POLITOLOGE: „Populismus ist gefährlicher als Terror“

Der US-Politikwissenschaftler Fukuyama betont, dass Populismus für die Gesellschaft gefährlicher sei als Terrorismus. Deshalb warnt er vor „Überreaktionen“ auf Attentate.

[http://www.islamiq.de/2016/08/03/populismus-ist-gefaehrlicher-als-terror/

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  1. #1 von Monika am 3. August 2016 - 22:27

    Der hat gut reden, er fährt vermutlich nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

  2. #2 von m0ebius am 3. August 2016 - 22:32

    @Monika: Auch für Leute, die mit täglich öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, sind Verkehrsunfälle um Größenordnungen gefährlicher als Terrorismus.

  3. #3 von dirk am 4. August 2016 - 00:24

    Welcher Populismus (einfache Lösung)? Zur Zeit wird doch das Gegenteil betrieben es wird gar keine Lösung erarbeitet sondern täglich vorgekaut das der islamische Terrorismus (welcher im Gegensatz zu dem Terrorismus der RAF den einfachen Mann Frau oder Kind auf der Straße treffen kann) unabänderlich ist und das Pack sich gefälligst daran zu gewöhnen hat.

    n-tv

    „Richtig leben mit Terror
    Was wir von Israel lernen können“

    Zeit Online

    „Selbst an Terror-Angst kann sich der Mensch gewöhnen“

    WDR

    „Müssen wir uns an den Terror gewöhnen?“

    SPON

    „Leben mit dem Terror: Es soll ganz schön werden am Wochenende“

    Wie war das noch als auch Banker, Spitzenpolitiker und Industrielle bedroht wurden, also zu RAF Zeiten.

    Die Polizei wurde angehalten Kontrollen durchzuführen mit angeschlagener Maschinenpistole was auch Folgen hatte.

    Auch mindestens fünf völlig unbeteiligte Menschen fielen im Zuge der „Terroristenfahndungen“ in den siebziger Jahren Polizeikugeln zum Opfer: Der in Stuttgart lebende Schotte Ian McLeod (1972) wurde bei einer Hausdurchsuchung nach „Terroristen“ in seiner Wohnung erschossen, ebenfalls der Taxifahrer Günter Jendrian (1974) in München von einem Beamten des „Mobilen Einsatzkommandos“.27 * Bei Verkehrskontrollen im Rahmen der Terroristenfahndung fanden der 17jährige Lehrling Richard Epple in Tübingen (1972), der Schäfer Helmut Schlaudraff bei Lahn-Wetzlar (1977) und der Schalltechniker Manfred Perder auf der Autobahn bei Neuss (1980) den Tod.28 * Perder war mit seinem Transporter in eine Kontrollstelle gemäß 111 Strafprozeßordnung geraten. Kurz nachdem der Wagen zum Stehen kam, riß einer der Polizeibeamten die Maschinenpistole hoch und schoß Manfred Perder mitten ins Gesicht.

    Gesetze wurden auch gemacht, wer Mitglied einer Terroristischen Vereinigung war konnte für die Planung oder Unterstützung eines Verbrechens weitaus stärker bestraft werden als wenn er als Einzeltäter das Verbrechen tatsächlich ausgeführt hätte.

    Aber was sagt Merkel heutzutatge? Wir sollten mal ein Bild in der Kirche anschauen, lernen was Pfingsten ist und als Europäer mit unserer Geschichte sowieso die Schnauze halten damit sie weiterhin Migranten ungestört ins Land karren kann.

    Und die OB von Köln sagt die Unwahrheit über den Täterkreis von Sylvester 2015, Maas halluziniert was von organisierten Banden und will das Strafmaß für Mord aus religiösen Gründen auf 5 Jahre senken und finanziert eine Zensurtruppe (sinnigerweise angeführt von einer ex Stasi Person) welche regierungskritische Beiträge aus FB löscht.

    Alles halb so schlimm, immer nur eine Armlänge Abstand halten, als wenn sich die Verbrecher oder Terroristen an den Ratschlag von der Kölner OB halten würden.

  4. #4 von user unknown am 4. August 2016 - 02:16

    Der Islamismus ist doch selbst eine Form von Populismus.

  5. #5 von Gerry am 4. August 2016 - 09:11

    Welcher Populismus (einfache Lösung)?

    Mehr Polizei (die dann trotzdem nicht schnell genug vor Ort sein wird)

    Mehr Überwachung (die sowieso überhaupt nichts verhindert)

    Bundeswehr im Inneren (weil man ja Leute die nach der Devise „erst schießen, dann fragen“ ausgebildet sind in unübersichtlichen Einsatzlagen mitten unter Zivilisten haben will…)

    Mehr Sicherheitstheater (aktuell z.B. die „Sicherheitszone“ auf der Gamescom oder der Dauerbrenner auf den Flughäfen)

    Allein der Islam ist schuld (monokausaler Schwachsinn der bevorzugt von denjenigen geglaubt wird die mit einer komplexen Realität überfordert sind)

    Weg mit den Flüchtlingen (Klar. RAF, NSU, IRA, ETA,…. gab’s ja nie und sowas wird’s auch nie geben)

    Jeder muss die Deutsche Leitkultur ™ akzeptieren (Die da wäre? Bier saufen, Blasmusik hören und der Bedienung untern Rock fassen?)

  6. #6 von Hinterfragerin am 4. August 2016 - 09:43

    Wenn man lediglich die Auswirkungen einzelner Attentate im Westen auf die Demokratien dort im Blick hat, mag er Recht haben – in der Tat bedrohen dann eher Reaktionen wie Einschränkungen der Freiheitsrechte, Ausgrenzungsdiskurse und Populisten mit scheinbar einfachen Lösungen Liberalismus, Pluralismus und Menschenrechte.

    Ein solch eingeschränkter Blickwinkel scheint mir jedoch einerseits zutiefst eurozentrisch bzw. US-zentrisch – werden doch aktuell ganze Staatswesen vom islamistischen Terrorismus zerrissen, ganze Bevölkerungen von den Leuten terrorisiert, die auch für die Anschläge im Westen verantwortlich zeichnen, und sei es nur als geistige Brandstifter. Für Menschen im Irak, in Nigeria, in Somalia oder Pakistan müssen diese Worte wie Hohn klingen.

    Andererseits blendet dieser Blickwinkel aus, dass die hinter dem Terrorismus stehende Ideologie eben, wie user unknwon schon andeutet, weit über einzelne Anschläge hinaus bedrohliche Folgen hat: Unfreie Staatswesen, was für wohl fast alle islamisch geprägten Länder gilt, in unterschiedlichem Maße – auch das hochgelobte Indonesien garantiert keine wirkliche Religionsfreiheit, auch die bisher so säkulare Türkei verfolgt (natürlich nicht nur) religiöse Minderheiten. Von anderen Freiheitsrechten ganz zu schweigen, von Blasphemiegesetzen und drakonischen Körperstrafen mal ganz abgesehen.

    @ Dirk

    Möglicherweise ist das eine eine Reaktion auf das Andere?

    Ich denke, man kann aus den Folgen der staatlichen Reaktionen auf den RAF-Terror auch einiges lernen. Etwa, das man als Staat den Terroristen in die Hände spielt, wenn man polizeistaatlich überreagiert und dabei auch Unschuldige trifft, wenn man Freiheitsrechte einschränkt.

    Die Aufrufe zur „Besonnenheit“ haben durchaus Sinn: Wir dürfen meines Erachtens den Terroristen nicht in die Hände spielen, indem wir uns verrückt machen lassen. Die Form, in der sie teils formuliert wurden, war allerdings sehr problematisch – mit absurden Vergleichen u.ä.m. Das grenzte teils schon an eine Verhöhnung der Opfer.

    Es ist eben das eine zu sagen: „Leute, lasst euch nicht verrückt machen, schließt euch nicht daheim ein, dann haben die Terroristen gewonnen – bei allem Grauen ist der Terror für den je Einzelnen (im Westen!) eine immer noch geringe Gefahr“. Und einzuräumen: „Leider haben wir keine einfachen Rezepte gegen den Terror, wir fürchten, erst einmal werden wir nicht verhindern können, dass so etwas immer wieder geschieht“.

    Aber die Wortwahl! Wie soll man sich daran „gewöhnen“, dass einen der nette Nachbarsjunge morgen vielleicht mit der Machete angreift? Wie kann man intentionale, ideologisch begründete grausame Handlungen von Mitmenschen mit Autounfällen vergleichen? Und ist das Ganze nicht eine Bankrotterklärung der Gesellschaft im Umgang mit gefährlichen Ideologien?

    Da muss ich Broder mal recht geben, würde es irgend jemand wagen, nach einem brennenden Asylbewerberheim oder einer rechtsextremen Gewalttat ebenso zu argumentieren? Nein, weil wir alle der Ansicht sind, dass wir gegen die dahinterstehende Ideologie ebenso vorgehen müssen wie gegen jene, die danach handeln – wobei auch hier, wie beim Islamismus, die Ideologie sicher nicht der einzige Einflussfaktor ist. Man also – hier wie dort – auch an gesellschaftlichen Ursachen ansetzen muss. Ist das nicht beim Islamismus ebenso?

  7. #7 von Gerry am 4. August 2016 - 11:23

    Ist das nicht beim Islamismus ebenso?

    Klar. Aber dafür müsste man erstmal den eigenen Irrationalismus überwinden, der einem permanent eintrichtert dass dieser Amoklauf in München weit gefährlicher wäre als der dortige Straßenverkehr.

    Dann kommt da ja noch die in jedem Menschen latent vorhandene Xenophobie dazu. Die Nazis sind ja von hier, die „kennt man ja“. Aber der Islam, der kommt ja von weit her, der muss also prinzipiell mal schlechter sein als das was wir hier haben.

    Die KollegInnen meiner Frau haben mich da aber von jeder Hoffnung auf Besserung befreit. Was bei denen an Huschi-Fuschi-Schwachsinn zur vermeintlichen Besserung alltäglicher Wehwehchen kursiert und mit welcher Inbrunst Blödsinn gepredigt wird, den man mit ein klein wenig kritischem Denken schon als kompletten Schwachsinn entlarven kann.

    Und das sollen dann die Akademiker sein, die die nächste Generation auf das Berufsleben vorbereiten? Neeeee, so wird das nichts.

  8. #8 von Hal am 4. August 2016 - 11:34

    @Hinterfragerin

    Das eigentliche Problem ist ja das Islam eine der großen Sekten Religionen ist, wäre es nur eine obskure Sekte oder gar eine säkulare Ideologie, so läge es auf der Hand wo die Motivation zum Terror her kommt. Heute ist da noch ein anderer Artikel, den ich noch nicht gelesen habe, wo Religion eine wichtige Rolle bei ethischen Entscheidungen spielen soll. Mit einen solch konstanten Angriff der Medien auf Vernunft und Realität, zusammen mit religiotisch verstrahlten Politikern, sollen Realitäten geschaffen werden wie, Krieg ist Frieden, Islam die Religion des Friedens – Neusprech der übelsten Sorte.

    Es sieht sehr danach aus dass ein Kanzler in Terrorzeiten einen Unterschied macht. Schmidt war ein Politiker mit Prinzipien und war bereit zurückzutreten, sollte z. B. seine Entscheidung die Landshut in Mogadischu zu stürmen ein Blutbad gewesen sein. Er handelte nach seinen Gewissen im Interesse des Volkes und er scheute die Verantwortung nicht, obwohl sie ihn sehr zusetzte.

    Bei Merkel entsteht ein ganz anderer Eindruck, ihre Prioritäten sind Wiederwahl, Kirchen und Klientelpolitik, lieber abwarten und mal sehen wie es sich, evt. auch katastrophal, entwickelt, als das Risiko des vorbeugenden Eingreifens einzugehen. Ein teures hin und her bei der Atomkraft, reiner Populismus, wo sich die Stromkonzerne für die unverantwortlich vergebenden Laufzeitverlängerungen maroder AKW’s nach dem Fukushima Sinneswandel der Kanzlerin, entschädigen ließen.

    Solange Mohammed den Muslimen als perfektes Vorbild dient, solange ist Islam eine Ideologie der Gewalt, des Unrechts, die auch noch Weltherrschaft anstrebt – geht es eigentlich noch bekloppter. Terror ist dabei wohl das geringste Problem, alle islamischen Gesellschaften sind bestenfalls dysfunktionell, die reichsten unter ihnen eine Gefahr für andere, weil Torrorexportnationen. Ghettos[1] im Westen sind Abbilder dieser Gesellschaften.

    [1] Wer ist dafür verantwortlich? Spielt selbst-Segregation eine Rolle, oder sind immer nur andere schuld?