D: Verurteilter Ex-Benediktiner erneut vor Gericht

Der wegen sexuellen Missbrauchs in 21 Fällen verurteilte ehemalige Ettaler Benediktinerpater G. (46) muss sich seit Donnerstag erneut vor einem Münchner Gericht verantworten.

[http://religion.orf.at/stories/2789270/

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  1. #1 von deradmiral am 4. August 2016 - 22:20

    http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/missbrauch-ettal-pater-gericht-100.html

    Denn trotz eines polizeilichen Geständnisses des damals Angeklagten investierte das Kloster noch einige Zig Tausend Euro in Gutachten und Anwälte.

    Zeugen und Opfer wurden penibel befragt und auf ihre Glaubwürdigkeit überprüft. Eine Tortur für jedes Opfer. Jürgen R. hatte in der ersten Verhandlung drei Tage lang alles geleugnet. Am vierten Verhandlungstag hat er dann ein Geständnis abgelegt.

    Hat sich der Abt damals weniger um das Wohl der Opfer gesorgt? „Es geht zunächst mal um so etwas wie Unschuldsvermutung. Aber jetzt wissen wir, seit damals dieses Urteil gefallen ist, ganz klar, was Sache ist.“ Abt Barnabas glaubte den Schülern des Internats und damit seinen eigenen Schutzbefohlenen nicht. Er wollte mittels Gutachten und Top-Anwälten die Unschuld eines zumindest zeitweise geständigen und durch zahlreiche Zeugen belasteten Täters beweisen.

  2. #2 von Skydaddy am 5. August 2016 - 06:17

    Es sei daran erinnert, was Manfred Lütz, der die Katholische Kirche in Missbrauchsangelegenheiten berät (oder damals beraten hatte), 2010 in der FAZ zu den Verdächtigungen gegen Pater G. schrieb. Highlight war für mich schon damals sein Verweis auf ein Gutachten, dem zufolge der (zum Zölibat verpflichtete) G. heterosexuell sei:

    Pater G. ausweislich des Gutachtens heterosexuell

    Es ist beruhigend, dass sich nach neuerdings aufgetretenen Gerüchten jetzt die Staatsanwaltschaft des Falls Pater G. angenommen hat. Wie auch der externe Ermittler andeutete, ist neuerdings von zwei Schülern behauptet worden, zwei andere Schüler seien von Pater G. unter der Unterhose an den Genitalien berührt worden. Da der Ermittler zugleich mitteilte, dass Pater G. ausweislich des Gutachtens heterosexuell sei, erscheint allein deshalb die Beschuldigung nicht wahrscheinlich. Man wird die Ergebnisse der staatsanwaltlichen Ermittlungen abwarten müssen. Schon jetzt ist klar, dass die öffentliche Vorverurteilung des kaum anonymisierten Pater G. als Sexualstraftäter ein Unrecht ist.

  3. #3 von paul0f am 5. August 2016 - 10:38

    Wie immer gehts den Krichenmännern primär darum, den „Schaden“ von der Kirche fern zu halten. Was natürlich erstmal mit der Leugung und Vertuschung der Straftaten einher geht. Sicher . Unschuldsvermutung ist wichtig und richtig. Aber so?

    Tz tz tz .. ab in den Knast mit den Tätern und Helfern. Kosten übernimmt der Sektenführer Bergoglio. Schliesslich haben er und seine Firma ja genügend Kohle.

  4. #4 von Monika am 5. August 2016 - 10:41

    Und dann heißt es wieder, die kaufen sich mit Geld frei…
    Do wat Du wullt, de Lüt snackt doch!

  5. #5 von Hal am 5. August 2016 - 13:10

    @Monika

    Du hast recht hust-hust, deswegen sollte man das Vermögen der kriminellen Organisationen Kirchen beschlagnahmen und daraus die kosten für Strafverfolgung, Bestrafung und Entschädigung der Opfer zahlen. So könnten nur die dümmsten Verschwörungstheoretiker etwas zwielichtiges erkennen wollen. Die Kirchen stünden hinterher geläutert da, könnten sich etwas realistischer als Opfer hochstilisieren und wären nicht mehr den Vorwurf des extremen Geizes und Geldgier ausgesetzt.

    Eine win-win-win-Situation, wo auch die Opfer berücksichtigt werden. 😈

  6. #6 von Rene am 5. August 2016 - 13:26

    Frei nach Nietsche: Das Gebäude einebnen, eine hohe Mauer bauen und auf dem Gelände giftige Nattern züchten.