ERDOGAN-ANHÄNGER: „Wir rotten Euch aus, verbrennen Euch“

Auch in Deutschland attackieren Erdogans Anhänger Andersdenkende – Kurden, Aleviten, Gülen-Leute und Säkulare. Vor allem ein Verein, der der türkischen Regierung untersteht, macht gegen sie Stimmung.

(…)

Ein Aushang einer Ditib-Moschee etwa in Hagen forderte „Vaterlandsverräter“ auf, draußen zu bleiben. In Gelsenkirchen belagerten am vorigen Wochenende rund 150 Erdogan-Anhänger über Stunden einen Jugendtreff der Gülen-Bewegung und warfen Fensterscheiben ein.

Tausende gingen auf die Straßen und riefen „Allahu akbar“.

(…)

Eißler kritisiert vor allem die „systematische Kontra-Integration“ durch den Religionsverein Ditib. Dass türkische Staats-Imame vor deutschen Muslimen predigen, sei ein bekannter Missstand, gegen den nichts unternommen werde. „Ditib galt über Jahre als Vertreter eines moderaten Islams. Das hat sich nun dramatisch verändert.“

[http://www.welt.de/politik/article157249356/Wir-rotten-Euch-aus-verbrennen-Euch.html

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  1. #1 von m0ebius am 25. Juli 2016 - 02:04

    Vollblutdemokraten bei der Arbeit… :-/

  2. #2 von Elvenpath am 25. Juli 2016 - 02:13

    Nationalismus, ist neben Religion und Gier eines der großen Probleme der Menschheit.

  3. #3 von dirk am 25. Juli 2016 - 12:56

    Und wie verhalten sich die Staatsbürger welche gleichzeitig Deutsche und Türken sind?

    In meinen Augen ist die doppelte Staatsbürgerschaft ein Hindernis bei der Integration, entweder man ist Gast was bedeutet das man auch mal wieder geht oder man will dauerhaft hier bleiben, dann sollte man sich auch an die hiesigen sittlich moralischen Grundwerte orientieren und am wohlergehen der hiesigen Gesellschaft interessiert sein.

  4. #4 von schiffmo am 25. Juli 2016 - 13:29

    @dirk: Ich sehe keineswegs, wieso eine doppelte Staatsbürgerschaft ein Integrationshindernis sein soll, und was zwingend daran sein soll, genau einer geographischen Umgebung anzugehören. Bitte verstehe mich nicht falsch, ich verstehe es einfach nicht.
    Gründe: Was bedeutet eine türkische Staatsbürgerschaft für beliebige Kombinationen von:
    Kriterium 1: Ethnie: Türke, Kurde, Armenier
    Kriterium 2: Religion: Muslim, Christ, Jude, Atheist, andere
    Kriterium 3: Anhänger der Regierung, Gegner der Regierung, Verfolgte der Regierung
    Kriterium 4: Verfolgt von mehr oder weniger organisierten Gruppen oder nicht

    Diese Kriterien bilden mindestens 90 Untergruppen (z.B. weil ich andere Religionen zusammengefaßt habe und nicht zwischen Unter-Richtungen unterscheide). Diesen Gruppen droht zur Zeit alles von „nichts“ über „Verhaftung und Folter“ bis „Ermordung“.
    Was sagt Dir das Vorhandensein eines türkischen Passes über diese Menschen? Loyalität zu einem „Land“?, Zu einer Regierung? Zu einer Gruppierung?

  5. #5 von omnibus56 am 25. Juli 2016 - 15:28

    @schiffmo
    Ich heiße jeden in Deutschland willkommen, der hier leben und sich integrieren will. Es ist mir völlig schnuppe, wo oder warum er herkommt. Ich habe auch kein Problem damit, wenn er immer noch eine gewisse Verbundenheit mit dem Land bewahrt, in dem noch seine Verwandten wohnen. Er mag sich z. B. als „Deutsch-Türke“ bezeichnen, wenn er damit ausdrücken will, dass er Deutscher mit türkischen Wurzeln ist. Er darf auch gerne seine Religion ausüben, soweit er akzeptiert, dass man bei uns Pastafari oder auch Atheist sein darf und seine Religion wenn man will, jede Woche wechseln oder jegliche Art von Religion an den Nagel hängen darf, auch wenn es sich um seinen Sohn oder seine Tochter handelt.

    Wer aber sich der Integration verweigert und darüber hinaus weiter was-auch-immer aber auf gar keinen Fall (Neu-) Deutscher sein will, unsere Grundrechte ablehnt, den heimatlichen Despoten hofiert, einen Gottesstaat will, sollte sich fragen, warum er überhaupt hier her gekommen ist. Wenn es in seinem Geburtsland so toll ist, warum ist er gekommen und warum bleibt er dann hier? Ich wüsste von keinem Ausreiseverbot (bei uns)…

    Da ich ja auch schon mal falsch verstanden werde: Das ist nicht fremdenfeindlich! Ich bin nur der Meinung, dass man auch als Immigrant konsequent sein sollte. Entweder jemand akzeptiert unsere Spielregeln und will dazugehören, dann „Willkommen“, oder nicht. Im letzteren Fall empfehle ich ihm, in sich zu gehen, ob es nicht doch „zu Hause“ schöner ist/war und daraus den konsequenten Schluss zu ziehen (gleich dort bleiben, oder wieder zurückgehen).

  6. #6 von schiffmo am 25. Juli 2016 - 15:44

    @omnibus: Du schreibst von ganz anderen Kriterien als der Staatsangehörigkeit, und das ist auch gut so. Man muss den Menschen betrachten, und nicht die Papierlage.
    Natürlich ist es so, dass man ein bestimmtes Verhalten an den Tag legen soll, wenn man irgendwo bleiben will.
    Und die Verfolgung Andersdenkender durch eine mehr oder weniger organisierte Gruppe, zum Beispiel durch enthemmte Erdogan-Anhänger, ist in der Türkei ein Verbrechen, und bei uns genauso.
    Der Unterschied ist, dass es in der Türkei nicht verfolgt wird, weil es die Richtigen gut heißen, und bei uns oft nicht verfolgt wird, weil es „nur“ Konflikte zwischen den Türken sind, die Betroffenen es vielleicht nicht anzeigen und unsere Behörden möglicherweise zu wenig Ahnung haben, wer Ross und Reiter ist.

  7. #7 von dirk am 25. Juli 2016 - 15:55

    #4 von schiffmo

    Es ging mir da nicht um die Geografie sondern die innere Einstellung.

    ZB meines Zimmernachbarn als ich mal im Krankenhaus war.

    Der Herr war in Deutschland geboren, nie längere Zeit in der Türkei sagte das in der Türkei alles besser ist als in Deutschland. Ich fragte ihn (der eine rheumatische Erbkrankheit hat die nur bei Türken auftritt) wenn in der Türkei alles besser ist warum er denn dann in einem deutschen Krankenhaus liege, er meinte irgendwie hat das mit Geld zu tun.

    Der Herr war übrigens auf dem Papier Deutscher, verstand aber überhaupt nicht wie ich annehmen könnte er sein Deutscher selbstverständlich ist er laut eigenen bekunden Türke auf meiner Frage warum den, sagte er weil sein Vater Türke ist.

    In meinen Augen ist mein Zimmernachbar da irgend wie gespalten wenn er Türke sein will warum hat er dann einen deutschen Pass? Meiner Meinung nach nicht weil er innerlich Deutscher sein will sondern weil er von finanziellen Vorteilen (er kann dann ja zB nicht ausgewiesen werden) ausgeht.

    Und diese innere Trennung finanzielle Vorteile (Sicherheit) als Deutscher innerlich Angehörigkeit und Nationalität Türke wird durch die doppelte Staatsbürgerschaft ja begünstigt.

    Ich habe auch Deutsche aus Tschechien, Polen und Russland in meinem Bekanntenkreis da ist das anders, die Leute wollen sogar schon in der ersten Generation Deutscher sein.

  8. #8 von Barkai am 25. Juli 2016 - 16:08

    @dirk
    (der eine rheumatische Erbkrankheit hat die nur bei Türken auftritt)
    was ist das denn fuer eine mysterioese Erkrankung?

  9. #9 von schiffmo am 25. Juli 2016 - 16:12

    @dirk: Wenn der Mann in Deutschland lebt, kann man vermuten, dass er in irgendeinem Maß am Staat (Steuern) und Sozialwesen (Abgaben) beteiligt ist. Trifft das zu, finanziert er sich seine finanziellen Vorteile selber. Das heißt nichts anderes, dass er sich selbst widersprechend lebt.

    Die Neigung, unabhängig vom Leben in einem fremden Land die alten Gruppen zu erhalten, sich also zum Beispiel nach Einbürgerung oder gar in erster oder zweiter Generation hier geboren als Türke zu sehen, halte ich für problematisch. Zuwanderung kann unsere Gesellschaft nur dann bereichern, wenn sich die, die zu verschiedenen Zeiten zugewandert sind, spätestens nach einigen Generationen „durchmischen“, denn nur so entsteht eine gemeinsame Basis für alle. Es bringt nix, wenn hier die einen und dort die anderen nebeneinanderherleben, und irgendwann am Ende irgendeine Gruppe die anderen unterdrückt, umbringt oder verjagt.

    Alle Varianten wurden schon vielfach in den verschiedensten Zeiten und an den verschiedensten Orten (auch in dem, was zu dem wurde, was wir Deutschland nennen) ausprobiert, und über die Jahrhunderte betrachtet ist die mit dem Durchmischen die problem- und geräuschloseste.

    (Das schließt ein, dass es auch nix bringt, wenn irgendwelche selbsternannten oder sogenannten Deutschen das machen. Denn immer, wenn sowas passiert, ziehen ganz viele das kürzere Holz.)

  10. #10 von Siegrun am 25. Juli 2016 - 16:52

    Omnibus56 #5: das sehe ich ganz genau wie du!

  11. #11 von dirk am 25. Juli 2016 - 17:05

    #8 von Barkai

    Das ist Jahre her, dass ich mit dem Herrn im selben Krankenhaus zimmer war. Da hatte ich mal bei wiki nachgeschaut.

    Genetisch bedingt, insbesondere bei Türken, benannt nach einem türkischen Arzt, Gelenke sind betroffen ggf auch weitere Organe hab ich noch ziemlich sicher aus den Erzählungen in Erinnerung.

    Wahrscheinlich

    https://de.wikipedia.org/wiki/Morbus_Adamantiades-Beh%C3%A7et

  12. #12 von drawingwarrior am 25. Juli 2016 - 17:07

    @barkai
    Die Erkrankung heiß Morbus Behçet und tritt laut Wikipedia vorwiegend bei türkischen und ostasiatischen Menschen auf.
    Watt es nich allet jippt.

  13. #13 von Kappa am 25. Juli 2016 - 21:38

    Hatte in der Schule, im Beruf und auch in Vereinen viel mit Menschen türkischer Herkunft zu tun und muss zugeben, dass ich heute unbehaglicherweise mit mehr oder weniger starken Vorurteilen behaftet bin.
    Ich würde es toll finden wenn es anders wäre aber ich habe erst einen Türken näher kennengelernt, den ich als integriert bezeichnen würde.
    Mir wurde neulich erzählt, dass dieser (15 Jahre später?) mittlerweile Facebook Fotos mit mit seiner Frau online gestellt hat, wo diese nur mit Kopftuch zu sehen ist.
    Das hat uns echt schockiert! Am Ende hatte ihn die Tradition und Familienehre und der ganze Schund wohl doch an den Eiern…
    Das was dirk beschreibt klingt bekannt und da könnte ich jetzt noch wesentlich heftigere Stories auspacken…
    Ein ausgeprägter Nationalismus ist von den Gastarbeitern der 50er bis heute leider ein merkmal vieler Türken, die unsere Kultur häufig sogar verrachten.
    Ehre, Stolz, Tradition und Religion spielen eine große Rolle.
    Ich konnte mich als Jugendlicher oft nicht entscheiden, wen ich schlimmer finde: Faschos oder Türken ?
    Was durch den Erdowahn da jetzt zum Vorschein kommt wundert mich kein bisschen.
    Dass die Erdogan-Fans Probleme mit den Gülen-Spinnern und scheinbar sogar mit den grauen Wölfen haben, finde ich allerdings fast schon witzig.
    Sind die sich doch allesammt in vielen Punkten so ähnlich.

  14. #14 von Kappa am 25. Juli 2016 - 21:49

    @ Schiffmo
    Kennst du den Film „Der Name der Leute“ ?
    Bei dem was du übers „durchmischen“ schreibst, denke ich der würde dir sehr gut gefallen.
    Ich finde den Klasse aber leider ist der Film wohl letztlich nur eine gut gemeinte, idealistische Utopie:(

  15. #15 von Barkai am 25. Juli 2016 - 22:19

    @Kappa
    Hatte in der Schule, im Beruf und auch in Vereinen viel mit Menschen türkischer Herkunft zu tun und muss zugeben, dass ich heute unbehaglicherweise mit mehr oder weniger starken Vorurteilen behaftet bin.
    Ich würde es toll finden wenn es anders wäre aber ich habe erst einen Türken näher kennengelernt, den ich als integriert bezeichnen würde.

    Manchmal sind Vorurteile Erfahrungswerte.

  16. #16 von Barkai am 25. Juli 2016 - 22:25

    @drawing warrior
    Behcet Syndrom kenne ich. Aber das haben doch nicht nur Türken (auch wenn Türken, wie auch Ethnien aus dem nahen Osten, dem fernen Osten und den Mittelmeerländern ein erhöhrtes Risiko haben).

  17. #17 von Kappa am 25. Juli 2016 - 22:56

    @Barkai
    Keine Ahnung. Ich tue mich bei dem Thema schwer und winde mich^^
    Als Jugendlicher habe ich im Asylheim Reggea-Partys mit Afrikanern gefeiert, während der Rest der Stadt einen Bogen um das Gebäude gemacht hat und trozdem war ich bei „linken“ Menschen nicht akzeptiert. Die übrigens nicht im Asylheim anzutreffern waren^^ Beim Thema Religion und Migranten kritisch zu sein, kam nicht gut an und schnell wurde einem rechtes Gedankengut angedichtet. Türkengangs mit Glatzengangs zu vergleichen ging einfach nicht klar, dabei waren die Faschos (In bayrischer Kleinstadt) ansich noch harmlos gegen die beschnittenen Aggrokids mit den gegelten Haaren, die sich vor der Zwangsehe noch mit möglichst vielen deutschen Mädels austoben wollten. Wahrscheinlich wurden die Faschos aus dem Grund letztlich auch welche:D
    Weil ihnen die Mädels ausgespannt wurden, landeten sie am Schluss in Springerstiefeln. Alte Zeiten…
    PS: Türkische Mädchen kamen bei all dem nicht vor. Seltsam was ?
    Ernsthaft: Ich erinnere mich noch an viele türkischstämmige Gesichter aber nicht an ein einziges Mädchen!

  18. #18 von Siegrun am 26. Juli 2016 - 08:05

    @Kappa #17: ja, kommt mir aus dem früheren Bekanntenkreis auch bekannt vor. Erst Spaß haben mit deutschen Freundinnen und sobald mann das Kopftuchmädel aus Ostanatolien zur Braut hat, sind die deutschen Frauen nur noch Schlampen.
    Meine Freundin hatte darauf nur eine Antwort und hat ihm ein Bier drüber gekippt.
    Als er dann zu toben anfing, ging ihr Mann dazwischen.

    Ich konnte mit diesen Macho Aschlöchern nie was anfangen.
    Und kenne diese unterirdischen Sprüche leider aus eigener Anschauung („He Schatzi, willst f‘
    cken“ auf offener Straße.)
    Nein danke!
    Wer sich wie ein Arschloch benimmt,muss sich nicht wundern, wenn er nicht akzeptiert wird. Von „Respekt“ ganz zu schweigen.
    Respekt muss man sich verdienen, und solange man andere behandelt wie den letzten Dreck (deutsche Frauen) hat man schlichtweg keinerlei Respekt verdient.

  19. #19 von oheinfussel am 26. Juli 2016 - 08:11

    Und kenne diese unterirdischen Sprüche leider aus eigener Anschauung („He Schatzi, willst f‘cken“ auf offener Straße.)

    Für solche fälle sollte man immer den einen oder anderen Mittelfinger herumliegen haben

  20. #20 von Siegrun am 26. Juli 2016 - 08:42

    @ fussel #19: ich habe ihn dann angefaucht “ …du W*chser!!“, da wollte der Idiot doch glatt auf mich losgehen!
    Seine zwei Kumpels haben ihn festgehalten, aber dem hätte ich kräftig in die Eier getreten, da kannst du dich drauf verlassen!

    Nee, was ich echt krass finde ist, daß mir das immer mit den selben Typen passiert ist, dem muslimischen Kulturkreis zuzuordnen.
    Traurig, aber wahr und wenn ich das erzähle, dann werde ich in die rechte Ecke geschoben. Unglaublich!
    Weil ich mich darüber beschwere, daß sich andere wie Sau benehmen, bin ich die Böse…herzlichen Glückwunsch.

    Heutzutage bin ich über 40 und habe meistens einen Schäferhund dabei, das hilft ungemein.
    Aber das Alter schützt vor frechen Alis nicht im Fitness Studio musste ich mich von so einen kleinen Ratte bedrohen lassen, und jedes Mal, wenn ich an ihm vorbei ging, murmelte er wieder irgendetwas in seinen spärlichen Bart,..
    Ich habe ihm dann nur gesagt: „du mich auch“.
    Aber so stelle ich mir mein freies Leben als Frau nicht vor, ich hasse diese Typen!

    Mittlerweile habe ich einen Selbstverteidigungskurs gemacht und der hat mir so gut gefallen, daß ich jetzt regelmäßig in’s Kampfsporttraining gehe. (hihi, da bin ich mit 46 eindeutig die Seniorenfraktion, aber das ist mir egal, mir taugt des voll, auch wenn ich jetzt erst „blutige“ Anfängerin bin..;D Der Einzige in meinem Alter ist mein Trainer!)

  21. #21 von schiffmo am 26. Juli 2016 - 09:48

    @Kappa: Nein, den kenne ich nicht. Ich habe eine kurze Zusammenfassung gelesen. Die Wirrungen der Geschichte, die die Eltern der Protagonisten dazu zwingen, in anderen Gesellschaften Fuß zu fassen und sich in teilweise selbstverleugnender Art anzupassen, waren über die Jahrhunderte der Geschichte immer wieder bis andauernd gegeben. Wer sowas erlebt hat, kann oft nicht anders als entsprechend weiterzumachen, selbst wenn der Grund eigentlich vorbei ist.
    Auch die jüngste Geschichte war nicht frei von Brüchen, und selbst die Nachkriegsgeschichte großer Nachbarländer ist uns nicht oder nur in gröbsten Zügen bekannt, so dass solche Filme oft der einzige Hinweis sind, sich mit diesen Dingen zu beschäftigen.
    Was ich mich frage: Wir haben in Europa die einzigartige Chance, solche geschichtlichen Wirren für unsere Zeit hinter uns zu lassen und alle Menschen, die sich zumindest nicht negativ dazu stellen, als Mitmenschen zu akzeptieren und für die, bei denen formale Hürden (z.B. Staatsangehörigkeitsrecht) behindern, gesetzliche und ethisch einwandfreie Wege zu finden.
    Dann kommen Gruppen daher, leben hier und finden alle scheiße oder schwach oder sonstwas, die genau das wollen. Dabei ist ein solches Projekt so schwierig, dass man wahnsinnig stark sein muss, um sowas zu ermöglichen. Die eu-weite Niederlassungsfreiheit ist eine sehr bemerkenswerte Errungenschaft in diesem Zusammenhang.
    Gerade diese Ablehnung von Errungenschaften durch Zuwanderergruppen, aber auch Alteingesessene (Brexit, „besorgte Bürger“, …) zeigt aber augenfällig, dass es nicht reicht, solche Errungenschaften in den Raum zu stellen. Denn es gibt nur zwei Gruppen, die die Niederlassungsfreiheit nutzen:
    – Etablierte Bürgerliche (abseits von rechts-links-Schemata), die genügend Bildung und materielle Sicherheit haben, und denen es (mit Recht) gefällt, dass der Raum, in dem sie wirken können, größer geworden ist,
    – und am anderen Ende die, die mobil werden müssen und ihrer Arbeit mit karger Entlohnung nachreisen müssen. Dass lokale Abgehängte dadurch verunsichert werden, liegt auf der Hand, denn das sind Konkurrenten um Hilfsjobs und Sozialleistungen, und sie zeigen sehr gut, dass auch sie möglicherweise gezwungen sein könnten, ein solches Leben zu führen (Abstiegsänste und Konkurrenten).
    Die dazwischen, die durch irgendwas (Bildungsabschlüsse, ihr Arbeitsverhältnis, ihr kleines Häuschen in strukturschwacher Gegend, Famile, …) weich oder hart an ihren Ort gebunden sind, fahren vielleicht in den niederlassungsfreien Raum in den Urlaub, in der großen Masse ziehen sie aber, aus welchen Gründen auch immer, einen Umzug ins EU-Ausland nicht im Entferntesten in Betracht, und schätzen diese Errungenschaft deswegen als gering. Sie betrachten die etablierten Bürgerlichen vielleicht als arrogante Schicht und sehen die benachteiligten Mobilen als Warnung oder abschreckendes Beispiel.
    Zurück zu den sich absondernden Zuwanderern: Die sehen nicht, dass genau diese vermeintlich schwache und verachtenswerte Einstellung genau die Errungenschaft ist, die ihnen sowohl überhaupt ermöglicht, hier zu leben, als auch ihnen Zwänge vom Hals hält, zum Beispiel ein mögliches Verbot, ihre Religion auszuüben.
    Das sind nur ein paar wenige Aspekte, die von der gesellschaftlichen Realität her jetzt ein Zusammenleben der Menschen erschweren und möglicherweise in der nahen Zukunft einen Zusammenbruch, welcher Art auch immer, unserer Lebensweise verursachen können.
    Gerade die Etablierten, die weitestgehend selbst vom Zugang zur Politik (damit meine ich Gehör bei Politikern höherer Ebenen, d.h. Regierungsbezirk/Bundesland aufwärts, bis hin zu einigermaßen wirksamer Beteiligung an der „politschen Willensbildung“) abgeschnitten sind, hätten die Aufgabe, politisch, aber vor allem gesellschaftlich, gegen die diversen Spaltungen in der Gesellschaft zu arbeiten, tun das aber nicht. Als Grund vermute ich, dass viele schlicht und ergreifend frustriert davon sind, wie wenig sie erreichen können. Diejenigen, die sich einfach nicht darum kümmern, sind wahrscheinlich die überwältigende Mehrheit und sollten sich da in größerer Zahl an der eigenen Nase fassen, bzw. klar werden, dass sie die sind, die sich in wirksame Positionen bringen sollten.

  22. #22 von Barkai am 26. Juli 2016 - 11:03

    @Kappa

    Als Jugendlicher habe ich im Asylheim Reggea-Partys mit Afrikanern gefeiert, während der Rest der Stadt einen Bogen um das Gebäude gemacht hat und trozdem war ich bei „linken“ Menschen nicht akzeptiert. Die übrigens nicht im Asylheim anzutreffern waren^^

    es gibt, meiner Erfahrung nach, grosse Utnerschiede zwischen Leute mit einer linken oder einer eher linken Einstellung und den leuten, die ihre linke Einstellugn (oder was sie dafuer halten) als Identitaet vor sich hertragen.
    ,blockquote>Beim Thema Religion und Migranten kritisch zu sein, kam nicht gut an und schnell wurde einem rechtes Gedankengut angedichtet.
    ja, und das hat sich bis heute nicht so wirklich geaendert. Einziger Utnerschied ist vllt heute auch noch, dass die Linken, die in ihrer Jugend das Linkssein stolz vor sich hergetragen haben, jetzt leider in den linken Parteien sitzen und bspw die SPD so langsam nach diesen Vorstellungen veraendert worden ist.

    dabei waren die Faschos (In bayrischer Kleinstadt) ansich noch harmlos gegen die beschnittenen Aggrokids mit den gegelten Haaren

    ich weiss zwar nicht, ob die fueng voelkische Faschos harmloser sind als fuenf islamische Faschos, aber in weiten Teilen Deutschland hat man mehr Probleme mit islamischen Faschos als mti voelkischen Faschos, weil die voelkischen Faschos nicht mehr so zahlreich sind.

    die sich vor der Zwangsehe noch mit möglichst vielen deutschen Mädels austoben wollten.

    Vllt haben sie sich auch noch waehrend der Ehe zusaetzlich mit weibl Kuffar amuesiert? Die (Zwangs)Ehefrau hat ja in der regel nicht so viel zu melden.

    PS: Türkische Mädchen kamen bei all dem nicht vor. Seltsam was ?
    Ernsthaft: Ich erinnere mich noch an viele türkischstämmige Gesichter aber nicht an ein einziges Mädchen!

    fuer islamsiche Verhaeltnisse ist es leider ganz „normal“, dass du dich nicht mehr an die Maedchen erinnerst. Die duerfen in Europa zur Schule (wo sie von Brueder oder vettern im Auge behalten werden, damit sie nicht so viel mit Jungs abhaengen), gehen dann aber nach der Schule am besten auf kuerzestem Weg nach Hause und verbringen ihre Freizeit dann bitteschoen zu Hause mit der Familie. Am WE koennen sie dann zu Familienfeiern mit oder der Mutter beim Einkauf mit den schweren Tueten hantieren helfen oder so.

    @Siegrun

    ja, kommt mir aus dem früheren Bekanntenkreis auch bekannt vor. Erst Spaß haben mit deutschen Freundinnen und sobald mann das Kopftuchmädel aus Ostanatolien zur Braut hat, sind die deutschen Frauen nur noch Schlampen.

    Deutsche (oder allg westliche) Frauen sind doch sowieso nur Schlampen, nur sagen die herren das vor ihrer Ehe vllt nicht ganz so laut oder generell ueber westl. Frauen, das wuerde den Erfolg doch stark einschraenken.

    Meine Freundin hatte darauf nur eine Antwort und hat ihm ein Bier drüber gekippt.
    Als er dann zu toben anfing, ging ihr Mann dazwischen.

    Hatte ihr Mann Glueck und der Moslem hatte nicht gerade seine „Brueda“, „Cousengs“ oder „Kollegas“ da? Normaler weise wird doch bei Moslems gegen Kuffar im besonders fairen verhaeltnis von fuenf gegen einen oder so gekaempft.

    Nee, was ich echt krass finde ist, daß mir das immer mit den selben Typen passiert ist, dem muslimischen Kulturkreis zuzuordnen.
    Traurig, aber wahr und wenn ich das erzähle, dann werde ich in die rechte Ecke geschoben. Unglaublich!
    Weil ich mich darüber beschwere, daß sich andere wie Sau benehmen, bin ich die Böse…herzlichen Glückwunsch.

    Meine schlechten Erfahrungen sind nicht immer mit Maennern aus dem islamischem Kulturkreis gemacht worden, aber die absolute Mehrheit der schelchten Erfahrungen schon. Das stimmt auch so fuer Erfahrungen praktizierter Homophobie.
    Mir geht es evtl etwas besser als dir, mir wird nur erklaert, dass ich saemtliche bedauerliche Einzelfaelle getroffen haben muss… (Die Linken, die ihr Linkssein so stolz vor sich hertragen, trauen sich oft nicht, Homosexuelle mit Migrationshintergrund in die rechte Ecke zu stellen)

    Und kenne diese unterirdischen Sprüche leider aus eigener Anschauung („He Schatzi, willst f‘cken“ auf offener Straße.)

    Das ist einer der vielen Standardsaetze dieser Maenner.

    Heutzutage bin ich über 40 und habe meistens einen Schäferhund dabei, das hilft ungemein.
    Aber das Alter schützt vor frechen Alis nicht im Fitness Studio musste ich mich von so einen kleinen Ratte bedrohen lassen, und jedes Mal, wenn ich an ihm vorbei ging, murmelte er wieder irgendetwas in seinen spärlichen Bart,.

    Nein, das Alter schuetzt wirklich nicht. Die Kripo Koeln sucht nach einem Suedlaender, der eine 59-jaehrige begrpascht und beraubt haben soll.
    [http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/3387341
    Die Kripo Bad Homburg sucht einen Suedlaender, der eine 64-jaehrige begrapscht hat
    [http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/50152/3385707
    Alter ist also definitiv kein Schutz vor diesen Leuten.

  23. #23 von Hal am 26. Juli 2016 - 13:45