Philippinen: Angebliche Gefängnisseelsorger beschaffen Drogen

Die katholischen Bischöfe des Landes fordern die Behörden auf, jedwede religiöse Gruppierung, die unter dem Deckmantel der Evangelisierung in Gefängnissen illegale Handlungen vornehme, „festzunehmen, zu verfolgen und hinter Gitter zu stecken“. Mit diesen Worten zitiert die Nachrichtenagentur Ucanews Jerome Secillano, seines Zeichens Sekretär des Public Affairs-Büros der philippinischen Bischofskonferenz.

[http://de.radiovaticana.va/news/2016/08/03/philippinen_angebliche_gef%C3%A4ngnisseelsorger_beschaffen_droge/1249022

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  1. #1 von Unechter Pole am 3. August 2016 - 21:56

    Da fragt man sich, was schädlicher ist.

  2. #2 von Lüge des Narren am 5. August 2016 - 20:10

    Was da in den Philippinen abgeht ist sowas wie eine Hexenjagd. Das Leben nahezu jedes Menschen dort, kann zerstört werden, wenn Gerüchte sie mit Teufelsanbetung… ehm, ich meine Drogen in Verbindung bringen.

    Beispiel (Vorsicht, zur Veranschaulichung stark übertrieben):

    „Oh, der Freund meiner Tochter passt mir nicht, vielleicht habe ich ihn ja gesehen, wie er von jemandem Geld bekommen hat. Das war bestimmt ein Drogendeal, ganz sicher. Mal sehen, wo der nächste Polizist ist… ach was, ich erschlage ihn einfach aus vorsorglicher Notwehr, ich verteidige ja das Leben meiner Tochter “

    Ich bin nicht sicher, aber mir scheint, als wäre dort Staat und Gesellschaft zu überfordert, um die Situation (Mafia, Kleinkriminelle und dem Drogensumpf) auf ethisch vertretbare Weise in den Griff zu kriegen.

    Aus meiner Sicht ist die Religion nicht nur schädlicher, sondern auch mitverantwortlich, dass Drogen so gefährlich geworden sind. Unter den Prohibitionisten sind, meiner Erfahrung nach, sehr viele religiöse Menschen, welche mit Dogmen und Halbwahrheiten (oder auch handfesten Lügen, zB ) anderen Menschen vorschreiben, wie sie zu Leben haben.
    Welche Folgen die Prohibition von Drogen aller Art hatte und hat sind eindeutig. Geld für die Mafia und Gefahr für Konsumenten (und zu oft auch deren Angehörigen).

    Die Prohibitionisten ignorieren die vielschichtigen Gründe für die Gesellschaftliche Realität (Nachfrage/Konsum von Drogen) und machen eine Krankheit (Sucht), bzw. deren Folgen (Konsum), zu einem Verbrechen. Wenn man suchtkranke Menschen auch noch lieber bestraft, anstatt ihnen hilft, dann muss man sich nicht wundern, wenn diese echte Verbrechen begehen (zB. Beschaffungskriminalität) und sich in eine Parallelgesellschaft (Drogenszene, Mafia u.Ä.) zurückziehen.

    Deshalb bin ich der Meinung, dass Prohibitionisten unmoralische idiotische Sadisten sind. Um klar zu stellen, ich rede nicht von Abstinenzlern. (Du darfst nicht =/= Du solltest nicht)

    (Falls ihr Zynismus findet könnt ihr damit Sarkasmus düngen, mit ganz viel Glück blüht Weisheit auf)