Kirchlicher Träger muss Schadensersatz und Entschädigung zahlen

Das hat das Arbeitsgericht Oldenburg im Fall einer konfessionsfreien Bewerberin entschieden, die aufgrund der Nichtzugehörigkeit zur katholischen Kirche und nicht vorhandener Taufe abgelehnt worden war.

[http://www.diesseits.de/perspektiven/nachrichten/deutschland/1468965600/kirchlicher-traeger-muss-schadensersatz-entschaedigu

  1. #1 von Unechter Pole am 20. Juli 2016 - 13:50

    Ein richtig interessantes Urteil. Ich befürchte, dass es in der nächsten Instanz kassiert wird.

  2. #2 von m0ebius am 20. Juli 2016 - 14:06

    Ich hoffe, diese Rechtsauffassung setzt sich durch. Dass die Kirchen bei Verkündigungstätigkeiten im engeren Sinne eine Zugehörigkeit verlangen ist nachvollziehbar, aber gerade angesichts der bedeutenden Stellung kirchlicher Organisationen im Sozialbereich ist es nicht hinnehmbar, dass dort nach Konfession diskriminiert wird.

  3. #3 von spritkopf am 20. Juli 2016 - 14:12

    @Unechter Pole

    Ich befürchte, dass es in der nächsten Instanz kassiert wird.

    Ich schätze eher nicht. Ein Berufungsverfahren wurde laut Urteilsbegründung nicht zugelassen. Das Krankenhaus (besagter kirchlicher Träger) hätte zwar in Revision gehen können, jedoch ist das Gerichtsurteil aus Februar 2016, somit ist die Einspruchsfrist von einem Monat bereits verstrichen und das Urteil mithin rechtskräftig.

  4. #4 von oheinfussel am 20. Juli 2016 - 14:45

    Haha

  5. #5 von Unechter Pole am 20. Juli 2016 - 18:40

    @spritkopf
    Dann ist es in der Tat ein sehr nützliches Referenzurteil. Man wundert sich, wieso die Kirche keine Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt hat. In jüngster Vergangenheit wurde ja (woanders) ganz anders geurteilt.

  6. #6 von Willie am 21. Juli 2016 - 03:36

    Fordert die Ausschreibung einer Stelle … eines katholischen Krankenhauses eine „positive Einstellung zu den Grundlagen/Zielen eines katholischen Trägers“

    Ich sehe darin eine doppelte Diskriminierung, da der kath. Träger damit ja auch unterstellt, dass die Bewerberin dem Krankenhaus nicht zuspreche sich um Bedürftige und Kranke kümmern zu wollen bzw. auf Grund ihres nicht getauft seins keine empathischen, menschlichen Gefühle (christl. als Nächstenliebe bezeichnet) haben würde..