Psychologie des Gebetes

Ob Gott existiert ist zwar keine Forschungsfrage der psychologischen Wissenschaft, wohl aber, was das religiöse Leben psychologisch bewirkt. So zeigen viele wissenschaftliche Studien, dass betende Menschen psychisch wesentlich gesünder sind als Atheisten.

(…)

Gebet tut der Psyche so gut, weil es dem Menschen grundgelegt ist: Jemand der betet, handelt genau nach seiner inneren Verfasstheit, seiner Psyche entsprechend. Für mich persönlich ist das ein neuer, ein psychologischer Gottesbeweis.

[http://www.kath.net/news/56193

  1. #1 von teatime am 3. August 2016 - 13:11

    Gibt es diese Studien wirklich? Kann es nicht glauben und auf der Kotznet Seite keinen Link finden.

  2. #2 von Kappa am 3. August 2016 - 13:19

    Deswegen trifft man in geschlossen Einrichtungen auch auf so viele Menschen, die sich für Jesus halten oder mit Engeln/Teufeln Kommunizieren usw.

  3. #3 von Hypathia am 3. August 2016 - 14:00

    Wenn es diese Studie wirklich geben sollte, dann ist sie mit Sicherheit von einer katholischen Uni erstellt worden.
    Jeder unabhängige Wissenschaftler würde schon das Gespräch mit irgendwelchen Fantasiewesen als pathologisch einstufen.

  4. #4 von Muriel am 3. August 2016 - 15:05

    @Hypathia: Du meinst, dass jeder unabhängige Wissenschaftler das Verhalten eines jeden betenden Menschen (als ein Beispiel des Gesprächs mit Fantasiewesen) als krankhaft einstufen würde? Ernsthaft jetzt?

  5. #5 von Hypathia am 3. August 2016 - 15:21

    @ Muriel

    Nein, wahrscheinlich nicht jeder.
    Aber es ist doch so:
    Redet einer mit einem Fantasiewesen, ist er ein Fall für die Psychiatrie. Tun es viele, ist es Religion.

  6. #6 von Muriel am 3. August 2016 - 15:44

    Eigentlich ist es zum Glück überhaupt gar nicht so.

  7. #7 von itna am 3. August 2016 - 17:05

    Gebet ist grundgelegt? So ein Käse, indoktriniert ist richtig.

  8. #8 von Hypathia am 3. August 2016 - 17:13

    @ Muriel

    Was ist zum Glück überhaupt gar nicht so?

  9. #9 von Muriel am 3. August 2016 - 17:24

    Dass ein Gespräch mit Fantasiewesen für die Einweisung in eine Psychiatrie ausreicht. Die Bedingungen dafür (https://de.wikipedia.org/wiki/Unterbringung_(Deutschland)#Rechtliche_Grundlagen) sind zum Glück etwas strenger, sonst bliebe ja kaum noch jemand übrig, der abends abschließen könnte.
    Und ja, man könnte diesen Kommentar von mir als unnötig pedantisch ansehen, aber ich finde diese leichtfertige Pathologisierung von Religion auf verschiedenen Ebenen sehr problematisch und wollte deshalb was dazu sagen.

  10. #10 von Netizen am 3. August 2016 - 18:45

    @Muriel: Wenn Kinder mit Fantasiewesen, imaginären Freunden reden etc., dann ist das etwas völlig Normales und gibt sich im Laufe der Zeit von selbst. Bei Erwachsenen hingegen darf man schon einen Dachschaden diagnostizieren, wenn sie sich in Wahnwelten flüchten, „Befehle“ einer Fiktion befolgen, ihr Leben und Handel einer absurden Phantasie unterwerfen und die Realität ignorieren. Gesund ist das jedenfalls nicht.

  11. #11 von Muriel am 3. August 2016 - 19:09

    @Netizen: Jeder Mensch darf jederzeit jedem anderen einen Dachschaden diagnostizieren, und alles andere auch. Aber es gibt nun mal medizinische Standards für Geisteskrankheiten, und Religion und Gebete fallen nicht drunter. Ich finde sogar auch mit gutem Grund, aber ich bin auch Laie, deshalb ist meine Einschätzung nebensächlich.

  12. #12 von Unechter Pole am 3. August 2016 - 23:21

    Es war eher „Psychiatrie“ gemeint.

  13. #13 von Monika am 3. August 2016 - 23:24

    Kappa, trifft man auf die? Hast du dafür belegbare Zahlen?

  14. #15 von user unknown am 4. August 2016 - 02:02

    So zeigen viele wissenschaftliche Studien, dass betende Menschen psychisch wesentlich gesünder sind als Atheisten.

    Ohne Link bedeutet das, dass der Autor mal gehört hat, dass es solche Studien gäbe. Vielleicht auch nur Aufsätze die die Vermutung nahelegen.

    Ich stimme aber Muriel zu, dass gemeinsame Symptome von Religion und Geisteskrankheit noch keine Identität begründen. Solange religiöse Menschen ihren Alltag bewältigen können und nicht unter ihrer Religion leiden sind sie nicht psychisch krank. Gut – nun gehört im Christentum das Leiden selbst zur Religion und wird teilweise als wertvoll angestrebt, das macht das ganze etwas tricky. Aber solange die Leute nicht so neben der Kappe sind, dass sie nicht wissen, woher das Leiden kommt und nicht so stark leiden (und das trifft sicher für die Mehrzahl zu), dass sie sich eine Befreiung davon wünschen, sind sie eben nicht krank.

    Aber zum Scherz soll man die Leute ruhig auch mal pathologisieren. Nur wenn man beginnt das zu ernst zu nehmen, dann kann es üble Folgen haben.

  15. #16 von Monika am 4. August 2016 - 09:18

    Na dann, Hа здоровье!