Christliche Werte: Es geht nicht um Abwehr

Christliche Werte wollen weniger verteidigt werden als Menschen anstecken. Sie wollen zu Freiheit und Offenheit, zu Solidarität und Gastfreundschaft befähigen.

[http://www.nzz.ch/meinung/christliche-werte-es-geht-nicht-um-abwehr-ld.109677

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  1. #1 von F. M. am 11. August 2016 - 23:49

    Freiheit ist für alle christlichen Kirchen, insbesondere die römisch-katholische und in ihr am meisten für die reaktionären möchtegern-Hexenverbrenner, per se absolutes Teufelszeugs mit dem man nichts, aber auch gar nichts zu tun haben will; ausser für die Kirchen selbst.

    Mit der Offenheit ist es, in beiden grossen christlichen Kirchen, auch nicht allzu weit her. Wie man leicht an den verzweifelten Versuchen, die diversen Kinderfickerskandale unter den Teppich zu kehren, erkennen kann.

    Solidarität? Gerne, aber wenns um unsere ureigensten Pfründe geht, bleiben die Personalvertretungen und Gewerkschaften bitte aussen vor.

    Gastfreundschaft? Man blicke nach dem streng katholischen Polen. Das will überhaupt keinen Flüchtlingen Gastfreundschaft gewähren.
    Eine polnische Kollegin hat dies mit dem Hinweis gerechtfertigt, dass das ja alle keine Christen wären, denen man die Aufnahme verweigere. Seit ich sie drauf hingewiesen habe, dass dann wohl auch die Juden Maria und Josef abgewiesen worden wären, ist sie tödlich beleidigt und schneidet mich. Was gut ist, sonst würde sie mir wahrscheinlich noch Christenverfolgung vorwerfen.

  2. #2 von Skydaddy am 12. August 2016 - 06:32

    Christliche Werte wollen weniger verteidigt werden als Menschen anstecken.

    Ich bezweifele nicht, dass der Autor (Theologe und Bibelwissenschafter) das tatsächlich glaubt.

    Aber wieso ist dann Säuglingstaufe und religiöse Erziehung/Indoktrinierung von Klein auf die Regel?

    Weil die Gläubigen ganz tief im Innern WISSEN, dass ihr Weltbild nicht überzeugt. Daher setzen sie auf frühkindliche Indoktrination und sozialen Druck – nach wie vor.

  3. #3 von itna am 12. August 2016 - 09:34

    Wer christliche Werte ( Mord, Raub, Völkermord, Menschenverachtung etc.) verteidigt, ist ja auch ein Fall für den Staatsanwalt.
    Sowas zu verbreiten und damit Menschen anzustecken ist Aufforderung zu Gewalt, Straftaten etc.

    Ich kann dieses C-Werte nicht mehr hören.Hier die Werte:

    Diese „Christen“ geben vor, die Welt seit ewig zu beherrschen. Dumpfbacken feiern den Wahn als grandiosen Faschismus. Dazu gehört die Vernichtung des 3-stufigen römischen Schulsystems mit Bibliotheken, Thermen, Wasserleitungen usw., die Verteufelung von Wissen als nutzlose Eitelkeit bei nahezu 100% Analphabetismus für 1200 Jahre, Handel mit und Ermordung von rechtlosen Ungläubigen, Hunderte gerechte Kriege mit 50%iger Entvölkerung von Europa und fast Ausrottung der Urbevölkerung Amerikas, Zensur und Verbot von freier Rede, Gedanken und Schriften bis 1965, Hexenverbrennung, heilige Inquisition, Verteufelung medizinischer Vorsorge und Wissen zu ersetzen durch Geisterzauber und krassen Humbug, Verweigerung von Verfassungsrechten und Menschrechten, Diskriminierung von Menschen in kirchlichen Firmen , wegen ihrer sexuellen Ausrichtung und sexueller Missbrauch Hunderttausender Kinder durch Priester.

  4. #4 von Yeti am 12. August 2016 - 11:01

    @skydaddy:

    Aber wieso ist dann Säuglingstaufe und religiöse Erziehung/Indoktrinierung von Klein auf die Regel?

    Na, warum wohl? Um sie Anzustecken, zu Infizieren.

  5. #5 von Noch ein Fragender am 12. August 2016 - 13:02

    Sie (christliche Werte) wollen zu Freiheit und Offenheit, zu Solidarität und Gastfreundschaft befähigen.

    Ein kleines Beispiel aus der „Heiligen“ Schrift für Offenheit und Gastfreundschaft gegenüber andersdenkenden Mitchristen :

    7 Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der Antichrist. 8 Seht euch vor, dass ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt. 9 Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht; wer in dieser Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn. 10 Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, so nehmt ihn nicht ins Haus und grüßt ihn auch nicht. 11 Denn wer ihn grüßt, der hat teil an seinen bösen Werken.

    2.Joh 1, 7 ff