Terrorangst: Jeder vierte Gottesdienstbesucher will Kirchen meiden

Gut jeder vierte regelmäßige Gottesdienstbesucher in Deutschland (27,5 Prozent) möchte aus Angst vor Terroranschlägen in nächster Zeit keine Kirchen oder anderen religiösen Stätten besuchen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur idea ergeben.

[http://www.idea.de/gesellschaft/detail/terrorangst-jeder-vierte-gottesdienstbesucher-will-kirchen-meiden-97758.html

  1. #1 von Monika am 2. August 2016 - 21:40

    Wenn das stimmt, ist es schade.
    Allerdings werde ich dieses Jahr auch lieber auf die CSD-Parade in Hamburg verzichten.

  2. #2 von manglaubtesnicht am 2. August 2016 - 22:10

    Vor allem ist das auch Unsinn. Es gibt ca. 45.000 Kirchen in Deutschland mit seinen 80 Mio Einwohnern, in der EU mit ihren 500 Mio Einwohnern duerften es also ca. 280.000 sein. Davon wurde eine einzelne angegriffen – eine zu viel, wohlgemerkt.

    Die Chance, beim woechentlichen Gottesdienst ueberfallen zu werden ist minuskel. Deutlich groesser ist das Risiko auf dem Weg dahin von einem Raser totgefahren zu werden.

    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/36948/umfrage/anzahl-der-moscheen-und-kirchen-in-deutschland/

  3. #3 von Unechter Pole am 2. August 2016 - 22:22

    @mgen
    Ich denke nicht, dass die Entscheidung Unsinn ist. Auch wenn sie aus nicht nachvollziehbaren Gründen erfolgt. Für Unsinn und verlorene Zeit halte ich hingegen den Besuch der Verblödungsveranstaltung „Gottesdienst“.

  4. #4 von Willie am 2. August 2016 - 22:31

    Gut jeder vierte regelmäßige Gottesdienstbesucher …

    Das heißt dann aber auch, dass diese Leute kein Vertrauen in ihren Gott und seine Sonntagswohnung haben.

  5. #5 von Monika am 2. August 2016 - 22:44

    Stimmt, das heißt es.
    In der Bibel aber heißt es: In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden! (Johannes 16,33)

  6. #6 von Unechter Pole am 2. August 2016 - 23:03

    Es wurde mich interessieren, wer der Fan der „Gottesdienste“ ist, der mir den Daumen nach unten vergeben hat. Raten wir mal…

  7. #7 von Monika am 2. August 2016 - 23:07

    Ich war das!

  8. #8 von Skydaddy am 3. August 2016 - 05:18

    Ich bezweifele, dass die Zahlen tatsächlich repräsentativ sind.

    Normalerweise werden für solche Umfragen etwa 1.000 Leute befragt, weil sich damit repräsentative Zahlen für die Allgemeinheit erzielen lassen, die auch durch eine größere Stichprobe nicht mehr wesentlich genauer werden.

    Aber hier ist ja von regelmäßigen Kirchgängern die Rede. Bei grob ca. 25% Protestanten (Bevölkerungsanteil) mit 4% und 30% Katholiken mit 10% Gottesdienstbesuch würden die Gottesdienstbesucher ca. 4% der Bevölkerung ausmachen, in einer 1.000er-Stichprobe wären das 40. Und die angegebenen Quoten beinhalten ja auch unregelmäßige Kirchgänger.

    Vermutlich wurde – wie bei Umfragen zu religiösen Themen üblich – gefragt, ob sich der Befrage als regelmäßiger Kirchgänger sieht. Da kann dann natürlich alles mögliche drin sein einmal im Jahr zu Weihnachten in die Kirche zu gehen wäre ja auch „regelmäßig“.

    Jedenfalls dürften diese Zahlen relativ wertlos sein, hinzu kommt, dass Umfragen anlässlich bestimmter Ereignisse ohnehin immer zu hohe Werte liefern.

    Die grundsätzliche Tendenz, dass die Leute jetzt eher weniger in die Kirche gehen, erscheint plausibel.

    Denkbar wäre allerdings, dass einige Christen jetzt erst recht in die Kirche gehen – als Bischof würde ich versuchen, genau so eine Bewegung zu bewirken.

  9. #9 von Kappa am 3. August 2016 - 13:20

    Gottvertrauen

  10. #10 von Hypathia am 3. August 2016 - 14:29

    Christen schwafeln zwar gern und viel über ihr Gottvertrauen, aber im täglichen Leben merkt man nicht wirklich viel davon.

    ► Blitzableiter auf Kirchen
    ► Strengste Sicherheitsvorkehrungen beim Papstbesuch
    ► Absperrungen und Taschenkontrollen am Petersplatz bei der Papstaudienz
    ► Beim „Marsch für die Familie“ lassen sie sich von einer Hundertschaft der Polizei eskortieren
    ► Und jetzt trauen sie sich nicht mal mehr in ihre Betbuden

  11. #11 von Kappa am 3. August 2016 - 16:16

    ► Und jetzt trauen sie sich nicht mal mehr in ihre Betbuden <<<

    Die bräuchten zum Blitzableiter eben auch noch „AllahuAkbar-Ableiter“ 🙂

  12. #12 von Unechter Pole am 3. August 2016 - 22:07

    @Hypathia
    Dennoch muss man den Christen hinsichtlich der baulichen Ausstattung der Kirchen Nachlässigkeit (oder Karel-Gott-Vertrauen) vorwerfen. Leicht entflammbare Oberflächen, Umgang mit offenem Feuer, keine Panikverschlüsse, keine Sicherheitsbeleuchtung. Meistens nicht mal ein Feuerlöscher.