„Gelebter Glaube ist im öffentlich-rechtlichen Fernsehen angebracht“

Marlehn Thieme ist seit 2003 Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und seit Juli Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates. Im Gespräch mit pro erklärt die Rechts- und Sozialwissenschaftlerin, warum Christliches ins Fernsehen gehört.

[http://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen/detailansicht/aktuell/gelebter-glaube-ist-im-oeffentlich-rechtlichen-fernsehen-angebracht-97092/

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  1. #1 von Unechter Pole am 5. August 2016 - 22:38

    Wieso nur ins Fernsehen? Es fehlt noch Christliches im Mathelehrbuch, in der Ikea-Aufbauanweisung, in der Speisekarte des China-Restaurants und auf dem Busticket.

  2. #2 von user unknown am 6. August 2016 - 00:08

    Wenn schon jmd. mit „gelebte(r/s) X“ kommt, statt mit X selbst, da weiss man schon alles.

    Geistloses Schwafelsprech.

    Ich liebe Sendungen von Volker Lesch …

    Na, servus!

    Wie kann aus Ihrer Sicht Kirche im Fernsehen noch präsenter werden?

    Was? Noch präsenter?

    Gemeinsam mit den katholischen Schwestern und Brüdern wurde daran gearbeitet, die Quoten der Fernsehgottesdienste so zu optimieren, dass wieder ein ausreichendes Zuschauerinteresse gesichert ist.

    Was ist denn „nicht ausreichend“? Und seit wann ist das so?

    Es geht auch um Dokumentation.

    Ja, kennt man auf Phönix, die Arche Noah, die 10 Gebote, die 7 Plagen usw. – bis zum Abwinken.

    Gerade wenn man jetzt darüber nachdenkt, was die christliche Verkündigung eigentlich ausmacht, dann ist sie ja nicht immer nur von der Kanzel herab gepredigt, sondern wird vor allem auch vorgelebt.

    Riecht nach modernen Rührstücken mit Helden, die wie zufällig Christen sind, was aber nur en passant dem Zuschauer propagandistisch nahegebracht wird, damit es nicht so nach Werbung stinkt.

  3. #3 von Skydaddy am 6. August 2016 - 06:37

    Von mir aus kann der „gelebte Glaube“ gerne in den Medien widergespiegelt werden, solange berücksichtigt wird, wie die Mehrheit der „Gläubigen“ ihren „Glauben“ lebt:

    Kirchgang höchsten zu Weihnachten und Ostern.
    Die Bibel wird praktisch nie gelesen, es werden keine theologischen Studien betrieben.
    Man unterhält sich so gut wie nie über den Glauben.
    Es wird nicht gebetet.
    Man weiß fast nichts über den eigenen Glauben.

    Als sichtbares Zeichen bleibt dann eigentlich nur noch der Kirchensteuerabzug auf den Steuerbescheid.

    Abgesehen von der Kirchensteuer ist das m.E. auch die angemessene Würdigung eines Gottes, der sich nie blicken lässt.

  4. #4 von Deus Ex Machina am 6. August 2016 - 07:13

    „Gelebter Glaube ist im öffentlich-rechtlichen Fernsehen angebracht“

    –> Ein Grund mehr, das Fernsehen hinter sich zu lassen.

  5. #5 von Gerry am 6. August 2016 - 08:50

    @ D.E.M.

    Live TV wird in den nächsten Jahrzehnten vermutlich aussterben

    @ Skydaddy

    Die Kirchensteuer wird damit immer mehr zum bedingungslosen Grundeinkommen der Kirchenhierarchie 🙂
    Ist so als würde man bei einem Sportverein den vollen Beitrag zahlen, aber nur an zwei bis drei Tagen im Jahr das Training besuchen.

  6. #6 von Gerry am 6. August 2016 - 08:52

    Die Einbindung der Grafik statt des Links hat mich überrascht.

    Ein Klick auf die Grafik liefert noch mehr Angaben zur Verbreitung von Geräten in Haushalten, Nutzung unterschiedlicher Dienste,…

  7. #7 von Kappa am 6. August 2016 - 09:10

    Diese Dame ist eines von unzähligen Beispielen in diesem Land, welches zeigt, dass Dummheit nicht vor Karriere schützt.

  8. #8 von Yeti am 6. August 2016 - 09:19

    @uu/artikel:

    Ich liebe Sendungen von Volker Lesch …

    Wer ist „Volker Lesch“? Ich meine, ich habe kein Fernsehen, und kann mich deshalb irren, aber meinte sie vielleicht „Harald“ Lesch? Den Papstfän?

  9. #9 von Gerry am 6. August 2016 - 09:26

    @ Kappa

    Dummheit ist hierzulande inzwischen eine Grundvoraussetzung um Leitungspositionen erhalten zu können!

  10. #10 von user unknown am 6. August 2016 - 10:25

    @Yeti:
    Ich vermute Harald Lesch ist gemeint. Von mir aus können wir den aber auch ab jetzt Volker nennen. 🙂

  11. #11 von Skydaddy am 6. August 2016 - 10:55

    @Yeti, user unknown:

    Ich habe gehört, seit unserem Lesch-Bashing im Ketzerpodcast darf Leschs voller Name in den öffentlich-rechtlichen nicht mehr ausgesprochen werden …

  12. #12 von Unechter Pole am 6. August 2016 - 11:31

    @Gerry
    Offensichtlich die höchste Zeit, Youtube zur Ausstrahlung kirchlicher Redaktionsprogramme als Werbung zu verpflichten. Hat es mit privatem Fernsehen geklappt, klappt es auch mit Youtube, selbst GEMA hat es geschafft.

  13. #13 von Yeti am 6. August 2016 - 13:50

    @uu:

    Von mir aus können wir den aber auch ab jetzt Volker nennen.

    Ich muss gestehen, dass ich ohne Gugel nicht auf Anhieb auf Leschs richtigen Vornamen gekommen wäre.
    Volker, Walter (White 1), Erwin (Schrödinger 2)? Das ging mir so durch den Kopp.

    1) ich gucke gerade noch einmal von der ersten Staffel an „Breaking Bad“ und bin gerade bei der Folge, wo sie den Dealer vom Boden abwischen, der wg. Flusssäure in der Badewanne durch die Decke „geleakt“ ist.

    2) Schrödinger ist Akteur in einem der besten Witze, die ich die letzte Zeit gehört habe (auf astrodicticum-simplex):

    Schrödinger wird von der Polizei angehalten. Der Polizist macht den Kofferraum auf, guckt sich um und fragt: „Herr Schrödinger, wissen Sie, dass Sie eine tote Katze im Kofferraum rumkutschieren?“.
    Antwortet Schrödinger: „Jetzt schon.“

    Könnt‘ ich mich wegschmeißen. Es gibt auch einen (sehr naheliegenden) mit Heisenberg und einer Geschwindigkeitskontrolle …

  14. #14 von user unknown am 7. August 2016 - 01:45

    @Skydaddy

    Kann man Lesch-Bashing eigentlich zu Lesching abkürzen?

    Benedikt wäre auch kein schlechter Vorname, oder Margot.