Evolution: Was Religion mit Intelligenz zu tun hat

Im Laufe der Evolution wuchs im Gehirn der präfrontale Kortex – und die Fähigkeit zur Selbstreflexion entstand. Die Frage nach Sinnhaftigkeit war der Ausgangspunkt für die Entstehung der Religiosität.

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[http://www.welt.de/wissenschaft/article114696979/Was-Religion-mit-Intelligenz-zu-tun-hat.html

  1. #1 von Gerry am 30. Juli 2016 - 17:00

    Und die dümmste aller Antworten auf die Sinnhaftigkeit des Lebens hat vor allem bei denen Anklang gefunden, deren Fähigkeit zur Selbstreflektion unterdurchschnittlich ausgeprägt ist.

  2. #2 von Skydaddy am 30. Juli 2016 - 17:42

    Da könnte was dran sein. Es mussten offenbar erst einige Exemplare Hirne entwickeln, die so groß waren, dass sie herausfinden konnten, wie sie die weniger Schlauen hinter’s Licht führen konnten.

  3. #3 von Charlie am 30. Juli 2016 - 17:54

    @skydaddy

    So wirdn Schuh draus.

  4. #4 von user unknown am 31. Juli 2016 - 00:10

    So zeigen Experimente von Jesse Bering, Psychologe an der Belfast University, dass Kinder intuitiv an Übernatürliches glauben.

    Aha. Weil Kinder (4-6jährige), die Puppentheater mit Krokodilen und Mäusen verstehen noch keinerlei Sozialisation ausgesetzt waren?

    Sie (d. Religion) hilft zum Beispiel, eigentlich Unerklärliches zu erklären, Sinn zu geben, oder Trauer zu bewältigen.

    Aha. Wie erklärt sie denn Unerklärliches? Welchen Sinn gibt sie?

    Das (verstärkte Kooperation unter Menschen gleicher Religion) mache, so der Religionswissenschaftler, die Gesellschaft als Ganzes erfolgreicher.

    Wir leben aber einerseits in einer Gesellschaft von Menschen unterschiedlicher und teils ohne Religion – hilft uns also nix das zu wissen, außer wir würden des Erfolges wegen jetzt eine verbindliche Religion für alle festlegen. Ich schlage Atheismus vor.

    Und was ist das, eine erfolgreiche Gesellschaft? Erfolgreich worin? Bruttosozialprodukt, Lebenserwartung? Da sind doch heterogene, entreligiöste Gesellschaften am erfolgreichsten.

    So zeigte Jesse Bering, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene sich regelkonformer verhalten, wenn sie glauben, von Geistern oder Göttern beobachtet zu werden.

    Riecht nach einer dieser beliebten Soldatenfabriken.

    So teilen Religionen Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen häufig klar in Tugenden und Sünden – das macht die Werte einer Gemeinschaft für alle Mitglieder hochverbindlich und damit berechenbar.

    Deswegen findet man in religiösen Gesellschaften auch immer das Paradies auf Erden. Keine Morde, kein Kindesmissbrauch, keine Vergewaltigungen, kein Ehebruch, keine Kriege – ach nein, das gilt ja nur nach Innen, gegenüber Angehörigen der gleichen Clique.

    Dennoch müssen die Vorteile der Religiosität in der Evolution der Menschheit in der Überzahl gewesen sein.

    Inwiefern? Dass sich Religiöses in Gesellschaften so blendend bis heute erhalten hat? Damit reduziert er Religion auf ihre Nützlichkeit im Licht der Evolution und argumentiert antireligiös. Aber auch die Evolution hat er nicht begriffen: Der Mensch formt sich nämlich die Umwelt, in der er lebt, weitgehend selbst. Und diese Umwelt ist stetem Wandel unterworfen, d.h. dass alles, was bis gestern evolutionär von Vorteil war kann heute schon ein Problem sein und umgekehrt. Der evolutionäre Empirismus kann immer nur in die Vergangenheit schauen.

    Und ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass in den letzten 400 Jahren, mit dem Aufkommen von Kunst und Wissenschaft und der Zurückweisung religiöser Zumutungen die Menschheit eine explosionsartige Vermehrung vollbracht hat – über die Entdeckung wahrer Krankheitsursachen, Optimierung der Lebensmittelproduktion, Technisierung Industrialisierung und Individualisierung.

    Weltweit heiraten religiöse Menschen früher, bleiben länger zusammen und bekommen mehr Kinder.

    Wäre diese Milchmädchenrechnung wahr, dann würde der Anteil religiöser Menschen an der Bevölkerung steigen und steigen. Er ist aber weltweit seit Jahrzehnten am Sinken und Sinken. Die Religion verebbt.

    Das Gehirn hat sich im Lauf der Evolution darauf eingestellt, das es schwer sein kann, die Frage nach dem Sinn zu beantworten. Der Aberglaube ist das Resultat dieser Anpassung des Gehirns an die Unberechenbarkeit der Welt.

    Will er sagen, die Welt sei früher nicht unberechenbar gewesen? Welche Frage nach dem Sinn meint er?