Säkulare Juden: Ungläubig in Jerusalem

Yaakov Malkin ist der Präsident des Instituts für jüdisch-säkulare und humanistische Führung. Der 89-jährige israelische Philosoph schreibt Bücher über Atheismus und begeht die traditionellen Feiertage als Ausdruck menschlicher Werte. Deswegen erhält Malkin Morddrohungen.

[http://www.deutschlandradiokultur.de/saekulare-juden-unglaeubig-in-jerusalem.1079.de.html?dram:article_id=362953

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  1. #1 von Willie am 14. August 2016 - 00:19

    „Die Gewalt gegen Professor Malkin kam überraschend. Man hätte erwartet, dass Morddrohungen gegen führende reformierte oder konservative Rabbiner gerichtet werden, die mit der orthodoxen Strömung in Israel konkurrieren. Es gibt orthodoxe und religiöse jüdische Extremisten, die viele Gewaltakte verüben. Auch wenn wir davon ausgehen, dass so ein Täter dahinter steht, ist es unklar, wieso er eine säkulare Aktivität als Bedrohung empfand, die wohl in einer anderen Sphäre kreist.“

    Liegt das evtl. am Pluralismus (alle gleich verfolgen)?

  2. #2 von Smiling_Joe am 14. August 2016 - 00:32

    Na was jetzt. Ungläubig oder Jude?

  3. #3 von Unechter Pole am 14. August 2016 - 00:42

    @Smiling_Joe
    Und Atheisten sind hierzulande keine Deutsche, denn Deutsche sind Christen?

  4. #4 von dirk am 14. August 2016 - 02:16

    @#2 von Smiling_Joe

    Der Begriff Jude wird für zwei unterschiedliche Inhalte benutzt einmal Jude nach der Herkunft wie zb analog dazu Römer, Kelten, Germanen (in der klassischen Sicht ist ein Jude der Nachkommen einer Jüdischen Mutter), die andere Bezeichnung für Jude ist der Gläubige an die jüdische Religion.

    Deshalb kann es selbstverständlich Juden (von der Herkunft her betrachtet) geben welche Atheisten sind.

    Dagegen ist die Konversion zum Judentum (als Religion) aus Sicht der (Ultra) Orthodoxen sehr schwierig.

    http://www.zentralratdjuden.de/de/article/3249.vertrackt.html

    „So steht das ultraorthodoxe Judentum den Übertrittsmotiven der meisten Kandidaten kritisch gegenüber und bezweifelt, dass sie sich wirklich dem Joch der 613 Gebote unterwerfen wollen.“

    Das auserwählte Volk.

  5. #5 von Noch ein Fragender am 14. August 2016 - 16:04

    Die Beschneidung befürwortet der überzeugte säkulare Yaakov Malkin, weil dies gesellschaftlich verankert sei, aber nur, wenn sie durch einen Arzt durchgeführt wird.

    Was ist das denn für eine Begründung?

  6. #6 von Gerry am 14. August 2016 - 17:54

    @ N.e.F.

    Das kann man auch einfacher formulieren: „Wegen der Tradition, aber bitte mit aktuellen Hygienestandards.“

  7. #7 von Cassie am 18. August 2016 - 09:54

    Orthodoxe und charedische (= „ultra-orthodoxe“) Juden glauben natürlich an Gott und leben gemäß der Torah, weil sie diese für das Wort Gottes halten. Allerdings gibt es daneben auch Menschen, die lediglich jüdischer Herkunft sind, ohne gläubig und observant zu sein (siehe z. B. Woody Allen).