«Medizinmann» hält Medikamente für nutzlos: Lavendel gegen Aids verschrieben

Ein selbsternannter «Medizinmann» wurde im Unterwallis zu einer Busse von 1’000 Franken verurteilt. Der Walliser hat einer Frau pflanzliche Heilmittel gegen ihre HIV Erkrankung empfohlen und riet ihr, die chemische Medizin abzusetzen.

[http://www.1815.ch/news/wallis/aktuell/lavendel-gegen-aids-verschrieben/

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  1. #1 von Unechter Pole am 3. August 2016 - 22:13

    Und in Deutschland wird sowas durch Krankenkassen finanziert.

  2. #2 von Veria am 3. August 2016 - 22:30

    Nur tausend Franken? Sauerei.

  3. #3 von omnibus56 am 4. August 2016 - 01:20

    @#1 Du meinst wahrscheinlich Homöopathie- und Heilpraktiker-Voodoo, wobei erstere puren teuren Zucker oder Alkohol und letztere unstandarisierte Pflanzen im Urzustand einsetzen, womit Du mit Deiner Kritik recht hättest.

    Falls Du „pflanzlich“ per se ablehnst, gebe ich Dir folgendes zu bedenken. Pflanzliche Wirkstoffe werden auch in der Universitätsmedizin eingesetzt. Allerdings nicht unmittelbar in von Pflanze zu Pflanze unterschiedlicher und unbekannter Konzentration (wie bei Heilpraktikern nicht unüblich), sondern die Wirkstoffe werden extrahiert, homogenisiert, standarisiert dosiert und erst dann auf den Patienten losgelassen. Insofern ist IMO gegen pflanzliche Arzneien nichts einzuwenden.

    Im vorliegenden Fall ist aber offenbar Voodoo und nicht Medizin zur Anwendung gekommen.

  4. #4 von Christian am 4. August 2016 - 08:00

    Eine viel zu geringe Strafe für solch einen Scharlatan! Der gehört eigentlich wegen Gemeingefährdung unter Sicherungsverwahrung.

  5. #5 von Unechter Pole am 4. August 2016 - 09:13

    @omnibus56
    Natürlich (nomen est omen) meine ich die Scharlatanerie, nicht die natürlich vorkommenden und aus Lebewesen gewonennen Wirkstoffe für sich.