Beichtgeheimnis gilt auch bei Mord

Zahl der Beichtgänger ist in den letzten 30 Jahren massiv zurückgegangen. Lappalien wie überfahrene rote Ampeln werden seltener offenbart.

[http://www.derwesten.de/staedte/bochum/beichtgeheimnis-gilt-auch-bei-mord-id12105390.html

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  1. #1 von Willie am 18. August 2016 - 05:30

    Tolle Bilunterschrift:

    Ob auf der Sitzbank oder im klassischen Beichtstuhl Propst Michael Ludwig aus der Kirche St. Peter und Paul nimmt jedem die Beichte ab, der seine Sünden vor Gott bekannt geben möchte.

    Da wird ein alleswissender Gott, der sogar beim Scheißen zusieht, postuliert und dann muss man ihm seine Sünden bekannt gegeben. Ob der Artikelschreiberling davon ausgeht, dass diesem Gott erste erzählt werden muss was eine Sünden ist?

    Es gibt Dinge im Leben, die man irgendjemanden erzählen möchte. Einfach, um das eigene Gewissen zu reinigen.

    Da die Überschrift ja auf Mord, generell auf Gewalt, abziehlt meine Empfehlung: Dem Richter und dem Staatsanwalt erzählen und dann, ganz Christ, die Leiden des Knasts auf sich nehmen. Besser wäre allerdings, wenn man denen nicht von Kind an eintrichtern würde, dass man mit Beichte beim Pfaffen sein Gewissen erleichtern könne, egal was man getan habe.

    Doch gerade wenn es um heikle Themen wie Gewalt geht, kann man sich nicht an jede Person wenden. Zu groß ist die Angst, dass die eigenen Gedanken verstörend auf andere wirken könnten.

    Blödsinn, die wollen nur nicht für ihre Taten einstehen.

    Man ist auf der Suche nach Menschen, die aufgrund ihres Berufs schweigen müssen, denn in Deutschland gilt die Schweigepflicht. Egal, was Ärzte, Anwälte oder Priester hören, sie müssen es für sich behalten.

    Bei Ärzten will man dies ja auflockern,Anwälte werden dann auch irgendwann folgen, nur den Schamanen der Kirchen werden dort ihre Sonderstellung behalten.

    Apropos „sie müssen es für sich behalten“ mag bei Ärzten und Anwölten zutreffend sein, beim Priester stimmt das ja wieder nicht, da er es ja seinem Beichtvater und der seinem Beichtvater und der …. erzählen kann und darf.

    Sonntagmittag um 12 Uhr läutet die Kirchenglocke und bis zu 150 Gläubige finden sich in der Gemeinde zur Heiligen Messe ein. Danach bietet sich die Möglichkeit der Beichte, aber nur wenige nehmen dieses Angebot auch an.

    Liegt wohl auch daran, dass die Alten kaum noch was zu beichten haben und wenn, dann kenen sie die Antworten ja bereits und beten dann ihr Ave Maria etc. auch ohne Aufforderung.

    Besonders ältere Kirchengänger erinnern sich an das „moralische Verhör“, als die Priester damals noch skrupulöse, intime Fragen stellten. „Diese Zeiten sind vorbei. Die Kirche ist kein moralischer Schiedsrichter“, sagt Propst Ludwig.

    Es sei denn, es handelt sich um Geschiedene, Wiederverheiratete, Homosexuelle …..

  2. #2 von Rene am 18. August 2016 - 09:58

    Wie kann man jemandem, der nicht bereit ist die Konsequenzen seines Handelns zu tragen, die Absolution erteilen? Der Sinn der Beichte besteht ohnehin nur in der Selbstbezichtigung, der Unterwerfung.