Hamed Abdel-Samad: Französischer Verlag zieht islamkritisches Buch zurück

Im September sollte in Frankreich das umstrittene Buch „Der islamische Faschismus“ von Hamed Abdel-Samad erscheinen. Jetzt will der Verlag das Buch doch nicht veröffentlichen – aus Angst.

[http://www.spiegel.de/kultur/literatur/hamed-abdel-samad-der-islamische-faschismus-erscheint-nicht-in-frankreich-a-1104945.html

  1. #1 von dirk am 27. Juli 2016 - 21:24

    Ich finde der Originaltitel ist etwas besser als die von SPON gekürzte Version.

    Der herausgeschnittene Teil

    „Diese Rechten hat es in Frankreich vor zwei Jahren nicht gegeben, als der Verlag die Rechte für das Buch erwarb!! Sie haben auch die Islamisten in Frankreich nicht daran hindern können, Bücher zu veröffentlichen und sie in den Moscheen zugänglich zu machen!

    So weit sind wir schon in Europa gekommen. Ein Verlag beugt sich der Einschüchterungstaktik der Islamisten. Es ist noch nicht lange her, da schrieb dieser Verleger „Je suis Charlie“, heute schreibt er „Ich habe Angst, Charlie zu werden.“ Das Schlimme ist, er versucht aus der Not eine Tugend zu machen und nennt seine Entscheidung „besonnen“. Ich nenne sie vorauseilenden Gehorsam und Selbstaufgabe!

    Die Krokodile, die du jetzt futterst, in der Hoffnung, dass sie dich nicht fressen, werden auch dich am Ende auseinandernehmen.“

  2. #2 von dirk am 27. Juli 2016 - 21:29

    Ich glaube übrigens nicht das ein Verlag die Rechte für eine bestimmte Sprachversion vertraglich zugesichert (bei einem durchdachtem Vertrag) kaufen kann um das Buch dann nicht zu veröffentlichen. Den durch die Nichtveröffentlichung entgehen dem Autor ja Tantiemen.

    Also bei einem halbwegs durchdachtem Vertrag müsste der Autor dann eine Entschädigung bekommen oder der Verlag gibt die Rechte wieder an den Autor zurück.

  3. #3 von groundedtheoryblog am 28. Juli 2016 - 14:40

    Angst essen Seele auf.

  4. #4 von Hal am 29. Juli 2016 - 23:56

    Angst – sollte es nicht zu denken geben?