Filipino-Senator mit Bibelzitat für Todesstrafe: Bischöfe empört

Katholische Bischöfe auf den Philippinen haben den ehemaligen Boxer und jetzigen Senator Manny Pacquiao kritisiert. Mit Verweis auf das Buch Exodus hatte der 37-Jährige in dieser Woche in seiner ersten Rede als Senator eine Wiedereinführung der Todesstrafe auf den Philippinen gefordert.

[http://www.kathpress.at/goto/meldung/1408060/filipino-senator-mit-bibelzitat-fuer-todesstrafe-bischoefe-empoert

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  1. #1 von Willie am 14. August 2016 - 00:07

    „Er sollte seine persönlichen Überzeugen nicht mit der Bibel rechtfertigen“, sagte der Bischof von Kalookan, …

    Mhm, passt die Bibel nun nicht mehr ins Konzept?

    bezeichnete das Eintreten für die Todesstrafe als einen „Akt der Verleugnung von Christus und der Christenheit“.

    Wieso? Dieser Christus konnte doch nur zum Christus werden, weil sein ein.drittel Vater die Todesstrafe ûber ihn verhangen hat.

  2. #2 von Noch ein Fragender am 14. August 2016 - 15:37

    Die alte moralische Orientierungslosigkeit des Christentums.

    Mit der Bibel kann man (wie in der Vergangenheit auch geschehen) die Todesstrafe begründen als auch verwerfen.

    (Wer ist bloß auf die Idee gekommen, dass dieses konfuse Buch eine „heilige“ Schrift sei?)

  3. #3 von Michael am 14. August 2016 - 16:21

    Du weisst, daß Du ein richtig mieser reaktionärer Sack bist, wenn selbst konservative Bischöfe Gegenwind dieser Art machen. Aber als Ex-Boxer ist der vermutlich eh schmerzbefreit.

  4. #4 von Friedensgrenze am 15. August 2016 - 06:58

    „Er sollte seine persönlichen Überzeugen nicht mit der Bibel rechtfertigen“

    Hier gehts vermutlich um Eifersucht so nach dem Motto: Der hat doch gar keine persönlichen Überzeugungen, Erst ist er Boxer, dann ist er Politiker und jetzt will er auch noch in unserem Revier jagen.

    Das ist mein Misthaufen und ausserdem haben wir doch erst vor sechs Jahren unsere Meinung zur Todesstrafe geändert.

    Interessant ist für mich auch das Spel mit dem Wort in der Berichterstattung: Kapitalstrafe vs. Todesstrafe. Dieser sprachliche Adapter bereitet die nächste „Positionskorrektur“ direkt vor. Auf Kapitaldelikte kann so oder so entschieden werden. Dann ist sie wieder weg die dünne zivilisierte Hülle des Katholizismus.