„Der Islam ist nicht mehr Weltreligion, sondern Sekte“

Der Islam hat seine Seele verloren, ist in Eindimensionalität und Gewalt gefangen. Er könnte sich mit Demokratie und Humanismus versöhnen – wenn die Muslime wollten, so Schriftsteller Zafer Senocak.

(…)

Heute kommen die frommen Massen fast ohne westliche Bildung aus. Sie folgen immer stärker messianischen Heilslehren. Sie suchen nach einfachen Antworten für prekäre Fragen. Man kann sagen, dass der Islam keine Weltreligion mehr ist, sondern er hat Züge einer Sekte angenommen.

weiterlesen:

[http://www.welt.de/debatte/kommentare/article157635167/Der-Islam-ist-nicht-mehr-Weltreligion-sondern-Sekte.html

  1. #1 von dirk am 16. August 2016 - 16:17

    Ich könnte Kotzen wenn ich derartige Aussagen wie die Obige höre.

    War „der Islam“ früher wirklich toleranter? Haben sich früher Leute die sich umfassend an Sunna und Koran hielten toleranter gegenüber Nichtmuslimen, Apostaten und Frauen verhalten? Stand den früher etwas anderes in Koran und Sunna? Nein früher stand nichts anderes in Koran und Sunna! Was jedoch offensichtlich ist, bei dem Anblick von 30-40 Jahre alten Fotos von Menschen in der Türkei, Libyen, Ägypten teilweise Syrien ist das man weniger Kopftücher sieht, was sich ja eher so deuten lässt das der Islam von vielen Leuten weniger umfassend ausgelegt wurde. Aber Benachteiligungen bzw religiöse Anschläge auf Christen gab es in den arabischen Ländern und der Türkei auch damals.

    Und die Toleranz gegen Schwule wie sie von vielen Medien dargestellt vor 200 – 300 Jahren in manch islamisch geprägten Land herrschten sollte? Wenn man genauer hinschaut ist dort doch eher Kinderficken beiderlei Geschlechts verherrlicht, wie es laut christlichen Quellen auch der Eroberer von Konstantinopel betrieb was im Falle der Weigerung der betroffenen Familie zu dem Tod der Eltern des Kindes führte. Und in Afghanistan ist trotz Verbotes das Halten von Lustknaben ein Statussymbol. Die volkstümliche Erklärung ist das die Junge nicht als Mann betrachtet wird und es so gestattet ist ihn wie ein Mädchen zu „gebrauchen“. Und ein weibliches Kind ficken da gibt es ja laut Überlieferung das beste aller vorstellbaren Beispiele.

    Toleranter wird der Islam gegenüber Ungläubigen, Apostaten, Schwulen und Frauen erst wenn man ihn weniger Umfassend auslegt. Was aber den Aussagen massiv widerspricht das der Islam mit der Lebensgeschichte des Propheten seinen Sprüchen und den „Aussagen Gottes“ die rechtliche Grundlage für das Handeln der Muslime bilden soll, auch der deutsche Zentralrat der Muslime sieht dies unverrückbar so.

  2. #2 von omnibus56 am 16. August 2016 - 20:44

    @dirk
    Zustimmung. Aber bei »christlichen Quellen«, insbesondere katholischen Quellen wäre ich vorsichtig. Religioten neigen nicht nur heute zur Übertreibung, wenn es um andere Religionen geht.

  3. #3 von dirk am 16. August 2016 - 21:54

    Ich hatte das aus der googlebooks Vorschau von Die Eroberung von Konstantinopel 1453
    von Steven Runciman

    Seite 157 (hatte ich vor Jahren kopiert zZ für mich nicht mehr in der google Vorschau)

    „…Die Freundlichkeit und Güte, welche Mehmed den überlebenden
    Ministern des Kaisers bezeigt hatte, war von kurzer Dauer. … Fünf
    Tage nach dem Fall der Stadt gab er ein großes Festmahl. In seinem
    Verlauf, als ihm der Wein bereits zu Kopf zu steigen begann, flüsterte
    ihm jemand zu, Notaras‘ vierzehnjähriger Sohn sei ein Knabe
    von ungewöhnlicher Schönheit. Der Sultan schickte unverzüglich
    einen Eunuchen zum Haus des Megadux und verlangte, der Knabe
    solle ihm sogleich zu seiner Lustbarkeit Übersandt werden. Notaras,
    dessen zwei älteren Söhne in den Kämpfen gefallen waren, weigerte“

    Seite 158
    „sich, den Knaben einem solchen Geschick auszuliefern. Nunmehr
    wurden Polizisten ausgeschickt um Notaras mitsamt seinem Sohn
    und seinem jungen Schwiegersohn, dem Sohn des Großdomestikos
    Andronikos Kantakuzenos, vor den Sultan zu bringen. Als Notaras
    noch immer dem Sultan die Stirn bot, gab dieser Befehl, ihn und die
    zwei Jünglinge auf der Stelle zu enthaupten. Notaras bat lediglich,
    man möge sie vor ihm töten, damit der Anblick seines Todes sie
    nicht schwanken lasse. Nachdem sie beide hingerichtet worden
    waren, entblößte er dem Scharfrichter seinen Nacken. Am folgenden
    Tag wurden neun andere griechische Notablen verhaftet und aufs
    Schafott geschickt. …“

    Leider ist aus der Googlebooks Vorschau nicht ersichtlich welches die Quellen sind, ich nahm Georgios Sphrantzes an.