„Fehlgeleitet“ und „anmaßend“: Amerikanischer Imam schreibt offenen Brief an selbsternannte Gotteskrieger

Unter dem Eindruck mehrerer IS-Anschläge wendet sich ein Imam direkt an „Pseudo-Mudschaheddin“: Muslime, die den Terror im Namen Allahs rechtfertigen. In dem Text weist er den Möchtegern-Gotteskriegern nach, dass sie gegen wichtige Prinzipien ihrer eigenen Religion verstoßen.

[http://www.focus.de/politik/deutschland/fehlgeleitet-und-anmassend-imam-schreibt-wie-muslimische-terroristen-gegen-islam-verstossen_id_5767735.html

  1. #1 von dirk am 28. Juli 2016 - 22:41

    Zitat Focus

    „Zaid Shakir, einer der bekanntesten Imame in den USA, hat mit einem offenen Brief an einen fiktiven Mudschaheddin mit den selbsternannten Gotteskriegern abgerechnet. Der 60-jährige Shakir, in Kalifornien als Ricky D. Mitchell geboren. Er gilt als einflussreicher Imam, der immer wieder versucht, zwischen den Werten des Islam und der westlichen Welt zu vermitteln.
    Das Ungewöhnliche an dem Schriftstück, das jetzt in der „Islamischen Zeitung“ veröffentlicht wurde, ist, dass ein Imam seinen Glaubensbrüdern gleich in mehreren Punkten darlegt, in welcher Form sie gegen den Islam verstoßen haben.“

    Zitat aus dem Brief

    „du hättest das Recht etablierte islamische Prinzipien zu missachten, wie z.B. jene, die unschuldigem Leben Schutz zusprechen,“

    Selbstverständlich ist es nach dem Islam vollkommen legal Ungläubige eines anderen nicht vom Islam beherrschten Land, wenn sie sich nicht im Frieden mit diesem Land wähnen, umzubringen.

    Siehe dazu auch den Begriff Harbī zB auf Wiki.

    Weitere theologische Hinweise habe ich in dem Brief gar nicht gesehen.

    Und was schreibt der Focus? Ich wiederhole es nochmal:

    „dass ein Imam seinen Glaubensbrüdern gleich in mehreren Punkten darlegt, in welcher Form sie gegen den Islam verstoßen haben“

    Die wahhabitischen Diktaturen leiten sich ja sogar aus der „Kultur“ ab die nicht hunderprozentig richtig Gläubigen (zB Schiiten) zu berauben und zu ermorden.

    Des weitern ist auf der Seite:

    http://www.islamische-zeitung.de/brief-an-einen-pseudo-mudschahid/

    Eine Frage und Antwort Sektion.

    Zitat Frage und Antwort Sektion

    „Frage: Deine Gewaltlosigkeit verweigert Muslimen das Recht, ihre Heimatländer zu verteidigen und die Besatzer zurückzuschlagen.

    Antwort: Ich betone definitiv die Gewaltlosigkeit für Muslime, die in pluralistischen Gesellschaften im Westen leben. Dies ist eine fundamentale islamische Verantwortung.“

    Hört sich nett an aber wo ist die Theologische Beweisführung das dies auch für Länder gilt womit sich der Gläubige seiner Meinung nach im Krieg befindet?

    „Frage: Warum versuchst Du mich durch deine intellektuellen Argumente zu überzeugen, den Jihad aufzugeben, wo doch die wörtliche Bedeutung des Koran ganz klar über die Pflicht spricht, die Ungläubigen überall dort zu töten, wo man sie auffindet?

    Antwort: Ich denke der wichtigste Punkt, der klargestellt werden muss in Bezug auf diese Frage ist die Verwendung der Vernunft. Das Thema, die Nichtmuslime ‚überall dort zu töten, wo man sie auffindet‘ wird in der darauffolgenden Frage erörtert. Der Koran selbst ruft uns dazu auf, die Vernunft zu verwenden. Dies ist von Anfang an schon beim Eintritt des Islams der Fall.“

    Da hat er ja recht sinnvoll ist es erst eine ausreichende Macht in einem Land aufzubauen bevor man es erobert.

    Dazu Mark A. Gabriel aus Gabriels Buch Islam und Terrorismus -Was der Koran wirklich über Christentum. Gewalt und die Ziele des Djhad lehrt

    Die drei Phasen des Dschihad
    Wenn Sie sich die Muslime in der Welt ansehen. werden Sie feststellen, dass sie sich in einer der folgenden drei Phasen des Dschihad befinden.

    Die geschwächte Phase: In dieser Phase befinden sich Muslime. wenn sie als schwache, kleine Minderheit in einem nichtislamischen Land leben. In einem solchen Fall ist offener Dschihad nicht der richtige Ansatz. Die Muslime ordnen sich den Gesetzen des Landes unter, arbeiten aber daran. ihre Zahl zu vergrößern. In dieser Phase folgen Muslime dem Wort, das Mohammed in Mekka empfing: «Kein Zwang im Glauben!» (Sure 2,256).

    Die Vorbereitungsphase: Diese Phase ist erreicht. wenn die Muslime eine einigermaßen einflussreiche Minderheit sind. Da ihr Ziel für die Zukunft die direkte Ko nfrontation mit dem Feind ist. treffen sie Vo rbereitungen in jedem erdenklichen Bereich – im finanziellen, körperlichen. militärischen. geistigen und in jedem anderen Bereich. «Und lass die Ungläubigen nicht meinen. dass sie Uns entgehen könnten; sie können (Allah) nichts vereiteln. So rüstet gegen sie, so viel Ihr vermögt an Mann und Pferd, um Allahs Feinde abzuschrecken und Euren Feind und andere außer ihnen. die Ihr nicht kennt. Allah aber kennt.» (Sure 8.59-60).

    Die Phase des Dschihads: Diese Phase ist erreicht. wenn die Muslime eine Minderheit sind, die über Stärke. Einfluss und Macht verfügt. In dieser Phase ist jeder Muslim verpflichtet. aktiv gegen den Feind zu kämpfen. das System des nichtmuslimischen Landes umzustürzen und die islamische He rrschaft aufzurichten. Diese Phase gründet sich auf die letzte Offenbarung, die Mohammed bezüglich des Dschihad empfing, nämlich Sure 9,5. Ich habe diesen Vers zwar schon einmal zitiert. aber er ist für das islamische Denken so wichtig, dass eine Wiederholung nicht schaden kann: «Tötet die Götzendiener, wo immer Ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hi nterhalt auf.»“

    Zitat Frage und Antwort Sektion

    „Es gibt keinen Zwang in der Religion. Wahrheit ist nunmehr deutlich unterscheidbar von Irrtum…“ (2:256)

    Rudi Paret führt aus, dass den heidnischen Arabern nur die Wahl zwischen Bekehrung zum Islam und Tod blieb. Aus diesen Gründen habe der Vers wahrscheinlich – entgegen der allgemein gängigen Deutung[24] – ursprünglich nicht bedeutet, dass man niemanden zum Glauben zwingen dürfe, sondern niemanden dazu zwingen könne.[25] Dies sei umso wahrscheinlicher, wenn man den Inhalt des 99. Verses der zehnten Sure in Betracht ziehe:
    „…wenn dein Herr wollte, würden die, die auf der Erde sind, alle zusammen gläubig werden (oder: wenn dein Herr gewollt hätte, wären die, die auf der Erde sind, alle zusammen gläubig geworden). Willst nun du die Menschen (dazu) zwingen, daß sie glauben?“
    – 10:99 nach Paret

    Zitat Frage und Antwort Sektion

    „Frage: Wie kannst du friedvolle und freundliche Beziehungen zu den Nicht-Muslimen vertreten, während der ‚Schwertvers‘ (9:5) alle vorherigen milden Verse, die du zur Untermauerung deiner Worte nutzt, aufhebt?

    Antwort: Die Behauptung, der ‚Schwertvers‘ würde die friedvolleren und toleranteren Verse des Koran aufheben, ist aus mehreren Gründen fehlerhaft. Zuallererst sind die gewichtigsten Kommentare des Korans der Ansicht, dass der ‚Schwertvers ‘ selbst aufgehoben ist durch den Vers: „Wenn ihr (auf einem Feldzug) mit den Ungläubigen zusammentrefft, dann haut (ihnen mit dem Schwert) auf den Nacken! Wenn ihr sie schließlich vollständig bekämpft habt, dann legt (sie) in Fesseln, (um sie) später entweder auf dem Gnadenweg oder gegen Lösegeld (freizugeben)!““

    Nun für mich als Atheisten bezüglich der abrahamitischen Religionen ist es nicht gerade erstrebenswert unter islamischer Herrschaft zu leben.

    Wiki zum Schwertvers

    „Die Auffassung, dass der Schwertvers andere Verse, die zu einem friedlichen Umgang mit Nicht-Muslimen aufrufen, abrogiert habe, findet sich schon bei dem frühen Koranexegeten …“

    Was ja auch zu den Erzählungen über den „Propheten“ passt als er noch keine Machtposition inne hatte war er tolerant gegenüber Ungläubigen, als er an der Macht war unterdrückte er die Ungläubigen.

  2. #2 von Torchy am 29. Juli 2016 - 02:43

    Dann scheint ja die beste Lösung gegen Scientology zu sein, dass wir eine neue Sekte namens Scientology gründen, die nicht so viel Geld kostet. Und die erklärt dann uns und allen Alt-Scientologen, dass sie keine wahren Scientologen sind und Hubbard völlig falsch verstehen. Damit ist das Problem bestimmt gelöst… 😡

  3. #3 von paul0f am 29. Juli 2016 - 10:12

    Dieses ständige Geseiere um Interpretation, Auslegung (richtig/falsch) etc. zeigt mir nur, das diese angeblich unfehlbaren göttlichen Worte nichts anderes sind, als das fehlbare Werk eine Menschens.

  4. #4 von Skydaddy am 29. Juli 2016 - 10:39

    Wer meint,

    a) man müsse sein Leben nach uralten Büchern ausrichten und
    b) für diese Bücher gäbe es „richtige“ und „falsche“ Auslegungen

    ist Teil des Problems, nicht der Lösung.