ihrer Arbeit gehindert wird“. Was sagen Sie dazu?

    Heinz Buschkowsky: Unerträglich stimmt. Aber neu sind solche Vorfälle nicht. Wir kennen seit Jahren diese Zusammenrottungen, versuchte Gefangenenbefreiungen und direkte Angriffe auf Polizeibeamte oder alle, die eine Uniform tragen. Von der Feuerwehr bis zum Roten Kreuz. Viele Polizisten haben Bücher über ihren Berufsalltag geschrieben. Sie füllen ganze Bücherwände.“

    Die Frage ob solche Gruppen existieren ist doch Leuteverarschung pur.

    Zitat schiffmo
    „Jede(r) kann ihre/seine eigene Gedankenwelt hegen pflegen und leben, wie es gefällt, und wenn das eine muslimische ist. Aber alle müssen realistisch genug sein, dass das eine Grundlage hat, nämlich eine freiheitliche Gesellschaft, und dass der Versuch, das für irgendeinen Menschen einzuschränken, dazu führen kann, dass man die Freiheit, seine spezielle Gedankenwelt zu leben, verlieren kann.“

    Ja da hast du recht und ich habe mich auch noch nicht zu einem Burkaverbot positioniert (im Gegensatz zu dem Burkiniverbot, wo Korsika gezeigt hat das es Typen gibt die ein mögliches Fotografieren von Burkiniträgerinnen offenbar als Diebstahl ihres Eigentums auffassen und dann nach ihrer Kultur mit Gewalt versuchen ihre Auffassung von Verteidigung ihres Eigentums durchzusetzen).

    Zitat schiffmo
    „Nochmal speziell @dirk: Vorschriften zu finden, mit denen man bestimmte Gruppen einschränken will, wie das sowohl konservative als auch rechte Kreise immer wieder versuchen, ist genau das, was die Muslime auch tun möchten. Genau deshalb kann ich diese „verbieten!“-Kräher hinten und vorne sowas von überhaupt nicht ab. Wenn man die Kräher von der CDU/CSU oder der AFD vollends vom Haken läßt, brauchen wir gar keine Islamisierung mehr, die schaffen das auch ganz alleine.“

    Was für ein Schwachsinn ist das, weil du eine Fraktion nicht magst muss alles was diese Fraktion macht falsch sein und man selbst darf nur das Gegenteil tun?

    Wie wäre das in Bezug auf den IS? Beim IS ist es verboten grundlos Gläubige umzubringen (also eine riesige Diskriminierung der Mörder und ihrer Persönlichkeitsrechte), willst du jetzt deshalb den Mord in Deutschland legalisieren?

    Das Geschwafel von rechts, links, mittendurch oder konservativ dient doch nur dazu von der eigentlichen Frage abzulenken.

    Und die einzige statthafte Abwägung in dem Bereich ist, sind die gesellschaftlichen Vorteile durch ein Burkiniverbot ausreichend um einem Individuum diese Kleidervorschriften zu machen?

    Und selbstverständlich gibt es auch andere Kleidervorschriften in Deutschland, und die Hürden sind da keineswegs hoch zB dürfen sich Männer außerhalb von speziell gekennzeichneten Gebieten in öffentlichen Bereichen nicht nackt zeigen.

  25. #25 von Yeti am 19. August 2016 - 17:50

    @fussel:
    Du hast das jetzt zweimal erwähnt, es ist also kein Vertipper. Was ist „A.Autismus“?
    Asperger?

  26. #26 von oheinfussel am 19. August 2016 - 18:01

    @Yeti

    Ja, ich meinte damit Asperger Autismus – ich war nur zu faul, es auszuschreiben 😉

  27. #27 von Fetzenfisch am 19. August 2016 - 18:20

    Ich finde das verbieten irgendeines Kleidungsstückeg grundsätzlich einen zu grossen Eingriff in die persönlich Freiheitsrechte jedes Menschen.

    Ausserdem werden diese Frauen dann noch mehr von ihren Männer ins Haus verbannt als es eh schon der Fall ist.

    Burkaverbot bei bestimmten Berufen macht auch wenig Sinn, da diese Frauen in der Regel eh nicht abeiten. Und niemand stellt eine Frau in einer Burka ein, ohne diese je gesehen zu haben.

    Ein allgemeines Vermummungverbot wäre für bestimmte Bereich völlig ausreichend und würde niemanden speziell diskriminieren.

  28. #28 von schiffmo am 19. August 2016 - 22:22

    @dirk:

    Selbstverständlich bin ich gegen eine unkontrollierte Immigration und mir ist vollkommen unverständlich wie viele Leute menschenverachtenderweise noch nach wie vor dafür sind.

    Du willst mir erklären, warum das Aufnehmen von Menschen – ceteris paribus – menschenverachtend sein soll. Was nämlich jetzt passiert, ist, dass man in Ländern mit vielen Merkwürdigkeiten – unter anderem der jetzt offiziell bestätigten Tatsache, dass sie die Fluchtursache fördern – riesige Flüchtlingsghettos schafft, während die Bürger desselben Landes anfangen, daraus aus politischen Gründen zu fliehen.
    Es passiert verdammt viel Scheiße auf der Welt – aber genau Deine „das boot ist voll“-Mist trägt hier dazu bei, das Problem zu vergrößern.
    Beim zweiten Zitat hast Du nicht kapiert, um was es geht. Es geht eben darum, festzustellen, ob es wirklich Leute gibt, die ernsthaft denken, dass freiheitliche Gesellschaften „schwach“ wären, oder ob das eine Behauptung ist, und dann klarmachen, dass das Gegenteil der Fall ist.
    Es ist nicht der Sache dienlich, wenn wir unsere Freiheit abschaffen. Das ist das, was die Hardliner in CDU/CSU, oder beliebige Strippenzieher in Wartestellung aus AfD und Pegida-Umfeld zweifelsohne tun möchten. Ohne unsere freien Gesellschaften können wir eben nicht an den Ursachen arbeiten für den Mist, der bei uns und andernorts passiert. Auch in muslimischen Ländern sitzen Menschen rum, die gerne in freiheitlichen Ländern zu Hause sein möchten. Unter denen gibt es welche, die fassungslos sind, dass Europa kein Konzept hat, eben diesen Menschen in der eigenen Nachbarschaft zu helfen, ihre Gesellschaften offener zu machen.
    Ich verstehe das: Unsere tollen Politiker schauen tatenlos zu, wie dieser Erdogan gerade Bündnisse mit Systemen wie Iran und Russand schmiedet und gleichzeitig auf Kurden schießen läßt und zumindest eine undurchsichtige Rolle in Syrien spielt.
    Den Herrn Buschk… kenne ich nicht, und die Welt und die Verlagsgruppe, zu der sie gehört, ist nicht gerade dafür bekannt, besonders progressiv zu sein, was jedem unregelmäßigen Hörer von Presseschauen in relativ kurzer Zeit auffällt. Diese Quellenwahl Deinerseits deutet darauf hin, dass Du Dich sehr selektiv informierst, um es mal freundlich auszudrücken.

    Es überrascht mich nicht, dass Du kein Problem darin siehst, wenn man Vorschriften so macht, dass sie möglichst nur bestimmte Gruppen treffen. Das zersetzt aber leider freie Gesellschaften, und in einer unfreien Gesellschaft will ich nicht leben. Dabei ist es mir völlig egal, ob mich die Dumpfbacken aus der Afd-Richtung oder die Salafisten unterdrücken, beide werden mörderisch sein, und beide werden eine Gesellschaft formen, die nur für „Radfahrer“ (nach oben buckeln, nach unten treten) und Duckmäuser lebenswert sein werden.
    Solltest Du Dich fragen, wie ich auf Die Idee komme, darfst Du gerne fragen, warum. Pauschale Unkereien wie

    Was für ein Schwachsinn ist das, weil du eine Fraktion nicht magst muss alles was diese Fraktion macht falsch sein und man selbst darf nur das Gegenteil tun?

    bestärken mich nur darin, den Propagandisten der Unfreiheit entgegenzutreten. Das, was ich an unserer Gesellschaft mag, werde ich ihnen nicht kampflos überlassen.
    Schau mal ganz genau: Es ist in dieser „Fraktion“, wie Du es nennst, nicht definiert, was man haben will, es soll nur irgendwie so bleiben, wie es ist, und wer was dagegen hat, soll die Fresse halten und spuren, also was Nützliches fürs deutsche Volk tun.

    Und die einzige statthafte Abwägung in dem Bereich ist, sind die gesellschaftlichen Vorteile durch ein Burkiniverbot ausreichend um einem Individuum diese Kleidervorschriften zu machen?

    In dieser sogenannten Abwägung sind mehrere schwachsinnige Annahmen enthalten:
    – Ein „Burkiniverbot“ ist nicht sinnvoll regelbar. Ein „Burkaverbot“ übrigens auch nicht (hast Du eigentlich das gemeint?) Denn entweder ist es einfachst umgehbar, also unwirksam, oder es betrifft viele andere Tattbestände mit, die man nicht verbieten wollte.
    – Was ist denn das Rechtsgut, das man schützen wollte? Kann dieses mit einer Kleidervorschrift überhaupt geschützt werden?
    Die Abwägung ist damit aus mehreren Gründen völlig kopf- und sinnlos, und was Du mit „statthaft“ meinen könntest, will ich mir gar nicht ausmalen.

    Und selbstverständlich gibt es auch andere Kleidervorschriften in Deutschland, und die Hürden sind da keineswegs hoch zB dürfen sich Männer außerhalb von speziell gekennzeichneten Gebieten in öffentlichen Bereichen nicht nackt zeigen.

    Das ist schlicht und ergreifend falsch, ohne weitere Begründung oder ohne Zitieren von Rechtsvorschriften auch recht an den Haaren herbeigezogen.
    Dass das Risiko beim sich öffentlich nackt zeigen gegen andere Rechtsvorschriften zu verstoßen, im übrigen für Männer und Frauen, sehr hoch ist, steht auf einem anderen Blatt, stützt aber keineswegs Deine These. Denn der Umstand der Nacktheit alleine ist nicht ausreichend für den Verstoß, und dafür gibt es Präzedenzfälle und Urteile.

  29. #29 von dirk am 20. August 2016 - 16:03

    #28 von schiffmo am 19. August 2016 – 22:22

    Zitat schiffmo
    „Selbstverständlich bin ich gegen eine unkontrollierte Immigration und mir ist vollkommen unverständlich wie viele Leute menschenverachtenderweise noch nach wie vor dafür sind.
    Du willst mir erklären, warum das Aufnehmen von Menschen – ceteris paribus – menschenverachtend sein soll“

    Nein ich habe das schon erklärt, erklär mir mal was dich so Geil macht tausende dazu zu verleiten das sie ersaufen den das ist es doch was die deutsche Migrationspolitik bewirkt?

    Zitat schiffmo

    „Beim zweiten Zitat hast Du nicht kapiert, um was es geht. Es geht eben darum, festzustellen, ob es wirklich Leute gibt, die ernsthaft denken, dass freiheitliche Gesellschaften „schwach“ wären, oder ob das eine Behauptung ist, und dann klarmachen, dass das Gegenteil der Fall ist.“

    EOD denn es ist sinnlos mit Realitätsverweigerern zu diskutieren.

  30. #30 von Fabian Hoemcke am 20. August 2016 - 19:14

    @dirk

    Die Einwanderungspolitik welche Merkel verstärkt seit Sommer vorigen Jahres betreibt führt zu einer wirtschaftlichen Belastung der schon vorher hier lebenden Bevölkerung, es ist eine Verschlechterung der Sicherheitslage, es wird auch massiv ein (religöser) Rassismus ins Land gekarrt, von größeren Problemen weltweit abgelenkt hat, die Briten aus der EU getrieben und die Flüchtlingsströme wobei Tausende verrecken erst erzeugt. Bla, bla bla…

    Wir kennen deine rechte Unterschichten-Demagogie bereits. Nicht nur von Dir, sondern auch auf Facebook wo solche Texte, die eine intellektuelle Beleidigung für jeden darstellen, der es schafft seine Hose richtig herum anzuziehen, unreflektiert geteilt und kopiert werden.
    Selbst Bernd Höcke wäre das zu blöd und das will was heißen.

    Gehe doch Montags einfach mit PEGIDA spazieren und wähle die AfD. Aber lass doch die anderen damit in Ruhe.

    Gruß
    Fabian

  31. #31 von schiffmo am 21. August 2016 - 12:52

    Hey Dirk,

    ich bin froh darüber, wenn Du tatsächlich versuchst, mich nicht mehr zu Deinen Ansichten zu bekehren (sic!). Dass Du mir lustvolles Anhängertum zu Sachen unterstellst, die ich nie erklärt habe und mich einen „Realitätsverweigerer“ schiltst, ist einfach nur absurd. Anscheinend kommt das von Deiner Unfähigkeit, inhaltlich auf meine posts einzugehen. Im Gegensatz zu Dir ist es mir relativ egal, ob Du in Deinem eigenen, abgestandenen Saft brätst. Nicht egal ist mir, wenn Du Deine stumpfsinnige Propaganda unwidersprochen verbreitest. Ansonsten schließe ich mich Fabian Hoemcke (#30) an.

  32. #32 von dirk am 22. August 2016 - 05:54

    @#30 von Fabian Hoemcke

    Rechts ist das menschenverachtende Anlocken von Migranten welches die Gesellschaft weiter spaltet in Ärmere und Reichere man sieht es auch am Arbeits- und am Wohnungsmarkt.

    Das du rechts mit links verwechselst ist aber schon aus anderen deiner Beiträge klar geworden.

    Und ja, ich kann diese Menschenverachtung welche dazu führt das tausende Menschen jährlich im Mittelmeer ertrinken nicht bejubeln.

    @schiffmo du behauptest das es dich nicht erfreut wenn Aufgrund auch DEINER Argumentation tausende Menschen ersaufen. Aber da du nach wie vor nicht von deiner menschenverachtenden Argumentation ablassen willst, ist es auch nicht glaubhaft das dir der Tod dieser Menschen etwas ausmacht.

  33. #33 von schiffmo am 22. August 2016 - 08:32

    @dirk: Was auch immer Du nimmst, nimm mehr oder weniger davon. Die Dosis stimmt nicht. Du redest irre.

  34. #34 von Fabian Hoemcke am 22. August 2016 - 10:54

    @dirk
    Danke für ein weiteres Beispiel der Rabulistik und Dampfplauderei. Das kannst Du wirklich gut.
    Was aber ist an „Lasse andere damit in Ruhe!“ so schwer zu verstehen?

  35. #35 von schiffmo am 22. August 2016 - 11:37

    Übers Thema wird hier nicht diskutiert.

    Ein Diskutant hat zwar keine Position zum Burkaverbot: „und ich habe mich auch noch nicht zu einem Burkaverbot positioniert“ (aus #24), aber dafür eine zu Frau Merkel und deren Einwanderungspolitik.
    Das ist symptomatisch: Der Herr gebraucht das Thema, um Propaganda für was anderes zu machen und bestätigt damit (ungewollt?) eine These des hier vorgestellten Artikels.
    Interessant wäre gewesen: Die Frau Wunn soll eine Religionsexpertin sein, und es existieren Menschen, die behaupten, eine Burka hätte was mit Religion zu tun. Steckt da vielleicht was dahinter, das uns etwas über Konfliktursachen verrät?
    Wir haben eine Gesellschaft zu verteidigen, und zwar gegen Menschen, die denken, arabische Kalligraphien mörderisch gegen Worte „verteidigen“ zu müssen, und gegen andere Menschen, die denken, ihre Gartenzwerge gegen Leser von Büchern verteidigen zu müssen, auf denen arabische Kalligraphien drauf sind.
    Auf den Gedanken, dass man beide Fanatikergruppen beruhigen und notfalls mit den Mitteln des Strafrechts zu Leibe rücken könnte, und alle anderen mal dafür sorgen könnten, dass man erst mal miteinander redet und dann die Ärmel hochkrempelt und was hilfreiches gegen die nicht zu knapp vorliegenden Mißstände tut, die so anstehen, werden die Fanatiker nicht kommen.

  36. #36 von Gerry am 22. August 2016 - 11:46

    [http://www.smh.com.au/lifestyle/news-and-views/news-features/nonmuslims-flock-to-buy-burkinis-as-french-bans-raise-profile-of-the-modest-swimwear-style-20160819-gqwx95.html

  37. #37 von Gerry am 22. August 2016 - 12:23

    Und wo wir grade dabei sind, anderen Leuten ihre Kleidung vorzuschreiben:

    [https://twitter.com/History_Pics/status/766832887924658177