Die dunklen Seiten Gottes

„Wenn er die Vergeltung sieht, freut sich der Gerechte; er badet seine Füße im Blut des Frevlers.“ So heißt es in Psalm 58. Und Psalm 137 endet mit den Worten: „Wohl dem, der deine Kinder packt und sie am Felsen zerschmettert!“ Die so genannten Rachepsalmen gehören zu den Stellen in der Bibel, die das Christentum alles andere als friedliebend erscheinen lassen. Ebenso wie die Passage, in der Gott die Sintflut schickt und fast alle Menschen ertrinken. Oder die Berichte über Jahwe, die ihn als kriegerischen Gott beschreiben.

[http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/die-dunklen-seiten-gottes

  1. #1 von user unknown am 11. August 2016 - 21:27

    Kann man im Hinterkopf behalten, für Diskussionen, ob die Moslems den Koran umschreiben müssen. Wer es dort fordert müsste es auch hier fordern.

  2. #2 von dirk am 12. August 2016 - 01:34

    Zitat Artikel

    „Außerdem bräuchten Religionslehrer ein vertieftes Wissen über die Geschichte der Religion und über deren Schriften sowie ein psychologisches Grundverständnis.“

    Ich habe im Bekanntenkreis eine katholische Religionslehrerin die gerade mit ihrem Studium fertig geworden ist. Die habe ich mal auf Herrn Jan Hus angesprochen, der Herr ist ja im Zuge der Wanderhuren Romane relativ bekannt und auch einige Kriege sind nach ihm benannt. Nun diese Religionslehrerin hat gesagt von dem Herrn noch nie was gehört zu haben und Religionsgeschichte würde an ihrer Uni (Duisburg/Essen) für angehende Religionslehrer nicht gelehrt.

    Das zeigt doch auch wie wichtig eine staatliche/bundesländerliche Erstellung der Lehrpläne (von dem sie übrigens auch nicht wusste das die Kirche da die Hucke voll herbeilügen darf solange sie keinen Volksverhetzung betreibt) und Ausbildung der Lehrkräfte ist

    Zitat Artikel

    „Im Religionsunterricht würden die Schüler lernen, Koranverse im Kontext zu lesen und zu hinterfragen: „Zu welcher Gegebenheit sind diese Verse offenbart worden? Was gibt es an anderer Stelle im Koran dazu? Und was war die Herangehensweise des Propheten zu diesem Thema?““

    Aber gerade diese Herangehensweise fördert ja ein Gewalt. Denn die Reihenfolge sich widersprechender Suren ist ja bei der Koranauslegung wichtig, leider werden dadurch friedliche Passagen durch gewalttätige Passagen ersetzt. Und das passt auch zum Werdegang des „Propheten“ der als er noch keine Macht hatte toleranter gegenüber anderen Religionen war und als er mehr Macht hatte, Gläubige anderer Religionen sowie Leute von denen er sich beleidigt fühlte bekämpfte bzw ermordete.

    Das auf einer Werbeseite der katholischen Kirche die angesprochen Punkte nicht kritisch hinterfragt werden ist durchaus einleuchtend, weil eine kritische Hinterfragung des Religionsunterrichtes ja auch zu einem massivem Verlust der religiösen Beeinflussung zahlreicher Menschen führen könnte.

  3. #3 von Skydaddy am 12. August 2016 - 06:45

    Im Religionsunterricht würden die Schüler lernen, Koranverse im Kontext zu lesen und zu hinterfragen: „Zu welcher Gegebenheit sind diese Verse offenbart worden? Was gibt es an anderer Stelle im Koran dazu? Und was war die Herangehensweise des Propheten zu diesem Thema?“

    Und in welchem „Kontext“ sollen Zitate wie das zuvor erwähnte

    „Tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, ergreift sie, belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf!“

    akzeptabel sein???

  4. #4 von Noch ein Fragender am 12. August 2016 - 12:15

    Mir wäre es lieb, wenn wir das Phänomen der Gewalt deutlicher benennen und im Unterricht behandeln würden.“

    Mir ist nicht klar geworden, wie der Eichstätter Religionspädagoge Ulrich Kropac das Thema „religiös motivierte Gewalt“ im Religionsunterricht behandeln will.

    Das Geschwurbel von der „dunklen Seite Gottes“ und der Hinweis, dass „kein einseitiges Gottesbild präsentiert werden (solle), das wäre sozusagen ein zahnloser, ein vielleicht zu lieber Gott“ lässt nichts Gutes ahnen.

  5. #5 von Noch ein Fragender am 12. August 2016 - 12:24

    „In die Offenbarungsschriften hinein ist ein Zug von Gewalt eingetragen, Religion beinhaltet genuin solche Potentiale“, sagt Ulrich Kropac, Professor für Didaktik der Religionslehre, für Katechetik und Religionspädagogik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Deshalb könne sich Religion auch nicht damit herausreden, sie werde lediglich instrumentalisiert, wenn Menschen im Namen Gottes andere verletzen oder gar töten.

    Deshalb sollten die „Buchreligionen“ endlich mal diese menschenverachtenden Stellen aus ihren heiligen Schriften streichen und nicht nur an ihnen heruminterpretieren.

    Es wäre eine wunderbare Sache – als eine positive Folge aus den gemeinen Terroranschlägen von Paris – wenn die Vertreter der drei abrahamitischen Religionen übereinkämen, in wahrhaft globaler Ökumene alle menschenfeindlichen Texte aus ihren Heiligen Schriften zu entfernen und auf diese Weise einen ganz wesentlichen Beitrag zum Weltfrieden zu leisten.
    Mynarek
    http://hpd.de/artikel/11040

  6. #6 von user unknown am 12. August 2016 - 23:54

    Deshalb sollten die „Buchreligionen“ endlich mal diese menschenverachtenden Stellen aus ihren heiligen Schriften streichen und nicht nur an ihnen heruminterpretieren.

    Gibt’s bei den Christen schon, die Jefferson-Bibel.

  7. #7 von omnibus56 am 13. August 2016 - 00:42

    @#6: Hat Jefferson auch 40 Tage in der Wüste gefasstet, bevor er seine Offenbarungen hatte, oder wurden sie von einem vogelgeflügelten Geist (aka „Engel“) diktiert? Sonst gilt das nicht als heiliges Buch. 😉

  8. #8 von Yeti am 13. August 2016 - 09:30

    In die Offenbarungsschriften hinein ist ein Zug von Gewalt eingetragen,

    Alleine dieses pseudo-tiefsinnige Geschwurbel „In … hinein … eingetragen“ bereitet mir physische Schmerzen.
    Und „ein Zug“? Die Offenbarung trieft nur so vor Gewalt(phantasien).

  9. #9 von Noch ein Fragender am 13. August 2016 - 10:17

    @ #6 und #7

    Die Jefferson-Bible ist im Internet verfügbar:

    https://en.wikisource.org/wiki/The_Life_and_Morals_of_Jesus_of_Nazareth

    Deutsche Übersetzung
    [http://www.angelfire.com/co/JeffersonBible/De/

  10. #10 von paul0f am 13. August 2016 - 10:19

    Ich würde sogar noch weiter gehen, Skydaddy.

    Der angeblich so wichtige „Kontext“ ist lediglich ein vorgeschobenen Abmilderung des gewaltätigen Bodensatzes.
    Angeblich soll der Koran Gottes unverfälschtes Wort wiedergeben und diese sind (so die Wunschträume der Muslime) auf ewig gültig. Somit wird jeder zeitliche Kontext (zB. mit „Ungläubigen“ sind „nur“ die feindlichen Stämme zu Zeiten Mohammads gemeint und nicht alle nicht-Muslime zu jeder Zeit) völlig irrelevant.