„Gott ist nicht nur reine Geistigkeit“

„Es waren nicht die Doofsten, die glaubten, Gott ist Person“, sagt der Kirchenhistoriker Christoph Markschies. Er möchte Gott nicht als „reine Geistigkeit“ interpretieren. Denn dann würde man Gottes Gaben, „dass sie einen Körper haben, der sich über schönes Essen“ und Wein freue, verachten.

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[http://www.deutschlandradiokultur.de/gottes-koerper-gott-ist-nicht-nur-reine-geistigkeit.1278.de.html?dram:article_id=361031

  1. #1 von Elvenpath am 24. Juli 2016 - 16:36

    „Was Gott wirklich ist, wissen wir nicht“

    Doch. Eine Erfindung.

  2. #2 von omnibus56 am 24. Juli 2016 - 17:10

    Es waren nicht die Doofsten, die glaubten, Gott ist Person

    Da sieht man wieder, was Indoktrination von Kindesbeinen an anrichten kann…

  3. #3 von oheinfussel am 24. Juli 2016 - 19:16

    Aua… oh Gott, diese Schmerzen…

  4. #4 von Willie am 25. Juli 2016 - 03:26

    „Gott ist nicht nur reine Geistigkeit“

    Nein, sicher nicht, er ist reine Fantasie.

  5. #5 von Netizen am 25. Juli 2016 - 03:34

    Nein, man muss natürlich immer festhalten, dass der uns zugewandte Gott zugleich auch der ganz Andere ist, der immer noch anders, größer, schöner, klarer ist als alle unsere menschlichen Vorstellungen, auch die Vorstellung von seiner Materialität.

    Fragt sich, wem dieser Gott zugewandt ist. Er scheint da recht wählerisch zu sein.

    In der Tat ist es die fast allerschlimmste Sünde, die ein Mensch begehen kann, wenn er sich einen Gott zurechtmacht, der zu seinen Vorstellungen, zu seinen politischen Plänen, zu seinen höchsteigenen Wünschen, wie er das Leben für unsere Welt passt.

    Sind es nicht gerade die heutigen Christen, die genau das tun, und zwar nahezu ohne Ausnahme? Für die meisten heutigen Bibelfetischisten ist dieser Gott doch nur noch eine weiche Knetmasse, beliebig formbar nach Tageslaune und Wetterlage. Möchte nicht wissen, was für Qualen und Depressionen ER zu erleiden hat, angesichts dieser völlig verhunzten Schöpfung, die IHN nicht mehr ernstnimmt. Man möchte fast Mitleid haben mit Gott. Spendenkonto …

    Nein, man muss immer deutlich machen, dass wir unser Leben verdanken Gott

    Wenn, dann heißt es oben „Gott verdanken“, nicht „verdanken Gott“, Pfaffe Yoda. Aber mein Leben verdanke ich meinen Eltern und niemandem sonst (Ärzte, Geburtshelfer etc. mal ausgenommen).

    Sondern wir sehen ja am Kreuz Jesu Christi, dass die besondere Schönheit Gottes sogar auch noch das Gegenteil der Schönheit, nämlich das Hässliche integrieren kann.

    Also wenn ein verurteilter Verbrecher das bekommt, was er verdient und letztlich ja auch selbst provoziert hat, dann finde ich das durchaus schön. Und nun?

  6. #6 von spritkopf am 25. Juli 2016 - 08:39

    In der Tat ist es die fast allerschlimmste Sünde, die ein Mensch begehen kann, wenn er sich einen Gott zurechtmacht, der zu seinen Vorstellungen, zu seinen politischen Plänen, zu seinen höchsteigenen Wünschen, wie er das Leben für unsere Welt passt.

    Wie Netizen schon schrieb: Ausnahmslos jeder Gläubige macht das.

    Außerdem würde ich diesen Herrn gern mal fragen, nach welchen Kriterien er entscheidet, wie dieser Gott denn nun zurechtgemacht gehört. Ist da ausschließlich das geschriebene Wort des heiligen Buches maßgebend? In diesem Fall hätte ich ein paar weiterführende Fragen zum AT, insbesondere zu den zahlreichen menschenverachtenden Passagen und ob der Herr Markschies diese auch als treffende Beschreibungen für seinen Gott ansieht. Oder sind für ein zutreffendes Gottesbild vielleicht doch wieder vom eigenen Wünschen und Wollen geprägte Interpretationen notwendig?

    Wenn der interviewende Herr Gessler nicht so heillos naiv an die Ausführungen des Herrn Markschies herangegangen wäre, hätte man die Schizophrenie des Denkens, die bei allen Gläubigen in mehr oder weniger starker Ausprägung vorhanden ist, schön herausarbeiten können.

  7. #7 von Skydaddy am 25. Juli 2016 - 09:39

    „Es waren nicht die Doofsten, die glaubten, Gott ist Person“

    Wie doof oder schlau eine Vorstellung ist, ist nicht danach zu beurteilen, WER dieser Vorstellung anhängt, sondern wie gut die ARGUMENTE für diese Vorstellung sind.

    Und für religiöse Vorstellungen gibt es keine guten Argumente – also nur „doofe“.

    Wie Prof. Markschies mit dem hier zitierten „Argument“ auch gleich selbst treffend veranschaulicht.