Zeugen Jehovas: Bibelforscher mit vielen Privilegien

Vor zehn Jahren haben die Zeugen Jehovas erstmals in Berlin den Status der Körperschaft öffentlichen Rechts erhalten. Sie dürften also Kirchensteuer einziehen und Religionsunterricht geben. Aber sie verfolgen andere Ziele.

[http://www.deutschlandradiokultur.de/zeugen-jehovas-bibelforscher-mit-vielen-privilegien.1278.de.html?dram:article_id=362380

  1. #1 von Noch ein Fragender am 7. August 2016 - 23:56

    also wenn man mit Behörden spricht, wenn man mit Amtsträgern spricht, dann ist es eben ein Unterschied, ob ich als Verein auftrete oder als Körperschaft öffentlichen Rechts. Dadurch ergeben sich sachlichere Gesprächssituationen.

    Der Auftritt von Religionsgemeinschaften als Körperschaft öffentlichen Rechts ist durch nichts gerechtfertigt, ein Überbleibsel auf dem Feudalismus. Wieso ergeben sich dadurch „sachlichere Gesprächssituationen“?

    Mich wundert, dass es auch Humanistenverbände in Form einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts gibt:

    Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Weltanschauungsgemeinschaft in Deutschland den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erhalten (sog. Körperschaftsstatus. Diesen besitzen z. B. mehrere Landesverbände im Humanistischen Verband Deutschlands und auch der Bund für Geistesfreiheit Bayern).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Weltanschauungsgemeinschaft

  2. #2 von Willie am 8. August 2016 - 03:06

    Wegen solcher Vorwürfe ist den Zeugen Jehovas der Status als Körperschaft des öffentlichen Rechts wichtig, sagt Benjamin Menne, Leiter der Rechtsabteilung in Selters. Ihnen geht es um rechtliche Sicherheit. …. und auch unsere Kinder und Nachkommen ein möglichst spannungsfreies Leben hier in der Gesellschaft haben.“

    Also nix mit dem nahen Weltenwandel. Die trauen ihrem eigenen Gott auch schon nicht mehr 😉

  3. #3 von Skydaddy am 8. August 2016 - 13:36

    Das sind wohl die Privilegien, von denen die Kirchen gerne bestreiten, dass es Privilegien sind.