Pfarrer über Austritte und Atheismus

„Es ist ein Problem beider großer Kirchen“, erklärt Schlummer. Die Ursache für die Abwendung von den christlichen Religionen sieht er in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft. „Ich wünsche mir, dass die Menschen mehr zu ihrem Glauben stehen, damit andere ermutigt werden“, teilt der Pfarrer mit. Ein Gläubiger könne das Positive besser sehen und habe Hoffnung in schlimmen Zeiten. Der Glaube an Gott sei sinnvoll und vertretbar. „Manche denken, angesichts der Technik sei der Glaube überflüssig geworden“, hat er das Gefühl.

(…)

„Atheismus ist jedoch keine neutrale Haltung, sondern eine klare Entscheidung, dass es Gott nicht gibt“, ist seine Meinung. Vielfach ließen sich Leute durch die Medien anstecken, aber Konsum und Unterhaltung dürften nicht Mittelpunkt des Lebens sein.

weiterlesen:

[http://www.wa.de/lokales/drensteinfurt/zahl-kirchenaustritte-sinkt-aufatmen-kann-drensteinfurts-pfarrer-joerg-schlummer-aber-nicht-6601068.html

  1. #1 von Unechter Pole am 24. Juli 2016 - 16:46

    Ich wünsche mir, dass die Menschen mehr zu ihrem Glauben stehen, damit andere ermutigt werden

    Den psychischen Terror durch die Nachbarn, Kollegen oder Familienmitglieder oder auch das Verprügeln von nichtreligiösen Kindern in der Schule nennt der Pfaffe „Ermutigung“. Danke für diese Ermutigung, ich kenne das gut genug!

  2. #2 von Mr. MIR am 24. Juli 2016 - 17:06

    „Atheismus ist jedoch keine neutrale Haltung, sondern eine klare Entscheidung, dass es das Nudelige Monsterr nicht gibt“

    Keine Chance dem Atheismus! Ramen. Und Hail Eris.

  3. #3 von omnibus56 am 24. Juli 2016 - 17:07

    Je mehr die (Aber)Gläubigen trotz der objektiv erkennbaren Diskrepanz zwischen der Realität und ihrer Religion »zu ihrem Glauben stehen«, desto lächerlicher machen sie sich in meinen Augen. Das ermuntert mich tatsächlich – meinem Atheismus noch größere Wahrscheinlichkeit zuzusprechen.

  4. #4 von itna am 24. Juli 2016 - 18:02

    Konsum und Unterhaltung dürfte nicht im Mittelpunkt stehen, warum nicht? Und was soll dann im Mittelpunkt stehen? Was genau hat das jetzt mit Atheismus zu tun?

  5. #5 von Hal am 24. Juli 2016 - 18:29

    Die Ursache für die Abwendung von den christlichen Religionen sieht er in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft.

    Der böse Säkularismus ist also schuld, nicht die unzeitgemäßen Dogmen und mittelalterlichen Strukturen der katholischen Kirche. Da die katholische Kirche aber nicht durchgreifende Veränderungen vorgenommen hat, ist der nächste Skandal sozusagen schon vorprogrammiert.
    Der unverschämte Reichtum, zusammen mit den Geiz, dieser ist verbrecherischen Kirche ist eigentlich Grund genug aus diesen Scheißverein auszutreten.

    Ein Gläubiger könne das Positive besser sehen und habe Hoffnung in schlimmen Zeiten.

    Gläubige können besonders gut etwas negatives, wie die katholische Kirche, positiv sehen. Die Hoffnung des Pfaffen ist eigentlich ungewöhnlich bescheiden; er hofft dass der Untergang seiner Sekte sich verlangsamt. Vor Jahren schwafelten seines Gleichen noch von der Wiederkehr des Glaubens, nun scheint einigen von ihnen ein Licht aufgegangen zu sein.

    Der Glaube an Gott sei sinnvoll und vertretbar.

    Nö, isser nicht. Anstatt eine blöde Behauptung in den Raum zu stellen sollte er mal lieber dafür argumentieren.

    „Manche denken, angesichts der Technik sei der Glaube überflüssig geworden“, hat er das Gefühl.

    Ist Technik nun auch schuld? Zusammen mit Säkularismus ein giftiger Cocktail für den Glauben?

    Glaube und Technik seien aber durchaus vereinbar.

    Stimmt, Technik ist prinzipiell nicht glaubensfeindlich, das Rad war auch im Mittelalter zugegen. Anders ist es aber mit den Naturwissenschaften, die sogenannte Glaubenswahrheiten zu Hauff abschießen und die Aussagen der Bibel zur wirklichen Welt als kompletten Unfug entlarven. Die Gotteshypothese spielt in den Naturwissenschaften nicht die geringste Rolle, sie ist einfach völlig überflüssig.

    Oft schämten sich Christen sogar ihres Glaubens.

    Nicht zu Unrecht, es ist ziemlich Peinlich wenn Erwachsene an Märchen glauben.

    Des Weiteren beobachte er, dass viele den Bezug zur Religion verloren haben, solchen Personen leuchte natürlich auch nicht ein, dass sie Kirchensteuer bezahlen müssen.

    Christliche Bescheidenheit? Es ist schlimm genug dass die Kirchen Steuergelder in ihren fetten Hintern geblasen bekommen und die Caritas von der Gemeinschaft getragen wird, da sollen Nichtgläubige auch noch Kirchensteuer zahlen – der Mann hat doch schwer einen an der Waffel.

    Die Auseinandersetzung mit dem Islam könnte genutzt werden, um die eigenen Wurzeln wieder zu erkennen.

    Vernünftiger wäre es diese Auseinandersetzung zu als Anlass zu nehmen endlich die in der Verfassung gebotenen Trennung von Staat und Kirche durchzusetzen.

    „Atheismus ist jedoch keine neutrale Haltung, sondern eine klare Entscheidung, dass es Gott nicht gibt“, ist seine Meinung.

    Meinetwegen kann er sich seine Meinung dort hin schieben wo er sie gefunden hat. Nichtglauben trifft keine Aussagen über Existenzfragen. Atheismus ist jedoch eine implizite Beleidigung für Theologen, denn alleine dessen „Existenz“ ist eine Kritik ihrer „Arbeit“.

    Viele Veranstaltungen würden in der Gemeinde angeboten, bei denen die Möglichkeit bestehe, sich mit der Religion auseinanderzusetzen, leider seien diese oft wenig besucht, beklagt der Pfarrer.

    Was könnte wohl der Grund dafür sein? Versperren die bösen Säkularen den Zugang zu diesen Veranstaltungen?

    „Wenn es keine weiteren Skandale gibt, wird die Zahl der Kirchenaustritte weiter rückläufig sein“, hofft Pfarrer Schlummer.

    Eine fromme Hoffnung, und irgendwie eine Erkenntnis warum Leute aus seinen Verein austreten.

    66 Kinder erhielten 2014 das Sakrament der Taufe. 2015 waren es mit 87 Täuflingen sogar 21 Kinder mehr, die getauft wurden.

    Zwangstaufen oder eher Zwangseintritt in seine Sekte, ist eine Missachtung der Religionsfreiheit der wehrlosen Säuglinge. Meinetwegen sollen sie Kinder dieses lächerliche Ritual antun, aber es sollte keine rechtliche Verbindlichkeiten mit sich bringen.

  6. #6 von oheinfussel am 24. Juli 2016 - 19:15

    Die Ursache für die Abwendung von den christlichen Religionen sieht er in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft.

    Und ich denke, dass es damit zu tun hat, dass sich immer mehr Menschen immer weniger von den ewigen Heilsverkündern bieten lassen.

    „Ich wünsche mir, dass die Menschen mehr zu ihrem Glauben stehen, damit andere ermutigt werden“, teilt der Pfarrer mit.

    Ich wünsche mir auch so Einiges…aber nicht mal als Fussel kriegt man immer das, was man will.

    Ein Gläubiger könne das Positive besser sehen und habe Hoffnung in schlimmen Zeiten.

    Wieso das Positive besser sehen? Muss er sich nicht dauernd über Warnschüsse Gedanken machen und ob er gut genug ist, um nach dem Ableben ins Paradies einzukehren? Solche Sorgen kenne ich nicht… Von Hoffnung alleine kann man sich übrigens auch nichts kaufen

    Der Glaube an Gott sei sinnvoll und vertretbar.

    Ob das die Opfer der hiesigen Amoktäter auch dachten? Wie viele von ihnen beteten aus Todesangst – und wurden dennoch ermordet?

    „Manche denken, angesichts der Technik sei der Glaube überflüssig geworden“, hat er das Gefühl.

    Ah, er hat das im Gefühl… na dann..

  7. #7 von Willie am 25. Juli 2016 - 03:20

    „Ich wünsche mir, dass die Menschen mehr zu ihrem Glauben stehen, damit andere ermutigt werden“, teilt der Pfarrer mit.

    Und wieder einer der dazu auffordet, dass die Religioten mehr öffentlich über ihre Scharlatanerie sprechen sollen.

    Lustig wird es y.B. in Foren, wenn man dann als Atheist auch solchen Aufforderungen folgt und sich selbst zum Nichtglauben bekennt. Das hat dann bei religiösen Themen absolut nichts zu suchen, aber ein „Ich glaube an Jesus“ soll bis auf den Klo hin verbreitet werden.

  8. #8 von Hypathia am 25. Juli 2016 - 09:50

    @ Willi

    Unter dem Begriff „Menschen“ verstehen Pfaffen ausschließlich Christen und beim Glauben muss es schon der RICHTIGE Glaube sein.
    Atheisten sind für sie im besten Fall Untermenschen, die von Satan beauftragt sind die Rechtgläubigen zu verführen. So schaut das aus.

  9. #9 von schiffmo am 25. Juli 2016 - 15:00

    @Hypathia: Wie, der war der, der uns beauftragt hat? Hast Du von diesem Satan eine gültige Adresse, damit wir dem Kerl endlich die Rechnung schreiben können?
    An alle eventuell mitlesenden Religionsanhänger: Für Phantasiefiguren, die logischerweise nichts zahlen können, tu ich nix.