Begrüßung im Job: Es geht auch ohne Handschlag

Muslimische Schüler, die Lehrerinnen den Handschlag verweigern, erregten zuletzt mehrfach die Gemüter. Doch wie sieht es eigentlich im Berufsleben aus?

[http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/handschlag-im-beruf-es-geht-auch-ohne-a-1105141.html

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  1. #1 von paul0f am 4. August 2016 - 11:14

    Und es geht auch mit Handschlag.

    Diese religiös motivierte ungleichstellung zw. Mann und Frau ist einfach nur erbärmlich und primitiver Natur.

  2. #2 von Willie am 5. August 2016 - 08:20

    Ich bin beleibe keiner, der Wert auf Traditionen legt, aber zwei Sachen muss ich hier doch anmerken:
    1. Der Vorfall in der Schweiz ist nicht vergleichbar mit den anderen, genannten Fällen, da es dort eine Tradition darstellt. Der/die LehrerIn begrüßt grundsätzlich alle SchülerInnen mir Handschlag.
    2. zu

    Ist es frauenfeindlich, wenn ein muslimischer Mann einer Frau nicht die Hand gibt?

    Auch hier gilt festzuhalten, dass dies, wenn es reklamiert wird, eben einseitig abgelehnt wird, d.h. im Raum befindliche Männer werden per Handschlag begrúßt – obwohl doch sonst die Hand ans Herz gelegt werde – und bei Frauen geht man demonstrativ über die hingehaltene Hand hinweg.

    Beide Male werte selbst ich als bewußte Provokation, da der Dazukommende eine angebotene Geste (des guten Willens) verweigerte.

    „Wenn der Bankberater ihr allerdings nicht zur Begrüßung die Hand gibt, hat das keine rechtlichen Auswirkungen“, sagt die Kölner Arbeitsrechtlerin Sonja Riedemann. „Es gibt kein Recht auf Händeschütteln.“

    Ich habe 6 Jahre im Schalterdienst gearbeitet und da gabe es fast nie einen Handschlag mit den Kunden (selbst bei Gesprächen im Kämmerlein, das ging, wenn, vom Kunden aus) – und das in der „guten, alten Zeit“ der 1970ger (muss also jetzt „modern“ geworden sein, wenn es als Argument angeführt wird)

    Aus medizinischer Sicht sind sie sogar im Vorteil. Auch außerhalb der Grippesaison können viele Krankheitserreger von Hand zu Hand übertragen werden.

    Hier fehlte nur noch der Hinweis darauf, dass Männer eher eine Aversion gegen Hände waschen nach dem Toilettengang haben – auch heute noch. (Das wäre doch was für Frauen, denen die Hand verweigert wird, etwa so: Ach, Sie haben sich die Hände nicht gewaschen?)

    Grundsätzlich mag ich pers. dieses Hände schütteln zu allen Gegebenheiten auch nicht. Hier deutet man einen Kuß auf die Wange an – aber nur zwischen den Geschechtern, alles andere wäre „maricon“ (schwul) -, naja, ob das hygienischer ist?

  3. #3 von Willie am 5. August 2016 - 08:24

    Noch etwas zu Hände waschen. Soweit mir bekannt ist, ist nur Wasser „rein“ und daher ist es gerade bei strenger glaübigen Muslimen üblich sich Wasser durch die Kimme zu gießen und das wars (Ich könnte da Sache vom Apollinaris Brunnen erzählen, aber auch schon wieder gut 20 Jahre her). Ok, das wird dann wieder mit der linken Hand vollführt, aber …