Zug-Attentäter von Bayern kündigte Tat im Internet an

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat ein Video veröffentlicht, in dem der Zug-Angreifer von Bayern zu sehen ist. Der Jugendliche kündigt in dem durch die IS-nahe Agentur Amaq verbreiteten Video seine Tat an und spricht Drohungen gegen ‚ungläubige‘ Länder aus. Der 17-Jährige hatte am Montagabend bei Würzburg Fahrgäste in einem Regionalexpress und eine Passantin mit einer Axt angegriffen und mindestens fünf Menschen schwer verletzt.

[http://video.tagesspiegel.de/zug-attentater-von-bayern-kundigte-tat-im-internet-an.html

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  1. #1 von Unechter Pole am 19. Juli 2016 - 22:43

    Die bairischen Vorratsvorratsdatenspeicherer und Kamera-Überwachungsüberwacher haben weder gut gespeichert noch richtig überwacht. Erschießen, das können sie, ganz ohne Voratsvorat und Überwachungsüberwachung.

  2. #2 von hypershrike am 19. Juli 2016 - 22:59

    Hätten sie ihn weiter hacken lassen sollen? Dann hätten sich alle beschwert, dass sie ihn nicht aufgehalten haben.

  3. #3 von Unechter Pole am 19. Juli 2016 - 23:03

    Wenn jemand etwas veröffentlicht, muss man nichts hacken. Sie wollen alles hacken, selbst die Gehirne, aber die öffentlich zugänglichen Infos können sie offensichtlich nicht auswerten.

  4. #4 von hypershrike am 19. Juli 2016 - 23:17

    Ich meinte hacken im wörtlichen Sinn mit der Axt halt.

  5. #5 von Unechter Pole am 19. Juli 2016 - 23:22

    Achso… na dann. Ich meine, alle Sonderüberwachungsmöglichkeiten die sich Bundes- und Landesminister ausdenken, taugen nichts gegen Terroristen, Idioten bzw. Terroristen/Idioten (und werden vielleicht aus anderen Gründen erwünscht). Schießen kann die Polizei nach wie vor genauso mit wie ohne VDS.

  6. #6 von hypershrike am 19. Juli 2016 - 23:25

    Da ist was dran.

  7. #7 von Willie am 20. Juli 2016 - 00:48

    Ich kann es nur wiederholen, was für ein armseliger Gott, der Leid über seine eigenen Anhänger bringen muss, sei es von außen oder auch von innen inszeniert, damit die angebl. Ungläubigen erkennen sollen was für ein …, ja was, Arschloch, er gedacht wird? Arschloch ist groß und stinkt trotzdem zum Himmel.

  8. #8 von dirk am 20. Juli 2016 - 04:48

    Zitat #7 von Willie am 20. Juli 2016 – 00:48
    „Ich kann es nur wiederholen, was für ein armseliger Gott, der Leid über seine eigenen Anhänger bringen muss,“

    Wieso nach deren Vorstellung ist das die sicherste Methode zu seinen 72 vollbusigen Jungfrauen, die ihm im Paradies zu Diensten sind, zu gelangen. Für den Attentäter (welcher für seine angeblichen 17 Jahre in dem Video für mich etwas älter ausschaut) ist das doch eine sehr angenehme Zukunft.

    Sicherheitshalber hat er in seinem Abschiedsbrief noch darum gebeten das man für ihn betet damit er ins Paradies kommt.

    Zitat aus Mark A. Gabriels Buch „Islam und Terrorismus „:

    „Warum ist es so wichtig, dass Muslime tun, was Allah will? Weil der Islam eine Religion der Werke ist. Der Eingang ins Paradies (in den Himmel) muss verdient werden. Das Traurige daran ist, dass Muslime niemals ihres Heils gewiss sein können. Wenn sie sterben, so glauben sie, werden sie ins Grab gelegt, wo sie auf ihr Urteil am Tag der Auferstehung warten. Wenn dieser Tag des Gerichts kommt, wägt Allah die guten gegen die bösen Werke ab und entscheidet über ihr Schicksal. Es gibt keine Garantie, dass man das Paradies erlangt, selbst wenn man sein ganzes Leben lang gute Werke tut. Alles hängt davon ab, wie Allah entscheidet.

    Es gibt nur einen Weg, sich eine Garantie für das Paradies zu verschaffen. Und dieser Weg liefert das perfekte Motiv für die Selbstmordattentäter und Dschihad-Kämpfer. Der einzige Weg, um sicher zu wissen, dass man ins Paradies kommt, besteht darin, im Dschihad zu sterben – zu sterben, während man gegen die Feinde des Islams kämpft.“

    Wenn man Religion von der Seite aus betrachtet wie sie zur Macht eines Diktators oder Regimes beiträgt, ist Islam schon „sinnvoll“. Die Gläubigen sollen Abtrünnige töten und Ungläubige, solange sie noch nicht unterjocht sind, bekämpfen.

    Also da hat der mit Äxten auf Ungläubige einhackende Gottgläubige gemäß seiner Religion doch das bestmögliche für seine persönliche Zukunft getan.

    Übrigens noch ein Zitat aus dem oben zitiertem Buch:

    „Wenn Sie sich die Muslime in der Welt ansehen. Werden Sie feststellen, dass sie sich in einer der folgenden drei Phasen des Dschihad befinden.
    Die geschwächte Phase: In dieser Phase befinden sich Muslime. wenn sie als schwache, kleine Minderheit in einem nichtislamischen Land leben. In einem solchen Fall ist offener Dschihad nicht der richtige Ansatz. Die Muslime ordnen sich den Gesetzen des Landes unter, arbeiten aber daran. ihre Zahl zu vergrößern. In dieser Phase folgen Muslime dem Wort, das Mohammed in Mekka empfing: «Kein Zwang im Glauben!» (Sure 2,256).
    Die Vorbereitungsphase: Diese Phase ist erreicht. wenn die Muslime eine einigermaßen einflussreiche Minderheit sind. Da ihr Ziel für die Zukunft die direkte Konfrontation mit dem Feind ist. treffen sie Vorbereitungen in jedem erdenklichen Bereich – im finanziellen, körperlichen. militärischen. geistigen und in jedem anderen Bereich. «Und lass die Ungläubigen nicht meinen. dass sie Uns entgehen könnten; sie können (Allah) nichts vereiteln. So rüstet gegen sie, so viel Ihr vermögt an Mann und Pferd, um Allahs Feinde abzuschrecken und Euren Feind und andere außer ihnen. die Ihr nicht kennt. Allah aber kennt.» (Sure 8.59-60).
    Die Phase des Dschihads: Diese Phase ist erreicht. wenn die Muslime eine Minderheit sind, die über Stärke. Einfluss und Macht verfügt. In dieser Phase ist jeder Muslim verpflichtet aktiv gegen den Feind zu kämpfen. das System des nichtmuslimischen Landes umzustürzen und die islamische Herrschaft aufzurichten. Diese Phase gründet sich auf die letzte Offenbarung, die Mohammed bezüglich des Dschihad empfing, nämlich Sure 9,5. Ich habe diesen Vers zwar schon einmal zitiert. aber er ist für das islamische Denken so wichtig, dass eine Wiederholung nicht schaden kann: «Tötet die Götzendiener, wo immer Ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf.»“

    Ja denn, lass uns noch ein paar Millionen Muslime die nächsten Jahre nach Deutschland karren.

  9. #9 von Deus Ex Machina am 20. Juli 2016 - 06:15

    Religion kills people!
    Seht es endlich ein.

  10. #10 von Willie am 20. Juli 2016 - 06:39

    @dirk

    Wieso nach deren Vorstellung ist das die sicherste Methode zu seinen 72 vollbusigen Jungfrauen, die ihm im Paradies zu Diensten sind, zu gelangen.

    Und das ändert was daran, dass dort erst einmal Leid über die Familen gebracht wird?

  11. #11 von omnibus56 am 20. Juli 2016 - 12:52

    Mich irritiert etwas, dass der Attentäter nicht die Familie, bei der er lebte, zuerst als sicher leichtestes Ziel attackiert hat. Auch die Attacke auf eine Familie (? Gruppe?) aus Hongkong, die sicher als asiatisch erkennbar war, irritiert. Seit wann wären Asiaten/Chinesen der Archetypus des IS- oder Islam-Feindes? Im asiatischen Raum gibt es eine ganze Reihe muslimischer Staaten, s. d. der Attentäter damit rechnen musste, Glaubensbrüder/-schwestern statt „Ungläubige“ zu attackieren.

    Gäbe es nicht die Zeugenaussage, dass der Attentäter „Allahu akbar“ gerufen hätte, hielte ich eine religiöse (Mit)Ursache für eher unwahrscheinlich. So sieht es natürlich anders aus. Trotzdem würde ich den primären Auslöser woanders und den Islam als Verstärker/Rechtfertigung sehen. Mir kommt der Attentäter verwirrt und erst von islamisch-religiotischer Indoktrination „über die Schwelle gehoben“ vor.

    Nur um nicht missverstanden zu werden: Das befreit weder den Islam als solchen noch islamistische Indoktrination von Schuld. Ich denke aber, dass wir nicht eindimensional das Motiv, bzw. den Auslöser eines Attentats ausschließlich auf die Religion (welche auch immer) schieben sollten. Religion – insbesondere der Islam und seine radikale Spielart Islamismus – spielt eine große aber nicht die alleinige Rolle.

  12. #12 von Barkai am 20. Juli 2016 - 13:14

    @Omnibus

    Seit wann wären Asiaten/Chinesen der Archetypus des IS- oder Islam-Feindes?

    In China gibt es durchaus Unruhen in Gebieten mit muslimischer Bevoelkerung und China reagiert auf Unruhen nicht gerade mit Samthandschuhen.
    In a raid last month, Chinese paramilitary forces killed 28 suspects accused of a bloody September attack on a coal mine, flushing them out of a cliffside cave with flamethrowers, according to state media.
    The attack and police response took place in Xinjiang, an ethnically divided and resource rich province in the China’s far west, that is home to the mainly Muslim Uyghur ethnic group.
    China blamed Uyghur separatists for the attack, and it claims they are no different from ISIS or al Qaeda terrorists

    [http://edition.cnn.com/2015/12/02/asia/china-xinjiang-uyghurs/
    Artikel zumselben Vorgang: [http://www.cnbc.com/2015/11/23/china-used-flamethrowers-on-uighur-terror-suspects-blamed-for-coal-mine-attack.html

    Islamische Gruppemn wollen mehr Unabhaengigkeit fuer die Xianjang region, was etwas ist, was VR China so gar nicht zusagt.
    [https://en.wikipedia.org/wiki/Xinjiang_conflict

    Teil des Konflikts waren auch Messerangriffe auf Zugpassagiere (durch Muslime), wobei chinesische Sicherheitskraefte die Taeter erschossen hat.
    [https://en.wikipedia.org/wiki/2014_Kunming_attack

    Im asiatischen Raum gibt es eine ganze Reihe muslimischer Staaten, s. d. der Attentäter damit rechnen musste, Glaubensbrüder/-schwestern statt „Ungläubige“ zu attackieren.

    Die Chinesen in Hong Kong sind meist Hakka, Kantonesen, Shangheinesen und Chiuchow (so werden sie zumindest im Englischen geschrieben, wobei weitere Schreibweisen moeglich sind), keine der Ethnien hat eine recht grosse Proportion an Muslimen. Wenn der Taeter sie als eine der eher kuffar Gruppen erkannt hat, gibt es keinen Grund, warum er sich haette zurueckhalten sollen (wenn er nur Unglaeubige umbringen wollte).
    Nur weil fuer Europaeer asiatische Gruppen sehr aehnlich aussehen, heisst es nicht, dass Asiaten sie nicht auseinander halten koennen. (verschiedene europaeische ethnische Gruppen unterscheiden sich auch voneinander)
    Japanischer Freund von mir sagte beim besuch eines jap. Restaurants gleich, dass der asiatische Koch garantiert kein ethnischer Japaner sei, einfach weil ethnische Japaner anders aussehen. Mein japanischer Freund hat eher auf einen ethnischen Tahi getippt.

  13. #13 von dirk am 20. Juli 2016 - 16:42

    Zitat von #10 von Willie am 20. Juli 2016 – 06:39
    @dirk

    „Wieso nach deren Vorstellung ist das die sicherste Methode zu seinen 72 vollbusigen Jungfrauen, die ihm im Paradies zu Diensten sind, zu gelangen.
    Und das ändert was daran, dass dort erst einmal Leid über die Familen gebracht wird?“

    Schau dir doch deine eigene Post an auf die ich antwortete.

    Zitat #7 von Willie am 20. Juli 2016 – 00:48
    „Ich kann es nur wiederholen, was für ein armseliger Gott, der Leid über seine eigenen Anhänger bringen muss,“

    Das hört sich doch an als wenn du dich in erster Linie auf den Attentäter beziehst von den Opfern ist ja nicht bekannt das sie Muslime sind und bei 3.1 % Muslime in Hongkong ist das eher unwahrscheinlich.

    Und die Familie des Täters kann sich als Gläubige Muslime doch glücklich schätzen das ihr Sprössling ins Paradies kam.

  14. #14 von Willie am 21. Juli 2016 - 00:28

    Das hört sich doch an als wenn du dich in erster Linie auf den Attentäter beziehst …

    Die Einleitung war: Ich kann es nur wiederholen, …
    Zugegeben, da wird der Zusammenhang nicht ganz klar, da dieses „Wiederholen“ sich auf einen anderen Post bezieht, wo ich schon einmal eine ähnliche Aussage tätigte. Dort schnitt ich an, dass dieses Leid über die eigene Familie und das eigene Gläubigervolk gebracht wird …. Ok, das kann man nur im Kopf haben, wenn man alle Tagesartikel (zumin. mit Kommentaren) gelesen hat.

    Weiter ging es dann im EInleitungssatz mit: …, was für ein armseliger Gott, der Leid über seine eigenen Anhänger bringen muss, …. Wenn du da nun in erster Linie den Attentätet selbst siehst, dann soll die für dich so sein. Meine Intention war es nicht, da es ja noch weiter geht mit seine eigenen Anhänger – mit Kommata und damit immer noch im Zusammenhang zu armseliger Gott.

    Ich gebe zu, meine Kettensätze verwirren manchmal und treffen nicht genau den Punkt, aber hier ist der Attentäter noch nicht einmal einzeln angedeutet worden – auch wenn er zu eigenen Anhängern dieses Gottes gehört. Auch die Opfer selbst habe ich auch nur, wenn überhaupt, im Plural mit die angebl. Ungläubigen angesprochen. Wobei nun die Frage offen wäre, ob ein Attentäter darauf aus ist, dass seine Opfer diesen Gott erkennen sollen, oder doch eher all die Nachrichtenempfänger außerhalb des Geschehens? Ich sage und meine da: Die umgebende Gesellschaft.

  15. #15 von omnibus56 am 21. Juli 2016 - 23:33

    @barkai
    Du hast bzgl. der Lage der Muslime (aber auch anderer religiöser Minderheiten) in China völlig recht. Aber konnte der Attentäter erkennen, dass a) die Angegriffenen Chinesen und b) nicht-muslimische waren? Das möchte ich bezweifeln. Ich denke, er hat die „Erstbesten“ attackiert.

    Du erinnerst Dich vielleicht an andere Anschläge, bei denen die Mörder die Muslime von den Nicht-Muslimen (via Koran-Kenntnis) separierten, um keine Glaubensbrüder/-schwestern zu töten. Das ist hier nicht passiert. Er hat IMO, bis auf das Auslassen der am leichtesten erreichbaren Ziele, wahllos angegriffen. Darauf wollte ich hinaus.