INTERVIEW: „Je religiöser, desto toleranter“

Wie stehen religiöse Menschen – vor allem Muslime in Europa – zu ihren religiösen Rechten und denen der Anderen? Diesen und vielen anderen Fragen ist u.a. Prof. Dr. Sarah Carol in der EURISLAM-Studie nachgegangen. Im Interview legt sie die Antworten offen.

[http://www.islamiq.de/2016/08/14/je-religioeser-desto-toleranter/

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  1. #1 von wahn am 15. August 2016 - 22:49

    „Je religiöser, desto toleranter“
    Wie hat man die Religiosität bestimmt – doch wohl nicht mit der Skala für Glaubensintensität in Adm ?

  2. #2 von itna am 15. August 2016 - 22:52

    Umgekehrt wird ein Schuh draus.

  3. #3 von manglaubtesnicht am 15. August 2016 - 23:29

    Die Frage bezieht sich auf Sonderrechte für Religionen, nicht auf Religionsfreiheit oder Toleranz an sich. Religiöse Leute wollen Sonderrechte für Religionen, nehmen dabei auch Sonderrechte für fremde Religionen in Kauf:

    „Wenn man sich die vorhandene Literatur und Forschung zur Rolle der religiösen Herkunft für Einstellungen gegenüber anderen Gruppen anschaut, liegt die Vermutung nahe, dass starke Religiosität mit ablehnenden Einstellungen gegenüber anderen Gruppen einhergeht. In vielen Fällen findet sich dies auch. Wir haben jedoch herausgefunden, dass religiösere Menschen auch die religiösen Rechte für die andere Gruppe also Christen oder Muslime stärker befürworten.“

  4. #4 von Friedensgrenze am 16. August 2016 - 07:36

    @manglaubtesnicht.

    „Die Frage bezieht sich auf Sonderrechte für Religionen, nicht auf Religionsfreiheit ( meine Definition) oder Toleranz an sich.“

    Ich seh das auch so. Es sind zwei unterschiedliche Definitionen , was Religionsfreiheit sei, in Umlauf. Die Eine bezieht sich auf den Einzelnen. Die zweite auf die Religionsfreiheit der Religionsgemeinschaft.

    „Wir haben jedoch herausgefunden, dass religiösere Menschen auch die religiösen Rechte für die andere GRUPPE also Christen oder Muslime stärker befürworten. “

    Überspitzung: Religionsfreiheit ist wenn die Gruppenrechte der einen von der anderen Gruppe akzeptiert wird.

    Umkehrschluss:

    Nicht religiöse Menschen gestehen der Religionsgemeinschaft anderer keine Rechte zu und sind daher Gegner der Religionsfreiheit nach Definition von Prof. Dr. Sarah Carol. Atheisten sind Gegner der Religionsfreiheit.

    Deswegen dürfen Die uns ja auch umbringen.

    Mit dieser Haltung sitzen die in der UN.

    Leider kann ich nach dem 1. Absatz nicht weiterlesen Keine Zeit.

  5. #5 von Elvenpath am 16. August 2016 - 10:17

    „Je religiöser, desto toleranter“

    Klar, wenn man Toleranz nur passend definiert, so wie hier geschehen, dann kommt man auf solche idiotischen Ergebnisse.

  6. #6 von Skydaddy am 16. August 2016 - 13:03

    Ich habe den Artikel noch nicht gelesen, aber die Kommentare hier lassen mich vermuten, dass es sich hier um den Effekt des (mehr oder weniger) säkularen und weltanschaulich neutralen Staates handelt: Wer hier religiöse Sonderrechte oder Privilegien will, MUSS diese auch anderen Religiösen zugestehen.

    Sollte dies stimmen, so sehen wir hier den Erfolg des säkularen Staates, nicht der Religiosität.