Kanada: Atheist verliert nach Verweigerung an einem glaubensbasierten AA-Programm seinen Job

Freedom of religion is a fundamental right in Canada, written into the Constitution. As a protected right, believers have freedom to assemble without limitation and interference. Neither the government nor anyone else, can force an individual to practice a certain religion.

weiterlesen:

[http://www.therebel.media/do_we_have_freedom_from_religion_in_canada_atheist_fired_for_refusing_to_enter_faith_based_aa_program

  1. #2 von Noch ein Fragender am 12. August 2016 - 19:21

    Gibt es denn in Kanada keine nicht-religiösen Alkoholiker-Selbsthilfegruppen?

  2. #3 von Veria am 12. August 2016 - 22:59

    In den Kommentaren dort steht, dass es welche gibt. Ansonsten sind die Kommentare aber eher mau – da gibt es einen Kommentator, der mehrfach unwidersprochen kundtut, dass jeder eine von drei Möglichkeiten glauben MUSS (und das ist dann natürlich ein GLAUBE, womit man sich nicht auf Atheismus rausreden kann):

    a) Gott hat das Universum erschaffen
    b) das Universum ist spontan herbeigeploppt
    c) das Universum war schon immer da

    Keine Chance mit:

    d) das Universum ist wegen einer physikalischen Ursache (nicht spontan) entstanden
    e) was ganz anderes
    f) ich hab keinen blassen Schimmer und noch für keine der obigen Varianten einen Beweis

  3. #4 von omnibus56 am 13. August 2016 - 00:35

    Das ist die typische, religiotische Vermengung von zwei Arten des Glaubens, nämlich das religiotische ‚ich glaube, dass Gott existiert‘, wobei die Existenz irgendeines Gottes unüberprüfbar ist, und des wissenschaftlichen ‚ich glaube, dass der Mt. Everest existiert‘, was jederzeit überprüfbar ist: hinfahren, nachschauen, et voilà!

  4. #5 von parksuender am 13. August 2016 - 21:20

    @NeF
    Natürlich findet Du in Kanada nicht-religiöse Alkoholiker-Selbsthilfegruppen – Aber ohne lange Anfahrt dürfte es für die Meisten schwierig werden. Bedenke immerhin, dass die Einwohnerdichte in Kanada wesentlich geringer ist als in D.

    Ich habe mich zum Vergleich soeben erkundigt welche Selbsthilfegruppen es in Deutschland gibt. Eine Nicht-Religiöse habe ich gefunden: Die „Guttempler“.
    Und die sind flächenmäßig sehr dünn gesät. In Baden-W. waren es 9 Standpunkte, In Rheinland-Pfalz 5 Gesprächsgruppen. Zumindest in RLP ist sonst alles in Kirchen- oder Christenhand. Staatliche Angebote konnte ich keine ausfindig machen.

    Der „Kreuzbund“ und das „Blaue Kreuz“ scheinen zwar bessere Eckpunkte zu haben als die AA mit Ihrem 12-Schritte-Programm („Du müsst Dich einem höheren Wesen anvertrauen, weil Du aus eigenem Willen die Sucht nicht bekämpfen kannst“), aber wer garantiert einem, dass ein Gesprächsabend nicht zur Bibelstunde wird:

    Menschen, die Hilfe suchen, sollen nicht nur suchtspezifische Hilfe, sondern darüber hinaus auch Antworten auf ihre Glaubens- und Lebensfragen bekommen.

    [https://www.blaues-kreuz-ansbach.de/default.php?fn=gemeinde
    [https://blasphemieblog2.wordpress.com/2015/05/27/suchtmediziner-die-bibel-warnt-vor-alkoholmissbrauch/