Der Lackmustest: Welche Religionen überleben Atheisten?

Lieber Abdel-Hakim Ourghi, Sie wissen, dass ich Sie und Ihre Arbeit sehr schätze. Ihren Beitrag auf Facebook neulich fand ich jedoch etwas zwiespältig. Sie schrieben: „Ich glaube nicht, dass die Atheisten nerven. Sie brauchen die Religionen als Thema, damit ihre von der Realität entfernte Ideologie überlebt. Mit dem Gegenstand Gott sind sie religiöser als die Anhänger der Religionen. Übrigens, von den Atheisten kann man einiges über seine eigene Religion lernen. Deshalb ist der Dialog mit ihnen unentbehrlich.“

(…)

Indem die Gesellschaft den Atheismus akzeptiert, befreit sie die Gläubigen von Zwang, Falschheit und Lüge. Deshalb hat Abdel-Hakim Ourghi recht, wenn er sagt, man könne im Dialog mit Atheisten viel über die eigene Religion erfahren.

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[http://www.achgut.com/artikel/der_lackmustest_welche_religionen_ueberleben_atheisten

  1. #1 von drawingwarrior am 15. August 2016 - 10:02

    Den Atheismus überlebt keine Religion.
    Das hat nichts mit dem Atheismus an sich zutun, sondern mit dem Mangel an Belegen für einen Gott.
    Religion ist ein Gebäude, dass kein Fundament hat, obwohl alle, die mitgebaut haben behaupten eins eingebaut zuhaben.
    Der Architekt hat sogar die Berechnung für die Statik gemacht und dem Besitzer die Kosten für das Material in Rechnung gestellt.

  2. #2 von omnibus56 am 15. August 2016 - 10:06

    In Kommunismus oder Faschismus war für Gott kein Platz, aber dieser für Gläubige Menschen bitteren Realität verschlossen diese sich oft und marschierten unter den Bannern Stalins und Hiltlers Seite an Seite mit den Ungläubigen.

    Hier mischt der Autor Stalinismus mit Kommunismus, sowie Nationalsozialismus mit Faschismus als seien die jeweiligen ersteren identisch mit den jeweiligen letzteren. Das ist aber nur der erste Fehler. Im Nationalsozialismus war durchaus stets eine Religiosität der Führung zu erkennen, auch wenn sie (nur z. T.) nicht christlich („heidnisch“) war. Im Stalinismus wurde Stalin derart überhöht, dass er nahezu gottgleich wurde (vgl. römische Kaiser), ohne dass es eine offizielle Religion wurde (aber ist nur eine offiziell ausgerufene Religion eine „echte“ Religion?).

  3. #3 von Noch ein Fragender am 15. August 2016 - 11:29

    Indem die Gesellschaft den Atheismus akzeptiert, befreit sie die Gläubigen von Zwang, Falschheit und Lüge.

    Hoffentlich! Mir kommen manche Reaktionen von Gläubigen gegenüber Atheisten eher aufgeregt zwanghaft vor.

    Im übrigen ist der Grund, warum Atheismus zu akzeptieren ist, nicht das Wohlbefinden der Gläubigen, sondern das Menschenrecht jedes Einzelnen, was er will zu glauben oder nicht zu glauben, solange er anderen nicht schadet.