„Wissen und Glauben“

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  1. #1 von dirk am 30. Juli 2016 - 14:44

    Zitat aus dem Video

    Je mehr wir wissen (er sprach vorher von der Entwicklung der Naturwissenschaften) desto stärker sehnen wir uns nach dem Glauben“

    Tja das hat mir dann gereicht und ich das Video abgestellt, denn ich habe den gegenteiligen Eindruck je höher die naturwissenschaftliche Bildung desto geringer der Glaube an übernatürliche Wesen.

  2. #2 von Hal am 30. Juli 2016 - 14:58

    Boah ist das schlecht, schon nach etwas mehr als 2 Minuten ist meine Tagesquote religiotischen Unfugs aufgebraucht, vielleicht höre ich es mir später und filtriere den gröbsten heraus.
    Dieser arme Christ ist ein Opfer seiner bekloppten Religion, sie lässt ihn als intellektuellen Totalversager dastehen, zumindest in meinen Augen, denn ich habe nicht die geringste Ahnung wer er ist.
    Ich untersuche es nachher, aber es sieht sehr danach aus, dass ein Naturwissenschaftler sich bis an die Knochen blamiert, indem er seine eventuelle Autorität in der Wissenschaft zur Verteidigung seines Glaubens einzusetzen versucht.

    Ernst Peter Fischer (* 18. Januar 1947 in Wuppertal) ist ein deutscher Wissenschaftshistoriker und Wissenschaftspublizist.

    Nicht ganz daneben.

    Es immer witzig wenn Hirnwurmträger glauben sie könnten mit Naturwissenschaften für ihren Glauben argumentieren, obwohl sie die Welterklärungen ihrer Religion als pure Fiktion entlarvt haben. Einfach völlig merk befreit.

  3. #3 von user unknown am 30. Juli 2016 - 15:50

    Wieso kann man die Erklärbarkeit der Welt nicht erklären? Wieso soll man das, was man nicht erklären kann verehren? Sollen das neue Dogmen sein, die man glaubt, weil es Herr Fischer sagt?

    Lauter starke Behauptungen ohne Begründung – stattdessen Appelle an die Autorität (Göthe, den berühmten Farbenlehrer).

    „Wenn Sie ein Einheitsgefühl mit der Natur haben“ – ja, dann spinnen Sie rum, dann legen Sie eine Interpretation, eine Deutung in ein Gefühl, die dieses Gefühl weit überschreitet und sich sachlich nicht rechtfertigen lässt. „Wenn man dieses Gefühl religiös nennt“ – dann hat man das Gefühl so benannt. Weder hat man damit bewiesen oder auch nur gezeigt, dass das Gefühl religiös ist, noch hat man irgendwas Religiöses bewiesen.

    Die Wissenschaftler denken immer an die Götter – sagt schon Einstein! Heiliger Einstein, bitte für uns!

    Wir wissen nicht, dass die Sonne größer als die Erde ist, wir glauben es nur.

    Sinnlose Wortgymnastik.
    Kein geistreicher Gedanke dabei.

  4. #4 von Rene am 30. Juli 2016 - 16:17

    Das Zeug hat er sich komplett aus den Fingern gelutscht. Diese Typen haben jegliche Scheu verloren, sich zu blamieren. Ich würde im Erdboden versinken, müsste ich solch eine verbale Onanie vortragen müssen.

  5. #5 von Hal am 30. Juli 2016 - 16:56

    Ich habe mir die ganzen 27 Minuten angetan, fühle mich merkbar dümmer, habe dem Video ein wohlverdientes Däumchen nach unten verpasst und einen Recht feindseligen Kommentar verfasst.

    @Rene

    Ich würde im Erdboden versinken, müsste ich solch eine verbale Onanie vortragen müssen.

    Ja, es ist schon erschreckend was Religiosität aus Menschen machen kann.

  6. #6 von Yeti am 30. Juli 2016 - 22:55

    @dirk: Ich habe mir das Video eine Zeit lang angeguckt und kann mich nur daran erinnern, dass ich die ganze Zeit gedacht habe, was für ein Kappes.

    Wenn er meint, dass, je mehr „wir“ wissen, desto mehr sehnen „wir“ uns nach Gott oder Religion, ist doch folgendes:
    Je mehr „wir“ – diejenigen, die Wissenschaft betreiben – herausfinden, desto mehr sehnen „wir“ – diejenigen, die gerne an Gott glauben würden – uns nach Religion.

    Das eine „wir“ bedeutet „die Wissenschaft“. Das andere „wir“ bedeutet die Gemeinschaft der Gläubischen. Also eher „ihr“ vs. „wir“. Und dann für sich vereinnahmen, indem man das „ihr“ zu „sich“ nimmt.

    @uu:

    … Göthe …

    Der hieß aber Göhte, nicht Göthe!!1°

    „Wenn Sie ein Einheitsgefühl mit der Natur haben“

    Ich hatte vor dreißig Jahren mal insgesamt drei Einheitsgefühle mit der Natur. Ich kann mich noch an jedes Mal erinnern, auch was ich zu der Gelegenheit eingeworfen hatte.
    Religiös hat mich das nicht (wieder) gemacht.

    @hal:
    Nein, ich werde nicht nochmal auf youtube gehen und nachsehen, was Dein Kommentar dort anrichtet. Vielleicht HÄLst (pun intended!) Du uns hier auf dem Laufenden?

  7. #7 von Hal am 30. Juli 2016 - 23:27

    @Yeti

    Ich warte ich darauf dass der Kommentar gelöscht wird.;) Um Deine Nerven zu schonen; mein Kommentar.

    Der arme Christ blamiert sich freiwillig, und das bis an die Knochen, in aller Öffentlichkeit, dass ist die Macht seines Hirnwurms.

    Einsteins „Gott würfelt nicht“ war als Kritik der Quantenphysik gedacht und Einsteins Gott ist etwas abstraktes und nicht ein übernatürlichen Wesen, oder gar Bibelgott.
    Weiß er dieses nicht als Wissenschaftshistoriker? Lügt er ganz bewusst im Dienste seines irrationalen Glaubens, „Lying for Jesus!“. Zitate aus ihren Zusammenhang zu reißen, also Quotemining, und sie scheinbar vorsätzlich und unehrlich zur Verteidigung der Religion zu verwenden, um Menschen zu täuschen, ist entsetzlich schäbig – ein intellektuell redlicher Mensch würde vor Scham in die Erde versinken.

    Die Naturwissenschaften benötigen nicht die Nichterklärung Gott um die Entstehung des Sonnensystems zu erklären, auch ist sie nicht notwendig um die Vielfalt des Lebens zu erklären. Die völlig grundlose und unbegründete Gotteshypothese würde sogar der simplen Eleganz der Evolutionstheorie abträglich sein – das Bibelmonster muss nicht zielgerichtet am Erbgut herum pfuschen, es genügen Mutationen und Selektion.

    Er schwafelt zwar von Wissen und Glauben und wie gut er meint dass sie zusammen passen, bzw. sich ergänzen. Hier ist was Luther zu Glaube und Vernunft zu sagen hat:

    „Die Vernunft ist das größte Hindernis für den Glauben, weil alles Göttliche ihr absurd scheint.“

    Da bin ich ausnahmsweise mit den ekelhaften Luther einig. ;)

    Hast Du wenigstens ein Däumchen vergeben? Nach meinen letzten Besuch sind jedenfalls 8 negative hinzugekommen und leider auch einige positive.

  8. #8 von Yeti am 31. Juli 2016 - 10:08

    @hal:

    Hast Du wenigstens ein Däumchen vergeben?

    Nö, habe keinen account.

  9. #9 von Henry am 31. Juli 2016 - 14:26

    Vielleicht kann man zum „Mißbrauch“ von Einstein folgende Bemerkung machen.
    Kurzgefasste Kernsätze der Mystik fand ich bei Einstein:

    Ein menschliches Wesen ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen, ein durch Raum und Zeit begrenzter Teil. Es erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als etwas von allem anderen Getrenntes – eine Art optische Täuschung seines Bewußtseins.
    Albert Einstein, Physiker (1879-1955)

    An Freiheit des Menschen im philosophischen Sinne glaube ich keineswegs. Jeder handelt nicht nur unter äusserem Zwang, sondern auch gemäss innerer Notwendigkeit.
    (Albert Einstein aus: Meine Weltsicht)

    Solche Leute sind keine Atheisten.
    Auch Einstein war kein Atheist:

    „Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls naheliegen, weil er sich nicht vorstellen mag, daß die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut von ihm zum ersten Mal gedacht werden. Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft. Die gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat sie kaum begriffen …“
    Albert Einstein, Physiker (1879-1955)

    Und zum Schluß vielleicht noch dieses:

    Das ethische Verhalten des Menschen ist wirksam auf Mitgefühl, Erziehung und soziale Bindung zu gründen und bedarf keiner religiösen Grundlage. Es stünde traurig um die Menschen, wenn sie durch Furcht, durch Strafe und Hoffnung auf Belohnung nach dem Tode gebändigt werden müssten. Es ist also verständlich, dass die Kirchen die Wissenschaft von jeher bekämpft und ihre Anhänger verfolgt haben.
    (Albert Eistein, Physiker, 1879-1955)

    Würdest du dich als Mystiker outen? Ich auch nicht. ^^

    freundliche Grüße

  10. #10 von Hal am 31. Juli 2016 - 16:57

    @Henry

    Berufung auf Einsteins Autorität in Bereichen außerhalb seines Fachwissens, ist nicht sonderlich wertvoll. Es wäre ein logischer Fehlschluss Einsteins Meinungen zu Spiritualität (was auch immer das genau sein mag), Metaphysik und Ernährung für absolut Wahr zu halten. Selbst seine persönliche Meinung zur Quantenphysik war zu seinen Zeiten nicht korrekt.

    Apologeten, wie der Herr Fischer, versuchen jedoch diese wagen Vorstellungen für ihre spezifische Religion zu vereinnahmen, selbst wenn er nur für seinen nicht näher definierten Gott argumentiert – etwas was auch unehrlich wirkt. Seine Zielgruppe ist somit recht groß, auch Muslime und Juden könnten sich in ihren jeweiligen Glauben bestätigt fühlen.

  11. #11 von Gerry am 31. Juli 2016 - 17:26

    Der hat so viel Zeit mit Bildung verbracht, hat es aber noch nicht geschafft, sich von dem Blödsinn zu trennen der ihm als Kind eingetrichtert wurde?
    Erbärmlich.